Kirchenruine St. Nikolai Mahnmal gegen den Krieg

Die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai ist als Mahnmal und Gedenkstätte bekannt. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnte nur der Turm vor dem Abriss bewahrt werden.

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Mahnmal St. Nikolai

Adresse
Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg
Telefon
040 371125
E-Mail
info@mahnmal-st-nikolai.de
Homepage
Mahnmal St. Nikolai
Anreise
Öffentl. Verkehrsmittel: U3, Haltestelle Rathausmarkt; Parkplatz: Parkhaus in der "Großen Reichenstraße"
Öffnungszeiten/ Führungen
Mai - Sep. täglich von 10-18 Uhr
Okt. - April täglich von 10-17 Uhr
Führungen müssen über den Museumsdienst gebucht werden.
Eintritt
Erwachsene: 5 Euro,
HH-Card, Gruppen (ab 10 Pers.): 4 Euro
Kinder: 3 Euro

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Die Kirchenruine St. Nikolai

Am Hopfenmarkt, entlang der Willy-Brand-Straße und unweit des Rödingsmarktes steht das Mahnmal St. Nikolai. Mit dem Bau der ehemaligen Hauptkirche wurde bereits im Jahre 1195 begonnen. Die Fertigstellung des Gotteshauses datiert aus dem Jahre 1874.

Im Jahre 1943 wurde die Kirche im Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört und im Jahre 1951 wurden Teile der Ruine abgerissen. Heute steht die Kirche St. Nikolai als eindrucksvolle Ruine im Herzen der Stadt und erinnert als Museum an die Opfer von Krieg und Verfolgung (1933 - 1945).

Auf der Fläche des Kirchenbaus stehen zudem Kunstwerke, etwa die Bronzefigur "Weiblicher Engel" von Barbara Haeger. Ein Förderkreis setzt sich für den Erhalt des Bauwerks ein. Ein Mahnmal, das bis heute bewegt.

Der Turm von St. Nikolai

Der knapp 150 Meter hohe Kirchturm im neugotischen Stil konnte indes vorm Abriss bewahrt bleiben. Egal ob an der Binnenalster oder am Elbverlauf – der Turm als Mahnmal ragt im Stadtbild heraus. Ein gläserner Panoramalift ermöglicht zudem vor Ort der Gedenkstätte den Ausflug in eine Höhe von 76 Meter.

Eines der größten Glockenspiele Deutschlands wurde 1993 in den Turm eingebaut. Es erklingt bei kostenlosen Live-Konzerten (jeden Donnerstag um 12 Uhr, von April bis Oktober zusätzlich samstags um 17 Uhr)  und zum Quartals- und Stundenschlag.

Neben dem Turm ist nur ein Teil der Außenmauern des Mittelschiffes noch erhalten. Eine gläserne Pyramide stellt zudem den Eingang zu dem Museum in den Kellerräumen dar. 

Gomorrha 1943 – Die Zerstörung Hamburgs im Luftkrieg

Das Museum zeigt seit September 2013 eine Dauerausstellung über die Geschichte der imposanten Kirche sowie die Zerstörungen Hamburgs im Zweiten Weltkrieg durch die "Operation Gomorrha".

Auf einer Fläche von rund 450 Quadratmetern präsentiert das Museum anschaulich die wechselhafte (Stadt-)Geschichte: Thematisch in vier Räume unterteilt porträtiert die Ausstellung im ersten Raum die Geschichte St. Nikolais. Im zweiten Abschnitt folgt eine Zusammenstellung der geschichtsträchtigen Jahre von 1933 bis 1943 in Hamburg. Raum Nummer drei schildet die "Operation Gomorrha" und ihre Folgen. Der letzte, vierte Raum wurde in Gedenken an den Hamburger Feuersturm eingerichtet.

Auch finden in dem stimmungsvollen Gewölbe regelmäßig Vorträge, Konzerte, Gedenkveranstaltungen und Führungen statt. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen in Form von Vorträgen oder Konzerten statt.

Führungen durch die Kirchenruine

Führungen können über den Museumsdienst Hamburg gebucht werden: Tel.: 040 - 428 131 oder E-Mail: info@museumsdienst-hamburg.de.

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Mahnmal gegen den Krieg
Die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai ist als Mahnmal und Gedenkstätte bekannt. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnte nur der Turm vor dem Abriss bewahrt werden.
http://www.hamburg.de/sehenswuerdigkeiten/1023442/nikolaikirche/
http://www.hamburg.de/image/1147754/1x1/150/150/2201822f52d22fc1ff166e04f7bb8fde/nk/st--nikolai-6.jpg