Sozialmonitoring in der Integrierten Stadtteilentwicklung
Kontinuierliche Stadtteilbeobachtung in Hamburg
Als Instrument der Programmsteuerung wurde das Sozialmonitoring im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) konzipiert. Als kontinuierliches Beobachtungssystem bildet es eine wichtige Grundlage für die Stadtteilentwicklung aus gesamtstädtischer Sicht. Die Verwaltung ist damit in der Lage, unterstützungsbedürftige Quartiere frühzeitig zu identifizieren und die Auswahl von Fördergebieten der Integrierten Stadtteilentwicklung auf eine objektive Datenbasis zu stützen.
Mit Hilfe des Sozialmonitorings wird die soziale Ungleichheit in der Stadt kontinuierlich ablesbar, um ihr angemessen zu begegnen. Dazu werden die Daten der Statistischen Gebiete jeweils mit dem gesamtstädtischen Durchschnitt verglichen. Im Sozialmonitoring werden ausschließlich Daten, die bereits in der Verwaltung kleinräumig vorliegen, verwendet. Raumbezogene Programme der Städtebauförderung können so im Rahmen der Integrierten Stadtteilentwicklung gezielter gesteuert werden. Die Berichte werden jährlich mit jeweils aktualisierten Daten veröffentlicht.
Bericht 2011
Das Sozialmonitoring ist 2011 zum zweiten Mal berechnet worden. Die Ergebnisse sind im Bericht 2011 nachzulesen. »
Pilotbericht 2010
Im Jahr 2010 ist das Sozialmonitoring zum ersten Mal durchgeführt worden. Die Ergebnisse sowie die entwickelte Methodik sind im „Pilotbericht 2010“ nachzulesen. »
Sozialmonitoring - Methodik
Das Sozialmonitoring ist ein kleinräumiges, datengestütztes Stadtbeobachtungssystem. Räumliche Basis bilden die 941 Statistischen Gebiete. Statistische Gebiete sind kleinräumige Gebietseinheiten mit durchschnittlich 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Sie sind nach städtebaulichen und sozialstrukturellen Homogenitätskriterien im Anschluss an die Volkszählung 1987 gebildet worden und lassen sich zu Stadtteilen aggregieren. In die Untersuchung fließen aus methodischen Gründen nur Statistische Gebiete mit mehr als 300 Einwohnerinnen und Einwohnern (831 der insgesamt 943 Statistischen Gebiete) ein. In den mehr als 100 Gebieten, die nicht betrachtet werden, leben nur wenige Einwohnerinnen und Einwohner (ca. 0,5 % der Hamburger Bevölkerung).
Links:
Die Indikatoren werden mit Hilfe eines statistischen Berechnungsverfahrens zu einem „Statusindex“ sowie einem „Dynamikindex“ zusammengefasst und klassifiziert. Es werden vier Status- und drei Dynamikklassen unterschieden („hoch“, „mittel“, „niedrig“, „sehr niedrig“ bzw. „positiv“, „stabil“, „negativ“). Im Ergebnis kann jedem betrachteten Gebiet eine Status- und eine Dynamikklasse zugewiesen werden. Diese werden kombiniert (gekreuzt) ausgewertet und in einer Karte wiedergegeben.
Aufbau und Methodik des Hamburger Sozialmonitorings orientieren sich am Berliner „Monitoring Soziale Stadtentwicklung“, das die Stadtteilentwicklung in der Hauptstadt seit mehr als zehn Jahren erfolgreich unterstützt. Das Sozialmonitoring in Hamburg wird jährlich aktualisiert und als Bericht veröffentlicht, sobald neue Datengrundlagen vorliegen.
Ansprechpartner
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
Amt für Wohnen, Stadterneuerung und Bodenordnung
Abteilung Leitstelle Integrierte Stadtteilentwicklung
Andreas Kaiser
Tel: 040 - 42840 - 8440
Fax: 040 - 42840 - 8462
E-Mail: Andreas.Kaiser@bsu.hamburg.de

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