Olympia-Referendum Hamburg spielt nicht mehr mit!

Nun steht es fest: Die Mehrheit der Hamburger ist gegen Olympia 2024 in ihrer Stadt. Knapp 52 Prozent haben gegen den Plan des Senats gestimmt. Somit wird sich die Hansestadt nicht für die Spiele bewerben.

Olympia-Referendum, Hamburg 2

Es hat nicht gereicht

Knapp 52 Prozent der wahlberechtigten Bürger Hamburgs haben sich in einem Referendum gegen die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 ausgesprochen. Im Vorwege hatte der Senat bekannt gegeben, dass er sich dem Ergebnis der Befragung fügen werde. Somit wird sich die Stadt Hamburg (und auch Kiel als Segelausrichter) nicht für die Sommerspiele 2024 bewerben und ihre Kandidatur zurückziehen.

Der bisherige Weg

4. April 2014: Der DOSB äußert auf seiner Klausurtagung in St. Johann bei Mainz den Wunsch, Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland zu holen. Hamburg und Berlin treten daraufhin in den nationalen Wettbewerb.
28. Oktober 2014: Grundsatzbeschluss, dass der DOSB sich mit einer der beiden interessierten Städte Berlin und Hamburg um die Spiele der XXXIII. Olympiade im Jahr 2024 bewerben wird.
16. März 2015: Das Präsidium des deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) empfiehlt am 16. März die Bewerbung von Hamburg für Olympia 2024 zu unterstützen.
21. März 2015: Der DOSB spricht sich einstimmig für eine Olympia-Bewerbung Hamburgs für 2024 und ggf. auch 2028 aus. 
13. April: Kiel steht als Segelstandort fest
Juni 2015: Mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit ändert die Hamburgische Bürgerschaft das Volksabstimmungsgesetz und beschließt im Juni 2015 ein Olympia-Bürgerschaftsreferendum, bei dem die Hamburger Stimmberechtigten ab 16 Jahre bis zum 29. November 2015 mit der Vorlage: „Ich bin dafür, dass sich der Deutsche Olympische Sportbund mit der Freien und Hansestadt Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2024 bewirbt.“ abstimmen können.
30. Juni 2015: Die Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen und Paralympischen Spiele Hamburg 2024 wird gegründet.
9. September 2015: Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz und DOSB-Präsident Alfons Hörmann haben den Bewerbungsbrief unterschrieben.
15. September: Die Bewerbungsfrist des IOC für die Abgabe der Kandidatur endet.
16. September 2015: Das IOC gibt die Kandidaten für 2024 offiziell bekannt.
26. Oktober bis 27. November 2015: Die Abstimmungsunterlagen für das Referendum in Hamburg werden versandt.
28. Oktober bis 7. November 2015: Die Abstimmungsunterlagen für den Bürgerentscheid in Kiel werden versandt.
24. November 2015: EDEKA wird erster nationaler Partner aus der Wirtschaft.
29. November 2015: Bekanntgabe der Referenden von Hamburg und Kiel.

Fazit

Die Mehrzahl der Hamburger Bürger haben sich gegen die Olympischen Spiele in der Stadt ausgesprochen. Die ursprünglich vorhandene starke Mehrheit ist nun gekippt.  

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Hamburg spielt nicht mehr mit!
Nun steht es fest: Die Mehrheit der Hamburger ist gegen Olympia 2024 in ihrer Stadt. Knapp 52 Prozent haben gegen den Plan des Senats gestimmt. Somit wird sich die Hansestadt nicht für die Spiele bewerben.
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20151209 15:11:46
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