Chronologie der Städtepartnerschaft
Gemeinsamkeiten als Grundlage
Verschiedene Hamburger Akteure, unter anderem aus der Medienbranche und Wissenschaft, knüpften bereits Anfang der 1980er Jahre engere Kontakte mit der Hafenstadt Shanghai. Die Städtepartnerschaftserklärung zwischen Hamburg und Shanghai wurde schließlich am 29. Mai 1986 vom damaligen Ersten Bürgermeister Hamburgs, Klaus von Dohnanyi, sowie dem damaligen Oberbürgermeister Shanghais (und späteren Staatspräsidenten der Volksrepublik China), Jiang Zemin, unterzeichnet. Darin kamen die beiden Städte überein, ihre traditionelle Freundschaft zu pflegen, die Zusammenarbeit zu intensivieren und auf viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu erweitern. In der Unterzeichnungszeremonie wurde auf die Gemeinsamkeiten Hamburgs und Shanghais aufmerksam gemacht, die von Anfang an und bis heute von ausschlaggebender Bedeutung sind: Beides sind Hafenstädte, können den Titel „Tor zur Welt“ für sich in Anspruch nehmen, sind Handels- und Medienzentren und schließlich verwaltungspolitisch provinzfreie Stadt bzw. Stadtstaat. Seitdem werden alle zwei Jahre die städtepartnerschaftlichen Aktivitäten in einem Memorandum festgehalten.
Austauschprogramme als Motor der Partnerschaft
Die Städtepartnerschaft entwickelte sich von Beginn an äußerst positiv und dynamisch. Schon im Mai 1987 reiste eine Schülergruppe aus Hamburger Schulen nach Shanghai, während Shanghaier Schüler im Gegenzug Hamburg besuchten - der erste Schüleraustausch, den China mit einem anderen Land einging. Bis heute sind die Austauschprogramme im Bildungssektor eine wichtige Säule der städtepartnerschaftlichen Beziehungen – und Grundlage für viele Freundschaften zwischen Bürgerinnen und Bürgern der beiden Partnerstädte.
Politische Verstimmungen
Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 fror Hamburg seine städtepartnerschaftlichen Beziehungen zu Shanghai ein und brachte damit seine Verurteilung dieses Vorgehens zum Ausdruck. Es dauerte einige Zeit, bis sich die Beziehungen wieder normalisierten, nur allmählich kam der partnerschaftliche Austausch wieder in Gang.
Neue Annäherung
Erst 1992 - mit einer Hamburger Delegationsreise nach Shanghai und der erneuten Unterzeichnung eines Memorandums - wurden die Beziehungen wieder enger und sollten in den Folgejahren vor allem im wirtschaftlichen Bereich erweitert und intensiviert werden. 1995 fanden erstmals die China-Wochen in Hamburg statt, in denen ein breites Portfolio an kulturellen Veranstaltungen und Wirtschaftsforen den Hamburgern das ferne China nahe brachte. Im selben Jahr wurde auch der Grundstein für ein Management-Trainee-Programm gelegt, ein Austauschprogramm, das bis heute unter dem Namen Young Talent Training (YTT) fortgeführt wird.
Anlässliche des 10. Jubiläums 1996 reiste der Hamburger Bürgermeister nach Shanghai und präsentierte dort Hamburg als Wirtschaftsstandort mit der Technologie-Ausstellung "Hamburg TEC 1996".
2006: 20 Jahre Städtepartnerschaft
Das Jubiläum zur 20jährigen Städtepartnerschaft wurde 2006 in großem Rahmen begangen. Ob eine Hamburger Delegationsreise unter Finanzsenator Peiner nach Shanghai, die Einweihung der Shanghai Allee in der Hafencity oder CHINA TIME, der Höhepunkt des Festjahres - Hamburg und seine Partnerstadt boten ein umfassendes Festprogramm, das die enge Partnerschaft würdigte. Mit der Unterzeichnung des Memorandums für die Jahre 2007 und 2008 wurden erneut Kooperationen in den verschiedensten Bereichen vereinbart.
Publikationen zur Städtepartnerschaft
Zwei Publikationen - "HamburgShanghai. Ein gemeinsames Buch zur Partnerschaft" und "Shanghai. Hamburgs Partnerstadt in China" - befassen sich speziell mit der Städtepartnerschaft Hamburg - Shanghai und geben gleichzeitig Hintergrundinformationen zur Stadt Shanghai. Mehr...

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