St. Bernard Hamburg Backsteinbau aus der Nachkriegszeit

Die katholische St. Bernard-Kirche im Hamburger Nordosten ist ein schlichtes Gebäude, dessen heller Innenraum aber durch schöne Buntglasfenster besticht. Neben wenigen alten Kunstgegenständen beherbergt St. Bernard moderne Kirchenkunst und eine wertvolle Orgel.

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Informationen zu der Kirche St. Bernard Hamburg

Adresse
Langenstücken 40, 22393 Hamburg
Telefon
040 601 92 94
E-Mail
pfarrbuero@st-bernard-hamburg.de
Homepage
Gemeinde St. Bernard im Alstertal
Öffnungszeiten
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 9 bis 12 Uhr, Mittwoch 15 bis 18 Uhr
Gottesdienst
1. Sonntag im Monat Familienmesse,
jeden 3. Sonntag ab 11 Uhr Kinderkirche und Schülerkirche
Öffentliche Verkehrsmittel
S1, S11 Haltestelle Poppenbüttel
Buslinien 24, 174, 176, 276 Haltestelle Alstertal-Einkaufszentrum

Katholische Kirche St. Bernard

In dem rötlichen Backsteinbau mit dem sehr schmalen, spitzen Kirchturm findet sich eine eher bescheidene Kirche, die in den kargen Nachkriegsjahren errichtet wurde. Damals hatte der Bischof von Osnabrück den jungen Priester Heinrich Sobotta mit der Einrichtung einer Seelsorgestelle in Poppenbüttel beauftragt. Die erste Heilige Messe feierte die noch kleine Gemeinde am Sonntag nach Allerheiligen in 1947 im Kirchsaal einer evangelischen Kirche. Erst im Herbst 1953 beschloss der Kirchenvorstand der römisch-katholischen Gemeinde Hamburg, eine Bernards-Kirche im Alstertal errichten zu lassen. Im Juli 1954 fand die Grundsteinlegung statt, am 13./14. August 1954 die Kirchweihe.

Komplementäres Farbkonzept in St. Bernard

In der hell und freundlich wirkenden Kirche erwarten den Besucher schlichte weiße Wände. Schlanke weiße Säulen erstrecken sich bis zur blauen Decke, die die Weite des Himmels versinnbildlicht. Komplementär zum kühlen Blau strahlen die Gelbtöne der hohen, schmalen Fenster und spenden ein honiggelbes bis bernsteinfarbenes Licht. Die kunstvollen ornamentalen Darstellungen stammen vom international hochgeschätzten Glaskünstler Professor Ludwig Schaffrath. Nach historischen Vorbildern tragen sie Flechtwerke, die Symbole der Ewigkeit. Die Basismotive stammen aus Zisterzienserklöstern in Europa. Die Altarplatte aus Blaubank-Muschelkalk mit dem Opferlamm im Relief schuf der Bildhauer Toni Zens im Jahre 1967. Von ihm stammt auch das Altarkreuz mit der asketischen Gestalt auf der Vorderseite und großen Bergkristallen auf der Rückseite, die die Wundmale Jesu darstellen. Der Taufstein aus Blaubank-Muschelkalk mit einem Bronzerelief, das Johannes den Täufer zeigt, und der mit Halbedelsteinen besetzte Osterleuchter sind ebenfalls Werke von Toni Zens. Stolz ist die Gemeinde auf die wertvolle Orgel aus dem Hause Rudolf von Beckerath. Sie verfügt über zwei Manuale, eine Pedalklaviatur, 26 Register, ein dynamisches Schwellwerk und 1.801 Pfeifen aus Blei, Zinn und Holz.

Kirchenpatron: Heiliger Bernard von Clairvaux

Ein 1,7 Meter hohes, leicht vergoldetes Holzrelief zeigt den Heiligen Bernard von Clairvaux. Der um 1090 geborene mystische Theologe gründete den Zisterzienserorden, dem es auf die Rückbesinnung und schlichtere Lebensführung ankam. Noch zu Bernards Lebzeiten, also bis 1153, breitete sich der Orden in 69 Klostergründungen aus. Ein unbekannter Künstler schuf das Holzrelief um 1600 in Italien. Der Ordensgeistliche darauf trägt Mönchskutte, Kapuze, Buch und Kreuz. Zu seinen Füßen zeugen die Bischofsmitra und die Bischofskrümme davon, dass Bernard mehrmals die Bischofswürde angeboten wurde. Er lehnte sie jedoch immer wieder ab.

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Backsteinbau aus der Nachkriegszeit
Die katholische St. Bernard-Kirche im Hamburger Nordosten ist ein schlichtes Gebäude, dessen heller Innenraum aber durch schöne Buntglasfenster besticht. Neben wenigen alten Kunstgegenständen beherbergt St. Bernard moderne Kirchenkunst und eine wertvolle Orgel.
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