Bismarck-Denkmal
von Katy Trick
Frei stehendes Monument in einem Park, jederzeit zu besichtigen, das Innere ist nicht zugänglich
Adresse: Alter Elbpark, Seewartenstraße, 20459 Hamburg
Öffentliche Verkehrsmittel:
U3, S1, S2, S3 Haltestelle Landungsbrücken, Buslinie 112 Haltestelle Landungsbrücken, HVV-Fahrplan
Parkplätze: Parkhaus Alter Elbpark, Neumayerstraße
Kurz nach Bismarcks Tod 1898 wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Sein Ergebnis sollte eine Huldigung an das Kaiserreich, nicht jedoch unbedingt an Bismarck selbst sein, denn zwischen dem Reichskanzler und der Freien und Hansestadt Hamburg hatte immer ein zwiespältiges Verhältnis bestanden. So war Hamburgs größtes Denkmal von Anfang an umstritten.
Es siegte schließlich der Entwurf, der den Reichskanzler in Form einer riesigen Rolandsstatue zeigt. Er stammte von dem Architekten Johann Emil Schaudt und dem Bildhauer und Jugendstilkünstler Hugo Lederer.
Die Skulptur Bismarcks misst 14,8 Meter, mitsamt Sockel ist das Denkmal fast 35 Meter hoch.
Das Bismarck-Denkmal steht im Stadtteil Neustadt an der Helgoländer Allee.
Die Statue steht auf der Elbhöhe in der Nähe der Landungsbrücken.
Um den Sockel des Denkmals herum befinden sich Männerfiguren, die germanische Stämme symbolisieren.
Otto von Bismarck war der erste deutsche Reichskanzler. Er regierte von 1871 bis 1890.
Erschaffen wurde das Denkmal von dem Bildhauer Hugo Lederer in den Jahren 1903 bis 1906.
Im Juni 1906 wurde das Denkmal eingeweiht.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Innere des Sockels als Luftschutzbunker genutzt.
Für den Bau des Denkmals wurden Granitblöcke aus dem Schwarzwald verwendet. Es wiegt 625 Tonnen.
Der sehenswerte Koloss von Hamburg
Die traditionell hanseatische Form der Rolandsstatue ist ein Sinnbild für Marktrecht, Gerechtigkeit, Freiheit und Wohlstand. Bismarcks Idealisierung als dieser Schutzpatron stieß bei vielen Hamburgern auf Kritik.
Vom Hafen aus gut sichtbar, auf einer Anhöhe im Elbpark, wurde ab 1902 eine begehbare Sockelanlage gebaut. Die beeindruckende Figur darauf wurde 1906 feierlich enthüllt.
Der Sockel und die Figur aus Granit wiegen 625 Tonnen. Sie erreichen eine Gesamthöhe von 34,3 Metern. Die Figur selbst ist 14,8 Meter hoch, allein der Kopf misst bereits 1,83 Meter, das Schwert ist 8 Meter lang.
Geheimnisvolle Katakomben und Verzierungen
Das Denkmal umgeben weitläufige Katakomben, doch bis heute ist unklar, wozu sie ursprünglich vorgesehen waren. Dort und im hohlen Sockelfuß gab es aufwendige Wandmalereien, mit preußisch-nationalen Motiven und Bismarck-Zitaten zu besichtigen. Wann und durch wen sie entstanden, weiß niemand.
Während der Kriegsjahre 1939/40 richtete man unter dem Bismarck-Denkmal Luftschutzräume für die Anwohner ein. Bei einem Bombeneinschlag in der Nähe entstanden Senkungen und Verschiebungen am Monument, Wasser drang ein.
Die Kriegsschäden wurden in der Nachkriegszeit nur provisorisch saniert, die Zugänge zu den Katakomben verschlossen. Seit 1960 steht der Riesenroland auf der Hamburger Denkmalliste. Heute ist das Innere des Bismarck-Denkmals aus Sicherheitsgründen nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich.
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