St. Gertrud Hamburg Evangelisch-lutherische Gemeinde

Unweit des geografischen Mittelpunkts von Hamburg steht die evangelisch-lutherische Kirche St. Gertrud am idyllischen Kuhmühlenteich. Das Gebäude in Backsteingotik hat einen der schönsten Kirchtürme der Hansestadt.

Informationen zu der St. Gertrud Kirche

Adresse
Immenhof 10, 22087 Hamburg
Telefon
040 22 03 35
E-Mail
info@st-gertrud-hamburg.de
Homepage
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Gertrud
Öffnungszeiten
Dienstag 16 bis 18 Uhr
Freitag 10:30 bis 12:30 Uhr
Sonntag 14 bis 17 Uhr
Gottesdienst
jeden Sonntag um 10:00 Uhr
Veranstaltungen
Terminkalender

Die Historie der Kirche

Das explosionsartige Bevölkerungswachstum der Hansestadt machte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Neubau von Kirchen außerhalb der Innenstadt erforderlich. Als 1882 die Grundsteinlegung für die St. Gertrud-Kirche stattfand, ahnte der Architekt Johannes Otzen nicht, welche organisatorischen Schwierigkeiten auf ihn zukommen sollten.

Denn für den Bau wurden tatsächlich mehr als 460 verschiedene Backsteinsorten verwendet. Trotzdem gelang es 1885, nach nur drei Jahren Bauzeit, die ansehnliche, neugotische Hallenkirche fertigzustellen, dazu rechts und links daneben die Pastorate. Durch ihre freie Lage am Nordufer des Kuhmühlenteichs und ihr schmuckes Äußeres wurde St. Gertrud schon bald ein Wahrzeichen von Hohenfelde und Uhlenhorst und die Gemeinde verzeichnete immensen Zulauf.

St. Gertrud im Wandel der Zeit

Im Zweiten Weltkrieg wurden viele der Gründerzeitbauten um die Kirche herum zerstört, St. Gertrud überstand die Bombenangriffe weitestgehend unbeschadet. Da die Fenster aber zerstört wurden, trug das Kircheninnere, das fünfjochige Langhaus mit Querarmen und niedrigem Chor, schwere Schäden davon. Die zu Bruch gegangenen Glasfenster der Apsis konnten später durch die zur gleichen Zeit hergestellten und geretteten Fenster aus der zerstörten Nicolaikirche ersetzt werden.

Die alte Orgel von 1885 verwitterte so sehr, dass sie 1963 abgebaut werden musste. Auch die alten, aufwendigen Bemalungen im Kirchenschiff, meist ornamentale "Teppichmuster", litten stark. Bei den Renovierungsarbeiten Anfang der 60er Jahre wurden sie weiß verputzt. Das verlieh der St. Gertrud-Kirche zwar einen freundlichen Ausdruck, nahm dem Innenraum jedoch seine einstige Wirkung.

Nach dem Besuch von St. Gertrud bietet sich ein Spaziergang an der Außenalster in Richtung in Richtung Marien-Dom an. Im Areal des Doms befinden sich zudem die Lange Reihe, das Hotel Atlantic Kempinski, der Heidi-Kabel-Platz und der Hauptbahnhof

Eine Besonderheit von St. Gertrud: Der bis in die Spitze gemauerte Kirchturm

Auffällig an St. Gertrud ist der schlanke Kirchturm, denn er ist eine Besonderheit: Bis in die Spitze besteht er aus Mauerwerk. Tausende von Steinen, lauter verschieden glasierte Ziegel, fügen sich in kunstvollem Muster zusammen und bilden einen 88 Meter hohen Turm, den ein fünf Meter hohes Kreuz bekrönt. Die zahlreichen Zierelemente – Gesimse, Giebelspitzen, Kapitelle, Wasserspeier – wurden aus Sandstein ausgebildet.

Wind und Wetter setzten dem Turm im Laufe der Zeit kräftig zu und ließen den Mörtel an vielen Stellen herausbrechen. In 2011/12 war eine umfassende Sanierung des Mauerwerks notwendig, bei der man das Fugennetz erneuerte. Die Gemeinde St. Gertrud wurde dabei vom Amt für Denkmalschutz der Stadt Hamburg, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und durch viele Spenden unterstützt.

Musikalische Genüsse in St. Gertrud

Die durch den Krieg zerstörte alte Orgel wurde 1967 durch eine dreimanualige Schleifladenorgel ersetzt. Sie hat eine mechanische Spieltischtraktur, eine elektrische Registertraktur, drei freie Kombinationen und Zungenabsteller. Gebaut wurde sie in Wilhelmshaven in der Orgelwerkstatt von Alfred Führer. Das Instrument wurde 1992 renoviert und 2004 nachintoniert. Es gilt als eines der schönsten Instrumente in Hamburg und erfreut Besucher mit fantastischer Klangwirkung in dem neugotischen Kirchenraum.

St. Gertrud beherbergt zudem eine kunstvoll geschnitzte, fahrbare Truhenorgel aus massiver Eiche. Der Erbauer Stefan Lincke hat sie mit vier Registern ausgestattet und ihren Klang dem Kirchenraum individuell angepasst. Die Orgeln kommen bei den beliebten Konzerten der Kantorei St. Gertrud sowie des Kammerorchesters und des Kinder- und Gospelchors zum Einsatz. Das Kammerorchester St. Gertrud, ein professionelles Streichorchester, hat sich außerdem über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht.

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Evangelisch-lutherische Gemeinde
Unweit des geografischen Mittelpunkts von Hamburg steht die evangelisch-lutherische Kirche St. Gertrud am idyllischen Kuhmühlenteich. Das Gebäude in Backsteingotik hat einen der schönsten Kirchtürme der Hansestadt.
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20171005 16:38:12