Verbrannt auf der Sonnenbank – häufiger als gedacht
Nach sanft gebräunt kommt manchmal krebsrot
Sonnenbank
(© Th. Kemnitz / www.PIXELIO.de)
Die Fachabteilung Gesundheit und Umwelt der Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) hat 2007 alle Hautarztpraxen der Stadt angeschrieben. Diese wurden befragt, ob und schätzungsweise wie viele Patienten mit Verbrennungen durch Solarien im Zeitraum eines Jahres behandelt worden sind. Die Umfrage sollte einen Überblick für die Hansestadt liefern. Die Beteiligung war sehr gut, zwei Drittel aller Praxen haben geantwortet. Circa 280 Patienten haben sich mit Hautverbrennungen, die sie sich beim Besuch eines Sonnenstudios zugezogen hatten, in hautärztliche Behandlung begeben. Darunter waren über 100 Jugendliche.
Die Dermatologinnen und Dermatologen haben die Bedeutung des Problems ´Verbrennungen in Solarien zu 28% als ’groß’, zu 61% als ’mittel’ und zu 11% als ’unbedeutend’ bewertet. Die überwiegende Mehrheit von ihnen (92%) hält die Bevölkerung für nicht ausreichend aufgeklärt über die möglichen Gesundheitsrisiken von Solarien. Knapp 80% erachten ein gesetzliches Nutzungsverbot von Solarien für Personen unter 18 Jahren für sinnvoll.
Die Umfrage bei den Hautarztpraxen hat ergeben, dass Haut-verbrennungen in Solarien nicht nur als wenige Einzelfälle, sondern im größeren Umfang vorkommen und ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem darstellen. Die Ergebnisse zeigen einen Bedarf an stärkerer Aufklärung und bestärken die Gesundheitsbehörde Hamburg darin, sich für ein gesetzliches Nutzungsverbot für Jugendliche einzusetzen.
Erste Ergebnisse der Umfrage wurden im Oktober 2007 auf der 5. Internationalen EUROSKIN-Konferenz vorgestellt (s. Pressemitteilung).

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