St. Joseph-Kirche Hamburg Katholische Kirche auf dem Kiez

Mitten im Hamburger Amüsier- und Rotlichtviertel, dem weltbekannten St. Pauli, auf der Großen Freiheit, steht die katholische St. Joseph-Kirche. Eine der schönsten Barockkirchen nördlich der Elbe "versteckt" sich zwischen Sex- und Nachtclubs.

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Adresse
Große Freiheit 43, 22767 Hamburg
Öffnungszeiten:
Tagsüber immer zur Einsicht geöffnet, aber nicht immer zu betreten
Öffentliche Verkehrsmittel:
S1, S2, S3 Haltestelle Reeperbahn
Parkplätze:
Fischer Rita Parkplätze, Lincolnstraße 8, 20359 Hamburg

Die Barockkirche St. Joseph ist ein aus Backstein gefertigter Saalbau. Das mächtige Portal wirkt beeindruckend. Eine Heiligenfigur über der Kirchenpforte empfängt den Besucher. Es ist der Heilige Joseph mit dem Jesuskind. Eine Schar Engel umringt sie.

Hohe, mit Sandsteinelementen verzierte Fenster rahmen das Portal ein. Zusammen mit dem von Voluten geschmückten Giebel bildet diese Fassade eines der wichtigsten Zeugnisse der Barockkunst im späteren Hamburger Stadtgebiet.

Königliches Privileg und Stadtbrand führen zum Bau der Barockkirche

Die katholische Gemeinde Altona wurde bereits 1594 gegründet und ist damit die älteste katholische Gemeinde in Norddeutschland. Das Recht, katholische Gottesdienste zu feiern, gab es im streng lutherischen Hamburg nicht, doch Altona gehörte damals noch zum Herzogtum Holstein.

Ab 1640 war Altona dem dänischen Königshaus unterstellt und bekam 1658 das Privileg der Glaubensfreiheit verliehen. Dazu gehörte ein Bauplatz auf der Großen Freiheit, wo ab 1660 mit dem Bau einer Kapelle begonnen wurde.

Diese erste nach der Reformation in Nordeuropa errichtete katholische Kirche wurde beim Altonaer Stadtbrand 1713 zerstört. Von 1718 bis 1721 wurde ein zweiter Kirchenbau errichtet und St. Joseph geweiht. Der Baumeister war Melchior Tatz. Er orientierte sich an italienischen Vorbildern.

St. Joseph Hamburg-Altona: eine Barockkirche im Wandel

Die St. Joseph-Kirche wurde üppig mit barocken Kunstwerken ausgestattet. Doch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkrieges zerstörten die Kirche fast vollständig, der Innenraum brannte aus, lediglich die Fassade blieb schwer beschädigt stehen.

Von 1953 bis 1955 wurde St. Joseph unter der Leitung von Georg Wellhausen wieder aufgebaut. Allerdings wurde nur das der Großen Freiheit zugewandte Portal restauriert. Der Rest des Gebäudes musste erneuert werden und bekam eine eher schlichte, moderne Ausstattung.

In den Siebzigerjahren wollte man die frühere prunkvolle Festlichkeit des Kirchenraums zurückhaben. Architekt Jörn Rau übernahm die Aufgabe, die ursprüngliche, barocke Gestaltung annähernd wieder herzustellen.

Heute vermitteln zarte Wandfarben und ein dominierender Hauptaltar mit Seitenaltären einen Eindruck der früheren Gestalt. Der Altar von 1937 stand 30 Jahre in einer Kirche in Salzkotten. Bei deren Umgestaltung war er zwar in keinem guten Zustand, dennoch ergab ein Gutachten, dass er für die Rebarockisierung der St. Joseph-Kirche eine großartige Bereicherung darstellen würde. Nach seiner Restaurierung 1976 überließ man ihn zeitlich unbefristet der Kirche auf der Großen Freiheit.

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3091318
Katholische Kirche auf dem Kiez
Mitten im Hamburger Amüsier- und Rotlichtviertel, dem weltbekannten St. Pauli, auf der Großen Freiheit, steht die katholische St. Joseph-Kirche. Eine der schönsten Barockkirchen nördlich der Elbe "versteckt" sich zwischen Sex- und Nachtclubs.
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20141114 11:56:46
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