Deutsches Spring- und Dressur-Derby Das schwierigste Springen der Welt

Das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek genießt weltweit große Anerkennung und übt eine magnetische Anziehungskraft auf die Weltelite der Reiter aus.  die 2018er-Auflage gewann der Brite Matthew Sampson.

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Spring-und Dressurderby Klein Flottbek

Deutsches Spring- und Dressurderby // Derby-Park Klein Flottbek

Adresse
Baron-Voght-Straße 81, 22609 Hamburg
Termin/e
Mi, 29. Mai bis So, 2. Juni 2019

Matthew Sampson gewinnt das Deutsche Derby 2018

Am Himmelfahrtswochenende fand die 2018er-Auflage des Deutschen Spring- und Dressur-Derbys statt. Beim traditionsreichen Reitturnier krönte sich in diesem Jahr der Brite Matthew Sampson zum Champion. Er leistete sich im Stechen keinen Fehler und holte sich den prestigeträchtigen Sieg auf Gloria im Deutschen Springderby. Auf Platz zwei kam Gilbert Tillmann auf Claus Dieter, der sich vier Strafpunkte leistete. Dritte wurde Sandra Auffahrt aus Ganderkesee auf Nupafeed's La Vista. Auffahrt kam zwar mit der besten Zeit ins Ziel, sammelte im Parcours jedoch acht Strafpunkte.

Alle Ergebnisse unter: Deutsches Springderby

Das zweite große Championat des Wochenendes war der Grand Prix of Hamburg, der im Rahmen der Global Champions Tour, der höchstdotierten Reitserie der Welt, ausgetragen wurde. Dort setzte sich der Niederländer und Weltranglistenerste der Springreiter, Harrie Smolders auf Don VHP Z durch. Ebenso wie Maurice Trebbel, der auf Chacco´s Son auf Rang zwei landete, leistete sich Smolders keinen Fehler im Stechen, allerdings war der Niederländer knapp zwei Sekunden schneller im Parcours als Trebbel. Dritter wurde der Schweizer Martin Fuchs auf Chaplin.

Alle Ergebnisse unter: Grand Prix of Hamburg

Finnin holt sich das Blaue Band 

Im Dressur-Viereck jubelte am Ende die Finnin Emma Kanerva. In den drei Prüfungen mit Pferdewechsel, wobei die drei Finalisten auch jeweils mit den Pferden der Konkurrenz reiten müssen, sammelte sie 214,699 Prozent und gewann als Siegerin des Deutschen Dressurderby das Blaue Band. Zweiter wurde Jan-Dirk Gießelmann mit 210,666 Prozent, auf Rang drei schaffte es die Australierin Kristy Oatley, die auf 207,600 Prozent kam. 

Alle Ergebnisse unter: Deutsches Dressurderby

Das Derby-Wochenende fand bei bestem Wetter statt und so schauten allein beim Deutschen Springderby am Donnerstag 25.000 Zuschauer auf der Anlage in Klein Flottbek vorbei. An den fünf Turniertagen zog es insgesamt 93.000 Zuschauer in den Derbypark, was einen neuen Rekord bedeutete. Im kommenden Jahr steht dann ein Jubiläum an: Das Deutsche Springderby wird zum 90. Mal ausgetragen. Termin ist vom 29. Mai bis 2. Juni 2019.

Die Sieger der wichtigsten Spring-Prüfungen

Preis der Deutschen Vermögensberatungs AG (1. Qualifikation zum Deutschen Springderby)
Dermott Lennon (Irland) auf Gelvins Touch

Mercedes Benz Championat (2. Wertung Global Champions League) 
Nicola Philippaerts (Belgien) auf H&M Harley vd Bisschop

Preis der Deutschen Kreditbank AG (2. Qualifikation zum Deutschen Springderby)
Dermott Lennon (Irland) auf Gelvins Touch

Global Champions League
Maurice Tebbel (Deutschland) auf Don Diarado

Global Champions Tour
Harrie Smolders (Niederlande) auf Don VHP Z

Speed-Derby
Benjamin Wulschner (Deutschland) auf Innuendo

Deutsches Springderby
Matthew Sampson (Großbritannien) auf Gloria van Zuuthoeve

Alle Ergebnisse vom Derbywochenende finden Sie unter: Deutsches Spring- und Dressurderby

Fakten zum Turnier

  • Preisgeld gesamt: 1,1 Millionen Euro
  • Preisgeld Freitag: 25.000 Euro
  • Preisgeld Derbyfinale am Sonntag: 120.000 Euro
  • Preisgeld Global Champions Tour: 600.000 Euro
  • Geseamtetat: 3,4 Millionen Euro
  • Zuschauerrekord: 92.000 (2017)
  • Unterhaltung: 140 Pagodenzelte auf 3200 qm mit 150 Anbietern
  • NDR und ARD übertragen rund neun Stunden

Weitere Informationen zum Zeitplan: Deutsches Spring- und Dressurderby

Hamburger Traditionsturnier

Eleganz ist ein entscheidender Faktor beim Deutschen Spring- und Dressurderby – sowohl hoch zu Ross als auch auf den Zuschauerrängen. Das Turnier in Hamburg besitzt einen ganz eigenen Charme und eine große Tradition und ist daher bei Sportlern als auch bei Zuschauern gleichermaßen beliebt.

Das Deutsche Spring- und Dressurderby ist die fünfte (von 15) und einzige Station der prestigeträchtigen Fünf-Sterne-Springsportserie Longines Global Champions Tour in Deutschland und schon allein deshalb Zuschauermagnet. 93.000 Zuschauer verfolgten die verschiedenen Wettbewerbe im vergangenen Jahr im Derbypark, was einen Zuschauerrekord bedeutete.

Weitere Informationen: Spring- und Dressur-Derby

Springen und Dressur

Das Springen findet auf einem der schwierigsten Parcours der Welt statt. Das Turnier in Hamburg stellt auch für die Weltelite der Springreiter eine große Herausforderung dar. Neben dem Geschehen zwischen Steilsprung, Oxer und Wassergraben stehen auch das rasante Speed-Derby und der Youngster-Cup auf dem Programm.

Beim Dressurderby kämpfen die Teilnehmer um das begehrte Blaue Band, das den Sieger des Hamburger Derbys auszeichnet. In der Hansestadt gibt es mit der Prüfungsform „Pferdewechsel" eine Besonderheit. Dabei starten die Reiter auf Fremdpferden. Diese Prüfungsform ist auf internationalem Niveau eher selten. Dieser Herausforderung stellen sich auch die U25- und U16-Reiter in ihrer jeweiligen Altersklasse.

Sprung über den Großen Wall

Das Deutsche Spring-Derby – manchmal auch Hamburger Derby genannt – wird in Fachkreisen auch als schwierigstes Derby weltweit bezeichnet. Traditionell ist es für das Publikum der Höhepunkt des gesamten Turniers.

Eine Besonderheit ist der aus Naturhindernissen bestehende Parcours, der zudem mit 1.250 Metern für heutige Verhältnisse eine ungewöhnliche Länge aufweist. Die Prüfung fordert also neben Springvermögen in besonderem Maße Mut, Vertrauen und Kondition von Pferd und Reiter. Der Parcours wurde 1920 vom leidenschaftlichen Jagdreiter Eduard Pulvermann gestaltet, der die Naturhindernisse an die holsteinischen Landschaft anlehnte. Seitdem wurden weder die Linienführung noch die Hindernisse verändert. Lediglich die Höhe der Hindernisse wurde über die Jahrzehnte an das gestiegene Leistungsniveau angepasst.

Unter den weltberühmten Naturhindernissen ist der 3,50 Meter hohe „Große Wall“ die größte Attraktion. Es geht 80 Grad steil bergab. Der Wall wurde zuletzt leicht abgeflacht, um beim Abrutschen etwas mehr Führung zu ermöglichen. Nur einen Galoppsprung hinter dem steilen Wallabhang steht schon die „Weiße Planke“. In der Geschichte des Derbys passierten hier die meisten Springfehler.

Pulvermanns Grab

Ein weiteres berühmt-berüchtigtes Hindernis ist „Pulvermanns Grab“, ein zwei Meter breiter Wassergraben mit je einem Steilsprung davor und dahinter. Als Springreiter überwand Eduard Pulvermann, der diese schwierige Sprungkombination entwickelte, sein eigenes Hindernis kein einziges Mal – an diese Begebenheit wurde der Name angelehnt.

Eine dritte ungewöhnliche Herausforderung für Reiter und Ross sind die zwei „Irischen Wälle“, zwei Naturhindernisse mit zwei aufeinanderfolgenden Wällen. Vor dem Absprung auf den ersten Wall und nach dem Absprung vom zweiten Wall müssen Pferd und Reiter einen kleinen Steilsprung bewältigen. Auch dieses Hindernis wurde zuletzt entschärft. Insgesamt hat der Parcours 17 Hindernisse mit 26 Sprüngen.

Weitere Informationen und Tickets unter: Deutsches Spring- und Dressurderby

Das schwierigste Springen der Welt
Das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek genießt weltweit große Anerkennung und übt eine magnetische Anziehungskraft auf die Weltelite der Reiter aus.  die 2018er-Auflage gewann der Brite Matthew Sampson.
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