Holzhafen Hamburg Zwischen Kristall und Fischbrötchen

In unmittelbarer Nähe des Altonaer Cruise Centers und des Fischmarkts befindet sich der von 1722 bis 1724 erbaute Holzhafen. Moderne Wohnungen, exklusive Büroflächen und ein vielseitiges gastronomisches Angebot sind das Aushängeschild der ältesten erhaltenen, künstlichen Hafenanlage Hamburgs.

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Sehenswürdgikeiten in Hamburg Holzhafen

Adresse
Große Elbstraße, 22767 Hamburg
Homepage
Holzhafen

Holzhafen: ein Geheimtipp

Der Hamburger Holzhafen zwischen dem Cruise Center Altona und dem St. Pauli Fischmarkt kann als ruhiges Pendant zu den touristisch geprägten Landungsbrücken gesehen werden. Besonders bei großen Veranstaltungen am Hamburger Hafen wie den Cruise Days oder dem Hafengeburtstag gilt der Holzhafen als Geheimtipp, da diese Events hier abseits des Trubels erlebt werden können. In der Nähe des Holzhafens befinden sich außerdem das Dockland, das Altonaer Rathaus, der Altonaer Balkon und die Christianskirche

Neben hochpreisigen Restaurants wie Henssler&Henssler oder dem Marseille finden sich am Holzhafen traditionelle Fischrestaurants, Fischbuden, individuelle Cafés, rustikale und urige Seemannskneipen sowie verschiedene Feinkostläden. Tipp der Redaktion: Eins der leckersten Fischbrötchen am Holzhafen gibt es bei Wilhelm Goedeken und raffinierte Leckereien findet man im Café Schmidt.  

Architektur im Holzhafen

Das Bürogebäude Holzhafen Ost wurde 2003 fertiggestellt und erhielt 2002 die Auszeichnung "Bauwerk des Jahres" vom Hamburger Architektur- und Ingenieursverein. Im Jahr 2013 wurde der Bau der Immobilie Holzhafen West vollendet. Beide Bauten erinnern architektonisch an die traditionellen Hamburger Speicher.

Ein weiteres besonderes Gebäude im Holzhafen ist der Neue Hafenklang, in dessen Erdgeschoss sich das Hamburger Urgestein Hafenklang befindet. Anfang des letzten Jahrhunderts diente das Parterre des Gebäudes noch als Stall für die Zugpferde der Straßenbahn. In den Siebzigerjahren etablierte sich schließlich das berühmte Tonstudio im zweiten Stock des Gebäudes, von dem das heutige Hafenklang seinen Namen hat. Durch regelmäßige Konzerte und kulturelle Veranstaltungen ist das Hafenklang auch heute noch ein Treffpunkt der kreativen Szene in Hamburg. 

Im Holzhafen findet sich mit dem Kristall außerdem eine der exklusivsten Wohnimmobilien der Hansestadt: Das vom niederländischen Star-Architekt Kees Christiaanse entworfene Wohngebäude mit Elbblick sticht kontrastreich zwischen den Bürogebäuden Holzhafen Ost und Holzhafen West hervor.

Komplett ist das Holzhafen Quartier mit der Fertigstellung der Holzhafen Terrassen im Frühjahr 2015. Hier entstehen neben Büroflächen Einzelhandels- und Gastronomieflächen mit großzügigen, nach Süden ausgerichteten Terrassen.

Die älteste, künstliche Hafenanlage Hamburgs

Der Holzhafen wurde 1722 bis 1724 gebaut und gilt als die älteste erhaltene, künstliche Hafenanlage Hamburgs. Unmittelbar westlich lag der um die Jahrhundertwende wichtigste Fischereihafen Deutschlands: der Altonaer Fischereihafen. Vor 150 Jahren entstand um den Holzhafen herum eine Art "Altonaer Speicherstadt", zu der eine Mälzerei und eine Fischräucherei gehörte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Holzhafen verwüstet und verlassen. Er diente als Parkplatz mit Elbblick und zwischenzeitlich als Standort eines Beach-Clubs. Seine heutige moderne Ausprägung verdankt das Quartier dem örtlichen Projektentwickler Büll & Dr. Liedtke und seinen Architekten.