Kirche St. Johannis Harvestehude Evangelisch-lutherische Kulturkirche

Die evangelisch-lutherische St. Johannis-Kirche ist eines der besterhaltenen und eindrucksvollsten Hamburger Denkmäler der Jahrhundertwende. Die neogotische Schönheit hat einen hervorragenden Ruf als "Kulturkirche".

1 / 1

Informationen zu der St. Johannis Kirche in Havestehude

Adresse
Heimhuder Straße 92, 20148 Hamburg
Telefon
040 44 42 35
E-Mail
info@st-johannis-hh.de
Homepage
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Johannis-Harvestehude
Öffnungszeiten
Donnerstag 10 bis 14 Uhr
Sonntag 10 bis 16 Uhr
Gottesdienste
Terminkalender
Veranstaltungen
Terminkalender


Button Tickets Standard

Kulturelle Veranstaltungen

Seit Jahrzehnten festigt St. Johannis seinen Ruf als Hamburger Kulturkirche. Es gibt Galerie-Gottesdienste, in denen moderne und traditionelle Kunst ausgestellt und in Themen-Gottesdiensten beleuchtet wird. Seit 1992 werden in Literatur-Gottesdiensten Bücher besprochen, um dadurch einen neuen Zugang zu biblischen Geschichten zu finden.

Vor allem die Kirchenmusik lockt viele Besucher nach St. Johannis. Große Konzerte der unterschiedlichen Chöre präsentieren eine vielfältige musikalische Palette. Am letzten Sonntag im Monat findet "Orgelmusik zur Abendzeit" statt, außerdem Konzerte der Reihe "Modulations". Die "Musik zur Marktzeit" erfreut Zuhörer jeden Donnerstag um 12 Uhr.

Die wundervollen Glasfenster erzählen Geschichten

Bis heute haben die wunderschönen Glasfenster, die Hamburger Familien zur Errichtung der Kirche stifteten, nichts von ihrem Glanz und ihrer Faszination eingebüßt. Die in einer Innsbrucker Werkstatt gefertigten Fenster zeigen einen zusammenhängenden Zyklus aus biblischen Geschichten, beginnend links neben dem Haupteingang.

Die Motive gen Norden stammen aus dem Alten Testament und erscheinen dunkler als die Fenster der Südseite mit den Motiven aus dem Neuen Testament. Jeweils zwei Fenster korrespondieren miteinander, zum Beispiel Adam und Eva am Schöpfungsbeginn mit der Offenbarung des Johannes oder Mose und Aaron mit der Bekehrung des Paulus. Der Blick eines jeden Besuchers fällt beim Eintreten aber zuerst auf das Motiv des auferstandenen Christus.

Gleich drei Mal ist Christus auch auf dem Altar zu sehen. Aus dem Jahr 1882 stammt der Hochaltar, geschaffen vom Hamburger Bildhauer Fritz Neuber. Er ist aus Eichenholz geschnitzt und komplett vergoldet. Seine drei Geschosse zeigen das Heilige Abendmahl, darüber die Kreuzigungsszene und im krönenden Giebel die Auferstehung Christi.

St. Johannis – ein nahezu vollkommenes neugotisches Gesamtkonzept

Die von Architekt Wilhelm Hauers gefertigte St. Johannis-Kirche entstand im damals bevorzugten neugotischen Kirchenbaustil. Heutzutage nimmt dieser Bau eine herausragende Stellung in Deutschland ein, denn die Geschlossenheit seiner Konzeption macht ihn zu einer nahezu vollkommenen Komposition neugotischen Kunstempfindens.

Architektur und künstlerische Ausstattung sind fast vollständig im Original erhalten. Glücklicherweise überstand St. Johannis den Zweiten Weltkrieg unbeschadet. Zahlreiche Details, wie beispielsweise Lesepulte, Orgelprospekt und Deckengemälde, unterstreichen die neugotische Architektur.

Durch die Vierung vor der Kanzel bildet das Hauptschiff einen fast quadratischen Predigtraum. Die Sitzbänke stehen darin quer, mit Blick auf die Kanzel. Als ein eigenes Gestaltungselement agiert der kunstvolle Terrazzoboden im Altarraum.

Grundsteinlegung am Himmelfahrtstag

Nach dem großen Hamburger Brand im Jahre 1842 zog es immer mehr Menschen vor die Tore der Stadt. Zwischen Alster und Rothenbaumchaussee siedelten sich wohlhabende Hamburger Kaufmannsfamilien an. Bald kam der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus auf.

Obwohl einige Damen und Herren der gehobenen Gesellschaft das Projekt tatkräftig unterstützten und Spenden sammelten, wurde es erst ab 1879 umgesetzt, als der Kirchenrat die Bildung einer neuen Kirchengemeinde "Harvestehude" beschloss. 

In der Nähe von St. Johannis befinden sich die Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern und das Heinrich-Hertz-Denkmal im Eichenpark. Das NDR Landesfunkhaus kann innerhalb weniger Gehminuten erreicht werden, ebenso der Kaufmann-Bunker

Eines der Zentren des Kirchenmusiklebens in Hamburg

Die Orgel stammt aus 1882 und war nach dem Zweiten Weltkrieg die einzige in Hamburg erhaltene spielbare Konzert-Kirchenorgel. Ursprünglich ein zweimanualiges Werk mit 27 klingenden Stimmen, wurde das Instrument mehrfach erweitert und dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend angepasst.

Jeden letzten Sonntag im Monat um 19 Uhr lädt Christopher Bender zur "Orgelmusik zur Abendzeit" mit vielen musikalischen Gästen und abwechslungsreichem Programm. In Kooperation mit dem "International College of Music" erklingt jeden Donnerstag um 12 Uhr die halbstündige "Musik zur Marktzeit". Auf dem Programm stehen außerdem Konzerte mit dem Chor St. Johannis, dem Harvestehuder Kammerchor, den St. John's Gospel Voices und Konzerte mit eigener Musik in der Reihe "Modulations".

Auch Gäste wie der NDR, das Schleswig-Holstein Festival, Karsten Jahnke und weitere Kulturveranstalter nutzen häufig die Kirche aufgrund ihrer besonderen Atmosphäre und ihrer ausgezeichneten Akustik für ihre Konzerte. Zudem werden in der Kirche in wechselnden Ausstellungen Werke zeitgenössischer Künstler gezeigt.

Autor:

Evangelisch-lutherische Kulturkirche
Die evangelisch-lutherische St. Johannis-Kirche ist eines der besterhaltenen und eindrucksvollsten Hamburger Denkmäler der Jahrhundertwende. Die neogotische Schönheit hat einen hervorragenden Ruf als "Kulturkirche".
20171017 17:50:09