Boberger Dünen Erstaunliche Sandlandschaft

Im Naturschutzgebiet Boberger Niederung befinden sich Hamburgs letzte Wanderdünen. Die Boberger Dünen sind ein Überbleibsel der Eiszeit, das unter anderem seltene Tierarten beherbergt und ein beliebtes Ausflugsziel für Hamburger Familien und Naturliebhaber darstellt.

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Informationen zu den Wanderdünen im Naturschutzgebiet Boberger Niederung

Adresse
Boberger Furt 50, 21033 Hamburg
Telefon
040 73931266
E-Mail
boberg@loki-schmidt-stiftung.de
Homepage
Infohaus Boberger Niederung
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 9 - 13 Uhr
Sonn- und Feiertag 11 - 17 Uhr
Termine
Führungen und Veranstaltungen
PDF-Dateien zum Download
Dünenweg | Moorweg | Terrassenweg | Wiesenweg | NaturEntdecker


Naturschutzgebiet Boberger Niederung

Seit 1991 ist die Boberger Niederung im Südosten von Hamburg Naturschutzgebiet, doch mit rund 7.000 Jahren ist das Gebiet an sich schon sehr viel älter. Das Gesamtausmaß beträgt etwa fünf Kilometer in der Länge und eineinhalb Kilometer in der Breite. Auf dem zirka 350 Hektar großen Areal bilden Geesthang, Moorgebiet, große Dünen, Heidelandschaft, Marschland eine unverwechselbare Landschaft und eine der artenreichsten Grünflächen der Hansestadt. Neben einem Badesee, der an warmen Nachmittagen gerne und häufig genutzt wird, gehören auch ein Segelflugplatz und eine Rodelbahn zum Gebiet. Im Jahr 1968 wurden die Boberger Düne und das Achtermoor zu Naturdenkmälern ernannt.   

Flora und Fauna der Boberger Dünen

Vor einigen Jahrhunderten erstreckte sich eine Dünenlandschaft vom Berliner Tor bis nach Bergedorf. Sie war durch regelmäßige Winde am Nordufer des früheren Elburstromtals im Übergangsbereich von Marsch zu Geest entstanden. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Dünen dann abgetragen und für Bauzwecke und Geländebegradigungen genutzt. Was davon übrig geblieben ist, sind die heutigen Wanderdünen. Sie zeichnen sich durch ihre kontinuierliche Bewegung aus, die rund zehn Zentimeter im Jahr beträgt. Um ihre Entsandung zu bremsen und die Dünen zu befestigen wurde Strandhafer angepflanzt. 

So unterschiedlich sich die Landschaft des Naturschutzgebiets zeigt, so vielschichtig ist auch die Tierwelt. Zu den Besonderheiten des Gebietes zählen Vogelarten wie die Heidelerche und der Wachtelkönig sowie seltene Heuschrecken wie der Warzenbeißer und die Blauflügelige Ödlandschrecke. In dem Gebiet finden zudem Pflanzen und Tiere einen Unterschlupf, die längst auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen. 

Doch das Naturschutzgebiet hat auch "Feinde" – beispielsweise der dominante "Japanische Staudenknöterrich". Dieser entwickelt in der Erde, in mehreren Schichten übereinander, horizontale Rhizome und wuchert an der Oberfläche alles zu. Dadurch nimmt er den übrigen und meist schutzbedürftigen Pflanzen den Lebensraum. Um dem entgegen zu wirken, lässt der Schäfer seine Schaf- und Ziegenherde in regelmäßigen Abständen in bestimmten Bereichen weiden. 

Rundgänge und Naturschutz-Infohaus

Das Boberger Dünenhaus befindet sich an der Boberger Furt und informiert Jung und Alt gleichermaßen über alles Wissenswerte rund um das Areal. Das Haus gehört zur Loki Schmidt Stiftung. Das Naturschutzgebiet kann von dort aus auch selbst auf vier gut ausgeschilderten Wegen erkundet werden: Dünenweg, Moorweg, Terrassenweg und Wiesenweg. Diese sind jeweils mit einem Symbol gekennzeichnet, zwischen drei und fünf Kilometern lang und führen durch die einzelnen Landschaftsformationen. Faltblätter zu den Rundgängen und zu weiteren Themen sind gegen eine Spende im Infohaus erhältlich oder können (an oberer Stelle) als PDF heruntergeladen werden. Wer sich lieber auf Profis verlässt, kann an einer Gebietsführung durch einen Loki Schmidt Naturführer teilnehmen.  

Mit den NaturForschern und NaturEntdeckern wurden spezielle Programme für Kitas und Schulen ins Leben gerufen. Die Kinder können dann unter anderem im "größten Sandkasten der Stadt" spielen und lernen die Natur auf spielerische Weise kennen. Zudem gibt es Naturgruppen für jedes Alter und es werden Geburtstage für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren angeboten.  

Anreise zum Naturschutz-Infohaus

Das Naturschutzgebiet Boberger Niederung liegt im Hamburger Bezirk Bergedorf zwischen der Bergedorfer Straße und dem Billwerder Billdeich. Das Naturschutz-Infohaus kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden: Zum einen mit der S 21 bis Mittlerer Landweg, von dort mit dem Bus 221 bis Boberger Furtweg, dann zwei Minuten zu Fuß. Zum anderen mit dem Metrobus 12 bis Schulredder, von dort 15 Minuten zu Fuß (über den Schulredder bis Boberger Furt). Bei der Anreise mit dem Auto muss die B5 in Lohbrügge verlassen und den Straßen Am Langberg, Schulredder und Boberger Furt gefolgt werden.

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Erstaunliche Sandlandschaft
Im Naturschutzgebiet Boberger Niederung befinden sich Hamburgs letzte Wanderdünen. Die Boberger Dünen sind ein Überbleibsel der Eiszeit, das unter anderem seltene Tierarten beherbergt und ein beliebtes Ausflugsziel für Hamburger Familien und Naturliebhaber darstellt.
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