Wie viel Sonne tut uns gut?
Wie viel Sonne tut mir gut?
(ClipArt)
Für die meisten Großstädter ist jeder Tag mit Sonnenschein ein Grund zur Freude. Gerade nach langen trüben Zeiten möchte man die Sonne so richtig genießen, am Wochenende, im Urlaub oder auch mal in der Mittagspause. Außerdem ist der gebräunte Körper Symbol für Gesundheit, Dynamik, Sportlichkeit und Sex-Appeal. Die Tiefe des Brauntons wird zum Maß für die Erholung im Urlaub. Um so wichtiger wird angesichts der nahenden Sommerferien eine klare Antwort auf die Frage: "Wie viel Sonne tut mir gut ?"
Die Sonne sendet neben Licht und Wärme auch ultraviolette Strahlung zur Erde (kurz: UV-Strahlen). UV-Strahlen können sowohl kurzfristige als auch nachhaltige Schäden an der Haut bewirken. Kurzfristig bedeutet: Sonnenbrände müssen vermieden werden, denn die Haut vergisst sie nicht. Nachhaltig besteht ein Risiko, Hautkrebs zu bekommen. Es steigt, je öfter Sonnenbrände zu bewältigen waren.
Natursonne oder Kunstsonne - was mag die Haut lieber ?
"Wer im Leben erfolgreich sein will, muss täglich früh aufstehen und das ganze Jahr über braun sein" sagte einmal Aristoteles Onassis. Hier wurde eine Einstellung auf den Punkt gebracht, die die Lieblingsbeschäftigung vieler Reisender, das ständige Sonnenbaden, erklärt. Die Aneignung einer beachtlichen Urlaubsbräune - davon profitiert auch die Branche der Sonnenstudios.
Dabei kann die Hautbräunung im Sonnenstudio der Haut ebenso schaden wie die Bräunung in der Sonne. Das betrifft sowohl akute Wirkungen wie den Sonnenbrand, als auch chronische Wirkungen, beispielsweise vorzeitiges Altern der Haut, Faltenbildung und Erhöhung des Hautkrebsrisikos. Daher: Sonnenbäder unter freiem Himmel und im Bräunungsstudio nicht übertreiben, besonders bei empfindlicher Haut.
Welche Schutzmöglichkeiten gibt es für Kinder?
Babys gehören grundsätzlich aus der Sonne. Kinder sind am empfindlichsten und brauchen den stärksten Schutz vor den ultravioletten Strahlen:
- durch rechtzeitiges Eincremen mit starken Sonnenschutzmitteln für zarte Kinderhaut;
- durch Bedecken empfindlicher Körperpartien mit luftiger langärmliger Kleidung;
- durch einen leichten, Schatten spendenden Sonnenhut;
- am Meer, im Gebirge und in südlichen Gefilden durch eine gute Kindersonnenbrille;
- mittags drin bleiben, im Schatten spielen, und Stubenhockern nicht plötzlich den Sonnenschock verpassen.
Welche Empfehlungen gibt es für Erwachsene?
- Die Haut langsam an längere Sonnenbestrahlung gewöhnen - informieren Sie sich über die Empfindlichkeit ihres Hauttyps, denn zwischen dunkelhäutigen und schwarzhaarigen Menschen und blassen und hell- oder rothaarigen bestehen große Verträglichkeitsunterschiede;
- Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutz verwenden - aber Schatten ist der beste Sonnenschutz;
- die Anzahl von intensiven Bestrahlungen der Haut soll etwa 30 - 50 mal pro Jahr nicht überschreiten, denn die Schadwirkungen addieren sich im Laufe des Lebens - bei heller Haut und rötlichem Haar sollten besser weniger Bestrahlungen erfolgen;
- wer Medikamente einnimmt, sollte vor dem Urlaub oder dem Solariumbesuch seinen Arzt fragen;
auch kosmetische Präparate wie Körperlotionen, Peeling–Mittel, Schminke, Verjüngungskuren mittels Fruchtsäurepräparaten, Deodorants oder Parfum können zur Unverträglichkeit der Besonnung führen. Nicht in die Sonne oder auf die Sonnenbank gehen, wenn die Haut mit Kosmetika in Berührung gekommen ist.
AUCH INTERESSANT
-
» Hautscreening:
Kostenlos und so wichtig wie nie zuvor
Und nach dem Urlaub ins Sonnenstudio ?
Es ist eine verbreitete Ansicht, man könne sich im Solarium an die Sonne gewöhnen und sollte, um die Urlaubssonnenbräune länger zu erhalten, anschließend noch öfter die Sonnenbank aufsuchen. Aber: bringt maßvolles Bräunen im Solarium gesundheitliche Vorteile? Nach Angabe des Bundesamts für Strahlenschutz ist das Gegenteil der Fall: Solarienbestrahlungen verbessern den Eigenschutz der Haut häufig nicht, sondern steigern das Risiko akuter oder chronischer Wirkungen auf die Gesundheit. Dazu gehört unter bestimmten Umständen auch die Erhöhung des Hautkrebsrisikos. Also: dass Bräunung unter der Kunstsonne von Sonnenbänken oder Heimsolarien gesünder als unter freiem Himmel sein soll, ist nur ein Gerücht.
- Risikopersonen mit empfindlicher Haut sowie Kindern oder Jugendlichen muss daher von Solarienbenutzung abgeraten werden. Zu den Risikopersonen zählen auch Personen mit heller empfindlicher Haut oder einer großen Anzahl von Muttermalen oder solche, die in der Kindheit schwere Sonnenbrände hatten
- Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn in der Familiengeschichte bereits Hautkrebs aufgetreten ist. Auch Menschen, die beruflich sehr viel unter freiem Himmel arbeiten, tragen schon dadurch ein höheres Risiko.
Es gibt aus den Röhren der Kunstsonnen keinen absolut sicheren Wellenlängenbereich. Gerade die UV-B Strahlung, die für die zu befürwortende Bildung von Vitamin D verantwortlich ist, wird bei den Geräten weitgehend ausgefiltert, um Sonnenbrand vorzubeugen.
Nutzen Sie für Ihre Auswahl des Sonnenstudios die Checkliste vom Bundesamt für Strahlenschutz.
Gar nicht ins Sonnenstudio gehören
- Menschen des empfindlichen hellen Hauttyps I, mit zahlreichen Muttermalen, Neigung zu Sommersprossen oder mit bösartigen Hautveränderungen;
- Menschen, die schon häufig Sonnenbrand oder eine durch die Sonne strapazierte Haut haben;
- Personen unter 18 Jahren.
Genießen Sie also Sonne oder Kunstsonne maßvoll.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer.

Mister Wong
Webnews
Yigg
Del.icio.us
