St. Marien Bergedorf Katholische Hallenkirche

Die moderne St. Marien-Kirche vermittelt das Gefühl von Befreiung und Weite. Durch bauliche Maßnahmen und ihre künstlerische Ausgestaltung lenkt sie den Blick des Besuchers klar zu ihrem Mittelpunkt, dem Altar.

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Katholische Kirche St. Marien in Bergedorf

Adresse
Reinbeker Weg 8, 21029 Hamburg
Telefon
040 721 60 00
E-Mail
kirchengemeinde@st-marien-bergedorf.de
Homepage
Katholische Kirchengemeinde St. Marien Bergedorf

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag ganztägig geöffnet
Gottesdienst sonntags 11 Uhr
Öffentliche Verkehrsmittel
Buslinien 235, 8810 Haltestelle Rathaus Bergedorf, Buslinie 135 Haltestelle Augustastraße
Parkplätze
direkt bei der Kirche und in den umliegenden Straßen: Reinbeker Weg, Sichter, Bult

Grundsteinlegung 1966

Am 29. August 1966, kurz nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wurde der Grundstein für eine moderne Kirche in Bergedorf gelegt. Die jahrelange Planungsarbeit durch den Hamburger Verbandsvorstand, den Bergedorfer Kirchenvorstand und den Hamburger Architekten Cornelius Karg sah vor, dass eine zeitgemäße, den heutigen liturgischen Grundforderungen entsprechende Kirche entstehen sollte.

St. Marien – eine moderne Hallenkirche

Da das Baugrundstück einen fünfeckigen Grundriss hatte, passte man sich beim Kirchenbau den örtlichen Gegebenheiten an und wählte auch für das Gebäude die Form eines regelmäßigen Fünfecks. Dadurch bedingt versammelt sich die Gemeinde in einem Halbkreis um den Altar herum. Das entspricht der Forderung des Konzils, die Gläubigen möglichst nah um den Altar zu scharen.

Die anliegenden Straßen Bult und Sichter wiesen einen Höhenunterschied von etwa drei Metern auf. Auch dem machte man sich geschickt zunutze, indem ein Kirchenunterbau für Werktagsgottesdienste und Nebenräume zum privaten, persönlichen Beten entstanden.

Die Kirchweihe fand am 4. Juni 1967 statt, dabei erhielt die neue Kirche denselben Namen wie einst die erste katholische Kirche Bergedorfs im Jahr 1883. Die Kirche befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bergedorfer Schloss und zum Rathaus. Ebenfalls im Ort können eine Mühle und eine Sternwarte angesteuert werden. Zu der Gemeinde St. Marien gehört im Übrigen auch die Edith-Stein-Kirche in Neuallermöhe.

Städtebauliche Dominante: der „Katholische Berg“ in Bergedorf

Vom Stadtkern, vom Schloss und Schlossgarten kommend, springt dem Besucher sofort der 30 Meter hohe Kirchturm ins Auge. Die Kirche selbst ist 15 Meter hoch, was mit dem 7,5 Meter hohen Gemeindehaus eine harmonische Gesamtkomposition bildet.

Eine großzügige Spende eines Gemeindemitgliedes ermöglichte die Anschaffung von fünf großen Glocken für den Turm der St. Marien-Kirche. Die Glocken (C' – D' – E' – G' – A') läuten das sogenannte erweiterte Salve-Regina-Motiv. Sie sind dem Guten Hirten, dem Heiligen Heinrich, dem Heiligen Ansgar, dem Heiligen Schutzengel und Maria, der Mutter der Immerwährenden Hilfe, geweiht.

Ein kleiner Rundgang um und in der Kirche St. Marien

Die tragende Struktur des Gotteshauses besteht aus Beton, das Mauerwerk ist in holländischen Verblendziegeln ausgeführt. Die St. Marien Kirche steht zudem unter Denkmalschutz. Am Eingang zur Kirche thront an der Wand eine in Beton gegossene Madonna mit Kind und weist auf die Schutzpatronin Maria hin. Unter der Madonna sind Wellen angedeutet. Sie zeugen zum einen von der Nähe des Hafens und der Elbe, symbolisieren zum anderen die stürmischen Wogen des Lebens, aber auch das Wasser der Taufe.

Die Vorhalle fasziniert durch ein betont farbiges Mosaik der Glaskünstlerin Tatjana Ahlers-Hestermann. Es stellt das Sechstagewerk der Schöpfung dar.

Der Architekt plante für die St. Marien-Kirche eine Betonung des Altars durch starken Lichteinfall von oben. Der Altar und der Tabernakelunterbau sind aus einem besonders schönen grünschwarzen italienischen Marmor hergestellt. Zusätzlich betont wird der Altar durch eine Stele aus einem aus Italien stammenden Naturstein. Sie ist ein Werk von Helmut Dankert und umfasst ein Bronze-Kruzifix.

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Katholische Hallenkirche
Die moderne St. Marien-Kirche vermittelt das Gefühl von Befreiung und Weite. Durch bauliche Maßnahmen und ihre künstlerische Ausgestaltung lenkt sie den Blick des Besuchers klar zu ihrem Mittelpunkt, dem Altar.
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