Waschsalon Hamburg Mein wunderbarer Waschsalon

Im Waschsalon im Viertel begegnen sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Milieus. Das kann interessant sein, muss aber nicht. Sauber wird die Wäsche auch ohne Veranstaltungsprogramm. 

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Waschsalon mit Veranstaltungsprogramm

In den Waschsalon gehen muss man manchmal. Einige gehen öfter hin als andere, z. B. weil sie nicht über eine eigene Waschmaschine verfügen oder die Waschmaschine im Gemeinschaftsraum permanent belegt ist. Andere wiederum nutzen die XXL-Waschmaschinen für ihre Bettdecken oder Teppiche. Oder sie ziehen schnell mal eben ihre Bett- oder Tischwäsche durch die Heißmangel und haben hinterher bügelglatte Wäsche ganz ohne Bügeln. Und dann gibt es noch diejenigen, die zum Fußballschauen oder zum Konzert in den Waschsalon gehen und überhaupt keine Wäsche dabei haben.

Spätestens seit dem mehrfach prämierten Kultfilm „Mein wunderbarer Waschsalon“ (My beautiful laundrette, 1985, Regie: Stephen Frears, Drehbuch: Hanif Kureishi) mit dem ganz jungen Daniel Day-Lewis und Gordon Warneke in den Hauptrollen einer sozialkritisch erzählten Geschichte einer Männerliebe im England der Thatcher-Ära, haftet dem Waschsalon des Viertels immer auch die Möglichkeit an, Schauplatz interessanter Begegnungen und bemerkenswerter Geschichten zu werden. 

Nun ist Hamburg – immer noch! – nicht London und die 80er Jahre des letzten Jahrtausend sind auch schon ein Weilchen her, aber die ähnlich klingende "Laundrette" in Hamburg-Ottensen gibt sich große Mühe, das Kultpotential des Waschsalons ausgiebig zu würdigen. Mit dem Mix aus Waschsalon, Bar und Cafe bieten die Betreiber ein Veranstaltungsprogramm von Konzert über Lesung bis zum gemeinsamen Fernsehabend auf, das den Gang zum Waschsalon zur notwendigen, aber deswegen nicht weniger vergnüglichen Unternehmung macht. Beim gemeinsamen Tatort-Schauen lässt sich die Wäsche einfach besonders entspannt im Auge behalten oder in den Trockner stecken. Sauber wird die Wäsche auch mit unterhaltsamem Rahmenprogramm. 

Einmal waschen und trocknen

Wer nicht in Ottensen wohnt oder es etwas weniger programmatisch mag, ist in einem der vielen anderen Waschsalons in der Hansestadt an der richtigen Stelle. Alle Waschsalons verfügen über eine moderne Ausstattung und unterscheiden sich nur geringfügig in ihren Dienstleistungen. Dennoch kann es sich lohnen, sich in einigen Punkten schlau zu machen, bevor man sich mit Tüten oder Korb auf den Weg zum Waschen macht. 

Informieren Sie sich

  • über die Öffnungszeiten. Manche Waschsalons haben z. B. abends länger auf als andere.
  • über Spartarife. Manche Waschsalons bieten Spartarife z. B. in den frühen Morgenstunden an. 
  • über die Preise. Die Preise für eine Waschladung unterscheiden sich kaum, die Preise für 10 Minuten Trocknen hingegen schon. 5 Minuten länger bzw. kürzer trocknen zum selben Preis ist bare Münze wert; besonders im Winter, wenn die Wäsche schlecht an der freien Luft oder in der Wohnung trocknet! 
  • über die Anzahl der Waschmaschinen und Trockner. Je mehr Maschinen, desto geringer das Risiko, dass Sie mit Ihrer Wäsche lange – wenn überhaupt! – auf eine freie Maschine warten müssen. 
  • über das Vorhandensein einer XXL-Waschmaschine. Eine XXL-Waschmaschine hat im Unterschied zu einer Haushaltswaschmaschine mit einem Fassungsvermögen von 6 kg ein Fassungsvermögen von 16 kg. Wenn Sie Schlafsäcke, Bettdecken, Kissen oder Teppiche waschen möchten, benötigen Sie eine XXL-Waschmaschine. 
  • über das Vorhandensein einer Heißmangel. Die Heißmangel ist eine tolle Maschine, um Tisch- und Bettwäsche schnell und ohne viel Zutun glatt bügeln zu lassen.  
  • über die Möglichkeit, sich bei gewerblicher Wäsche eine Quittung ausstellen zu lassen. Einige Waschsalons bieten diesen Service an.

Waschmittel und Waschnüsse

Waschmittel und Weichspüler können Sie in allen Hamburger Waschsalons kaufen. Wesentlich günstiger ist es, Produkte von Zuhause mitzubringen. Sollten Sie ökologisch verträgliche Waschmittel oder allergikerfreundliche Mittel benutzen oder einfach einen Lieblingswäscheduft haben, bringen Sie das Waschmittel auf jeden Fall von Zuhause mit.

Genügend Kleingeld zur Hand zu haben, um problemlos am Kassenautomaten bezahlen zu können, erleichtert den Einstieg in die Unternehmung „Waschsalon“ ungemein. Die meisten Kassenautomaten nehmen Münzen und 5-Euro- bzw. 10-Euro-Scheine an. Bezahlen tun Sie, nachdem Sie die Waschmaschine befüllt, die Tür geschlossen, Waschmittel eingefüllt und das Waschprogramm eingestellt haben. Um die Waschmaschine „freizuschalten“ geben Sie  – wie beim Süßigkeitenautomaten! – nun einfach die Nummer der Waschmaschine ein und brauchen nur noch die Start-Taste zu drücken. Los geht's! 

Mit ein wenig Proviant und einem guten Buch oder einer Zeitschrift können Sie die freie Zeit jetzt so richtig genießen. Oder vielleicht tragen sich in Ihrem Waschsalon gerade heute, wenn Sie da sind, interessante Begegnungen und bemerkenswerte Geschichten zu und Sie sind mittendrin?

Tipp: Verlieren Sie im Trubel der möglichen Ereignisse nicht die richtigen Waschprogramme für Ihre Wäsche aus den Augen! 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihren Abenteuern!



 

Mein wunderbarer Waschsalon
Im Waschsalon im Viertel begegnen sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Milieus. Das kann interessant sein, muss aber nicht. Sauber wird die Wäsche auch ohne Veranstaltungsprogramm. 
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20171106 13:16:49