Osterkirche Bramfeld Evangelisch-lutherische Gemeinde

Die evangelisch-lutherische Osterkirche in Hamburg-Bramfeld ist eine noch junge Kirche. In 1914 wurde sie geweiht und stellt eine Übertragung der norddeutschen Barockarchitektur ins 20. Jahrhundert dar.

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Osterkirche Hamburg-Bramfeld

Adresse
Bramfelder Chaussee 202, 22177 Hamburg
Telefon
+49 40 6413228
E-Mail
buero@osterkirche-bramfeld.de
Homepage
Evangelisch-Lutherische Oster-Kirchengemeinde Bramfeld
Öffnungszeiten
Montag bis Samstag (ausgenommen an Feiertagen) 14 bis 17 Uhr, Gottesdienst: sonntags 11 Uhr
Öffentliche Verkehrsmittel
Buslinien 8, 26, 37, 118, 173, 277, 617 Haltestelle Steilshooper Allee
Parkplätze
APCOA Parkhaus Marktplatz-Galerie, Herthastraße 3

Barock und Klassizismus

Nachdem die Bramfelder jahrhundertelang wöchentlich den weiten Weg in die Kirche nach Bergstedt zurückgelegt hatten, wurde um 1906 ein Kirchenbau direkt an der Bramfelder Chaussee in der Nähe der markanten Kreuzung mit der Steilshooper Allee beschlossen.

Im Sommer 1913 fand die Grundsteinlegung statt. Nach Plänen des Architekten Wilhelm Voigt entstand daraufhin in nur neun Monaten die Evangelisch-Lutherische Kirche zu Bramfeld. Sie ist ein Oktogon – sie hat einen Grundriss in Form eines regelmäßigen Achtecks. Ihr Baustil lässt barocke und klassizistische Elemente verschmelzen.

Osterkirche Bramfeld – Namensgebung erst nach 24 Jahren

Bei der Kirchweihe am 29. März 1914 erhielt das Gotteshaus den Namen „Evangelische Kirche zu Bramfeld". Er änderte sich erst an Ostern 1938. Zu diesem Fest erhielt der 32 Meter hohe Kirchturm seine dritte und größte Glocke. Auf Vorschlag des damaligen Pastors wurde die Kirche anlässlich der Glockenweihe in "Osterkirche" umbenannt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die besagte große Glocke jedoch zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. 

Die ursprüngliche Orgel der Osterkirche Bramfeld thronte über einem typischen protestantischen Kanzelaltar. Da sie nach dem Zweiten Weltkrieg allerdings unbespielbar wurde, ersetzte man sie 1961 durch ein neues Instrument. Es stammt von der Firma Orgelbau Führer. Diese Orgel besitzt 25 Register auf zwei Manualen und ein Pedal. In 1991 wurde sie umgebaut, erhielt ein neues Äußeres und befindet sich über dem Haupteingang, gegenüber dem Altar.

Wechselhafter Innenraum in der Osterkirche

Zur Kirchweihe im Jahr 1914 präsentierte sich die Osterkirche mit einer Mischung aus barocken und klassizistischen Stilelementen und mit Buntglasfenstern. Letztere wurden im Sommer 1943 bei Bombenangriffen zerstört und später durch klare Gläser ersetzt. 

Von 1963 bis 1964 gestaltete der Architekt Gerhard Langmaack den Innenraum der Osterkirche komplett um. Seine moderne Raumaufteilung schuf eine neue Lösung für die Zugänge zur Kirche, erhöhte den Altarraum und hob ihn durch eine kühle Farbgebung und die Materialwahl, massiven Sandstein, deutlicher hervor. 

Aber zur Umgestaltung gab es kontroverse Meinungen. Es folgten jahrelange Diskussionen. Schließlich wurden bei einer weiteren Renovierung 1991 die langmaackischen Eingriffe teilweise zurückgenommen. Der Architekt Bertram Steingräber integrierte wieder verstärkt die ursprüngliche Konzeption.

Heute begrüßt die Osterkirche Bramfeld ihre Besucher mit einem hellen Innenraum, der in sich geschlossen und stimmig wirkt. Das Zusammenspiel der Farben Gold und Weiß ist festlich und einladend. Das alte Taufbecken von 1914 steht wieder im Altarraum, ist aber beweglich, wie auch der Altar und das Pult. So können diese Gegenstände nach Bedarf angeordnet werden. Manches erinnert noch an die Ausgestaltung der Kirche nach ihrer ersten Renovierung, beispielsweise die Pietà im Vorraum, die trauernde Maria. Sie stammt von dem Bildhauer Fritz Fleer.

Ausgezeichnetes Gemeindezentrum

Das Gemeindezentrum der Osterkirche wurde 2013 als "Bauwerk des Jahres" ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis durch den Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V., der stets die im Vorjahr fertiggestellten Gebäude ehrt. In der Lobrede fand das Zusammenspiel von alter und neuer Bausubstanz sowie die Außengestaltung des Gemeindezentrums besondere Erwähnung.  

Im umliegenden Areal können der Ohlsdorfer Parkfriedhof und die Denkmäler des Mathias Claudius besucht werden. 

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Evangelisch-lutherische Gemeinde
Die evangelisch-lutherische Osterkirche in Hamburg-Bramfeld ist eine noch junge Kirche. In 1914 wurde sie geweiht und stellt eine Übertragung der norddeutschen Barockarchitektur ins 20. Jahrhundert dar.
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