So bloggt Hamburg Fototour durch die Speicherstadt

Daniel Peters nimmt euch in seinem ersten Blogbeitrag für "So bloggt Hamburg" mit durch die Speicherstadt und zeigt euch die Orte, von denen aus sich die Speicherstadt am besten ablichten lässt.

Fototour Speicherstadt

Fototour durch die Speicherstadt

Auch bevor Hamburgs Speicherstadt 2015 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde, war sie schon eine der größten Touristenattraktionen der Hansestadt. Dort gibt es Speicherhäuser aus dem 19. Jahrhundert, die rund um Kanäle, sogenannte Fleete, gebaut sind. Die direkt angrenzende HafenCity bildet einen tollen Kontrast zu den historischen Gebäuden.

Nicht nur bei Touristen ist die Speicherstadt beliebt, sondern auch bei Fotografen. Bei Einbruch der Dämmerung bevölkern viele mit einem Dreibein (Stativ) ausgestattete Personen die zahlreichen Fotospots, die es in der Speicherstadt gibt. Der Grund für die Abendstunden ist einfach: Seit einigen Jahren werden die Fleete, Brücken und Speicher abends beleuchtet, sodass sich großartige Fotomotive ergeben.

Fototour beginnen

Die Fototasche ist gepackt. Damit auch bei wenig Licht noch verwacklungsfreie Bilder gemacht werden können, ist das Stativ natürlich mit dabei. Das Fahrtziel ist die U-Bahn-Haltestelle Baumwall. Von dort aus geht es zu Fuß weiter. Die gesamte Tour wird ca. 2,5 Stunden dauern.

Binnenhafen

Im Binnenhafen liegt der erste Fotospot der Tour durch die Speicherstadt. Dort haben einige Barkassen ihren Liegeplatz. Außerdem gibt es eine Fußgängerbrücke mit einer Aussichtsplattform, auf der man eine erhöhte Sicht auf den Binnenhafen, die Schaartorschleuse zur Alster, den Michel und Teile von Hamburgs Innenstadt hat.

Fototour Speicherstadt
(Bild: Daniel Peters – Hamburger Fotospots – www.hamburger-fotospots.de)

Kehrwiedersteg

Geht man von der Aussichtsplattform auf der Fußgängerbrücke weiter in südlicher Richtung, gelangt man nach etwa einer Minute an den Kehrwiedersteg, welcher über den Kehrwiederfleet verläuft. Der Blick in Richtung Hafen zeigt eine typische Ansicht der Speicherstadt mit der Wache der Wasserschutzpolizei im Hintergrund. An den Geländern des Kehrwiederstegs hängen zahlreiche Liebesschlösser.

Fototour Speicherstadt
(Bild: Daniel Peters – Hamburger Fotospots – www.hamburger-fotospots.de)

Brooksbrücke

Nach ein paar Gehminuten erreicht man die abends beleuchtete Brooksbrücke. Sie führt über den Zollkanal und trägt auf Ihren Pfeilern die Skulpturen "Barbarossa", "St. Ansgar", "Hammonia" und "Europa".

Fototour Speicherstadt
(Bild: Daniel Peters – Hamburger Fotospots – www.hamburger-fotospots.de)

Innenhof

Kaum jemand kennt den öffentlich zugänglichen Innenhof, der sich mitten in der Speicherstadt befindet. Wenn man diesen Fotospot besucht, sollte man sich kurz auf eine der Bänke setzen und ihn auf sich wirken lassen. An vielen Stellen sind kleine, interessante Details (z. B. Laternen) zu sehen, die sich als Fotomotiv eignen. Am Rande zum "Kleinen Fleet" befindet sich ein Ausguck, von dem aus man einen tollen Blick in den Wandrahmsfleet hat.

Fototour Speicherstadt
(Bild: Daniel Peters – Hamburger Fotospots – www.hamburger-fotospots.de)

Kannengießerortbrücke

Zum nächsten Fotospot gelangt man am besten über den südlichen der zwei Ausgänge des Innenhofs. Die Brücke, die schon durch den Ausguck zu sehen war, ist die Kannengießerortbrücke. Wenn man aus einer niedrigen Position auf die unter dem Link markierte Stelle ein Foto in Richtung der Katharinenkirche macht, ist sie umrahmt von der Brückenkonstruktion. Gerade am Abend wirkt dieses Motiv gut, weil die Kirche und die Brücke beleuchtet sind.

Fototour Speicherstadt
(Bild: Daniel Peters – Hamburger Fotospots – www.hamburger-fotospots.de)

Holländischer Brook

Am vorletzten Fotospot dieser Fototour geht es über den Holländischen Brook. Die mit Kopfstein gepflasterte Straße führt direkt am Holländischbrookfleet vorbei. Hier hat man dann freie Sicht auf eine Wand des Speicherblocks. Man kann an dieser Stelle Fotos so machen, dass es aussieht, als würde man mitten im Fleet stehen. Dieses Bild zeigt das Geländer im Vordergrund im Nebel.

Fototour Speicherstadt
(Bild: Daniel Peters – Hamburger Fotospots – www.hamburger-fotospots.de)

Poggenmühlenbrücke

Am Ende der Fototour erreicht man diesen Fotospot. Er zeigt eines der bekanntesten Motive Hamburgs. Das Gebäude wird oft fälschlicherweise als Fleetschlösschen oder Wasserschlösschen bezeichnet. Die Rede ist vom berühmten Wasserschloss, das am besten von der Poggenmühlenbrücke aus fotografiert wird.

Fototour Speicherstadt
(Bild: Daniel Peters – Hamburger Fotospots – www.hamburger-fotospots.de)

Ende der Fototour

Am Ende der Fototour sind bestimmt viele tolle Fotos entstanden. An der Poggenmühlenbrücke hat man es dann nicht mehr weit zur U-Bahn-Haltestelle Meßberg, um den Heimweg anzutreten.

Tipp: Blaue Stunde nutzen

Die sogenannte blaue Stunde ist eine der Dämmerungsphasen, die nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang zu sehen ist. Die Erdatmosphäre ist wegen der knapp unter dem Horizont stehenden Sonne nicht so hell, wie mitten am Tag, sondern wird dunkler und färbt sich blau. Je näher die später die Uhrzeit, desto dunkler wird es. Bevor es so richtig dunkel wird, leuchtet das Blau besonders intensiv.

Diese Dämmerungsphase wird von vielen Fotografen genutzt, um "Nachtaufnahmen" zu machen. Der Begriff steht deshalb in Anführungszeichen, weil diese Fotos tatsächlich während der Dämmerung gemacht werden. Der Grund für die Nutzung dieser Dämmerungsphase ist, dass durch den bläulichen Himmel, die Straßenbeleuchtung und die Beleuchtung in Häusern diese beiden Lichtquellen sehr ausgewogen wirken.

Da die Nacht im Sommer kürzer ist, als im Winter, sollte man sich vorher erkundigen, zu welcher Uhrzeit die Dämmerung stattfindet. Sie variiert jeden Tag um ein paar Minuten.

Fazit

Die Speicherstadt ist einen, wenn nicht sogar mehrere Ausflüge wert. Besonders diejenigen, die sich für das Fotografieren von Architektur interessieren, kommen dort voll auf ihre Kosten.

Wer neben den hier vorgestellten Fotospots auch noch weitere Fotospots in der Speicherstadt entdecken möchte, kann sich bei Hamburger Fotospots über den genauen Standort und die perfekte Tageszeit informieren und bekommt viele weitere Tipps.

Daniels Blog

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