Senatskanzlei

Große Eröffnungsfeier

Ein "Central Park" für die größte bewohnte Flussinsel Europas

Bundespräsident Joachim Gauck hat im Beisein von Hamburgs Erstem  Bürgermeister Olaf Scholz in Hamburg Wilhelmsburg die internationale Gartenschau (igs) eröffnet. "Die Internationale Gartenschau ist weit mehr als ein Mega-Event, zu dem wir zweieinhalb Millionen Gäste in Hamburg erwarten. Vieles davon wird dauerhaft bleiben – auch als Anregung und Inspiration für private wie professionelle Landschaftsgestalter, für Gartenfreunde und Stadtplaner", sagte Scholz.

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Scholz betonte, es sei kein Zufall, dass die igs gerade in Wilhelmsburg stattfinde.  "Die Weiterentwicklung der Elbinseln ist ein zentrales Anliegen dieses Senats. Ziel sind stadtplanerische Impulse von außen in Verbindung mit einer intensiv diskutierten Entwicklung von innen." Die vor Kurzem eröffnete Internationale Bauausstellung (IBA) und die Internationale Gartenschau seien dabei "entscheidende Schritte". 

Der Bundespräsident, Schirmherr der Gartenschau, zeigte sich beeindruckt von der Standortwahl des Parks: "Hamburg wäre nicht Hamburg, wenn es sich nicht neue Ziele setzen würde und sich neuen Herausforderungen stellen würde. So hat es mich sehr bewegt, dass Sie aus dem urbanen Bereich, aus dem Glamourbereich, herausgegangen sind mit einem neuen Projekt und hier dieses stolze Motto 'In 80 Gärten um die Welt' entwickelt haben."
Bürgermeister Olaf Scholz erklärte, dass im Zuge der Gartenschau 100 Hektar in einen vielfältig nutzbaren grünen Lebensraum umgewandelt würden: "Der Stadtteil bekommt eine grüne Mitte und damit auch einen Ort, der alle zusammenbringt – interkulturell und international. Wilhelmsburg ist die größte bewohnte Flussinsel Europas – durchaus vergleichbar mit der New Yorker Flussinsel Manhattan. Und so wie Manhattan einen Central Park besitzt, hat auch Wilhelmsburg ab sofort seinen Central Park".

Die "Flussinsel-Gartenschau 2013", die erste Gartenschau in Hamburg seit 40 Jahren, setze Maßstäbe in der Stadtentwicklung. Die Investitionen von rund 70 Millionen Euro, davon etwa 35 Millionen Euro für landschaftsgärtnerische Maßnahmen, "werden das Gesicht Hamburgs verändern und unsere Stadt noch ein wenig lebens- und liebenswerter machen", betonte der Bürgermeister. 

Am Nachmittag besuchte der Bundespräsident das Rathaus der Stadt Hamburg. Hier traf er sich mit Bürgermeister Olaf Scholz und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Zuvor hatte der Bundespräsident die Seemannsmission Hamburg-Altona besucht. Hier sprach Gauck mit Seefahrern und Mitarbeitern. Zu dem Gespräch bei Kaffee und Kuchen waren rund 30 Gäste eingeladen.

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