Deutsches Spring- und Dressur-Derby Das schwierigste Springen der Welt

Das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek genießt weltweit große Anerkennung und übt eine magnetische Anziehungskraft auf die Weltelite der Reiter aus. In Jahr 2017 gewann der Slowene Pato Muente. Vom 9. bis zum 13. Mai 2018 kommen die Stars wieder nach Hamburg.

1 / 1

Reitturnier Klein Flottbek

Deutsches Spring- und Dressurderby // Derby-Park Klein Flottbek

Adresse
Baron-Voght-Straße 81, 22609 Hamburg
Termin/e
24. bis 28. Mai 2017

Das Derby 2018

Der Termin für das 89. Deutsche Spring- und das 60. Dressur-Derby steht: 9. bis 13. Mai 2018. Im Rahmen der Turniertage findet jährlich auch die Global Champions Tour statt. Für diesen Wettbewerb steht im Jahr 2018 weltweit ein Gesamtpreisgeld von 35 Millionen Euro zur Verfügung.

Ein Slowene gewinnt in Hamburg

Beim 88. Deutschen Spring-Derby gab es die Null-Fehlerritte Nummer 152, 153 und 154 durch Pato Muente (Slowenien) auf Zera 23, Nisse Lüneburg auf Cordillo und Gilbert Tillmann mit Claus Dieter. Diese drei mussten dann ins Stechen. Und da war Pato Muente der Einzige, der mit null Fehlern (56:30 Sekunden) durch den Parcours kam. Seine beiden Konkurrenten waren zwar schneller, hatten aber jeweils einen Abwurf. Zweiter wurde Gilbert Tillman in 50:13 Sekunden vor Nisse Lüneburg (55:16 Sekunden). Muente Siegerprämie beträgt 30.000 Euro.

Das Deutsche Dressur-Derby gewann der Brite Emile Faurie auf seiner elfjährigen Stute Escada mit 224,44 Prozentpunkten. Dafür gab es zur Belohnung 7.000 Euro. Platz zwei belegte Bianca Kasselmann(213,73 Punkte) aus Hagen vor der in Deutschland lebenden Russin Tatjana Kosterina (207,94 Punkte).

Hamburger Traditionsturnier

Eleganz ist ein entscheidender Faktor beim Deutschen Spring- und Dressurderby – sowohl hoch zu Ross als auch auf den Zuschauerrängen. Das Turnier in Hamburg besitzt einen ganz eigenen Charme und eine große Tradition und ist daher bei Sportlern als auch bei Zuschauern gleichermaßen beliebt.

Das Deutsche Spring- und Dressurderby ist die fünfte (von 15) und einzige Station der prestigeträchtigen Fünf-Sterne-Springsportserie Longines Global Champions Tour in Deutschland und schon allein deshalb Zuschauermagnet. 93.500 Zuschauer verfolgten die verschiedenen Wettbewerbe in diesem Jahr im Derbypark, was einen Zuschauerrekord bedeutete.

Weitere Informationen: Spring- und Dressur-Derby

Die Sieger der wichtigsten Spring-Prüfungen

Preis der Deutschen Vermögensberatungs AG (1. Qualifikation zum Deutschen Springderby)
Billy Twomey (Irland) auf Diaghiliv

Mercedes Benz Championat (2. Wertung Global Champions League)
Denis Lynch (Irland) auf RMF Echo

Preis der Deutschen Kreditbank AG (2. Qualifikation zum Deutschen Springderby)
Nigel Coupe (England) auf Golvers Hill

Global Champions League
Peder Fredriericsson (Schweden) auf H & M All in

Global Champions Tour
Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) auf Casall ASK

Speed-Derby
Gilbert Tillmann (Deutschland) auf Positana

Deutsches Springderby
Pato Muente (Slowenien) auf Zera 23

Alles Ergebnisse der Spring- und Dressurprüfungen unter: Spring- und Dressurderby: Spring- und Dressurderby

Springen und Dressur

Das Springen findet auf einem der schwierigsten Parcours der Welt statt. Das Turnier in Hamburg stellt auch für die Weltelite der Springreiter eine große Herausforderung dar. Neben dem Geschehen zwischen Steilsprung, Oxer und Wassergraben stehen auch das rasante Speed-Derby und der Youngster-Cup auf dem Programm.

Beim Dressurderby kämpfen die Teilnehmer um das begehrte Blaue Band, das den Sieger des Hamburger Derbys auszeichnet. In der Hansestadt gibt es mit der Prüfungsform „Pferdewechsel" eine Besonderheit. Dabei starten die Reiter auf Fremdpferden. Diese Prüfungsform ist auf internationalem Niveau eher selten. Dieser Herausforderung stellen sich auch die U25- und U16-Reiter in ihrer jeweiligen Altersklasse.

Die Teilnehmer

Springen
Fast die gesamte Elite Deutschlands war am Start: Christian Ahlmann, Ludger und Marcus Beerbaum, Meredith Michaels-Beerbaum, Marcus Ehing, Marco Kutscher, Nisse Lüneburg, André Thieme, Holger Wulschner und zahlreiche weitere deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben gemeldet. Auch das internationale Feld war gut besetzt: Mit dabei waren John Whitaker und sein Neffe William Whitaker (beide England), der Vorjahressieger Bill Twomey (Irland), Rolf-Göran Bengtsson (Schweden), Jessica Springsteen (USA), Tochter von Rocksänger Bruce Springsteen und der Weltranglistenerste Kent Farrington (USA).
Weitere Informationen: Teilnehmer

Sprung über den Großen Wall

Das Deutsche Spring-Derby – manchmal auch Hamburger Derby genannt – wird in Fachkreisen auch als schwierigstes Derby weltweit bezeichnet. Traditionell ist es für das Publikum der Höhepunkt des gesamten Turniers.

Eine Besonderheit ist der aus Naturhindernissen bestehende Parcours, der zudem mit 1.250 Metern für heutige Verhältnisse eine ungewöhnliche Länge aufweist. Die Prüfung fordert also neben Springvermögen in besonderem Maße Mut, Vertrauen und Kondition von Pferd und Reiter. Der Parcours wurde 1920 vom leidenschaftlichen Jagdreiter Eduard Pulvermann gestaltet, der die Naturhindernisse an die holsteinischen Landschaft anlehnte. Seitdem wurden weder die Linienführung noch die Hindernisse verändert. Lediglich die Höhe der Hindernisse wurde über die Jahrzehnte an das gestiegene Leistungsniveau angepasst.

Unter den weltberühmten Naturhindernissen ist der 3,50 Meter hohe „Große Wall“ die größte Attraktion. Es geht 80 Grad steil bergab. Der Wall wurde zuletzt leicht abgeflacht, um beim Abrutschen etwas mehr Führung zu ermöglichen. Nur einen Galoppsprung hinter dem steilen Wallabhang steht schon die „Weiße Planke“. In der Geschichte des Derbys passierten hier die meisten Springfehler.

Pulvermanns Grab

Ein weiteres berühmt-berüchtigtes Hindernis ist „Pulvermanns Grab“, ein zwei Meter breiter Wassergraben mit je einem Steilsprung davor und dahinter. Als Springreiter überwand Eduard Pulvermann, der diese schwierige Sprungkombination entwickelte, sein eigenes Hindernis kein einziges Mal – an diese Begebenheit wurde der Name angelehnt.

Eine dritte ungewöhnliche Herausforderung für Reiter und Ross sind die zwei „Irischen Wälle“, zwei Naturhindernisse mit zwei aufeinanderfolgenden Wällen. Vor dem Absprung auf den ersten Wall und nach dem Absprung vom zweiten Wall müssen Pferd und Reiter einen kleinen Steilsprung bewältigen. Auch dieses Hindernis wurde zuletzt entschärft. Insgesamt hat der Parcours 17 Hindernisse mit 26 Sprüngen.

Weitere Informationen und Tickets unter: Deutsches Spring- und Dressurderby

Das schwierigste Springen der Welt
Das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek genießt weltweit große Anerkennung und übt eine magnetische Anziehungskraft auf die Weltelite der Reiter aus. In Jahr 2017 gewann der Slowene Pato Muente. Vom 9. bis zum 13. Mai 2018 kommen die Stars wieder nach Hamburg.
http://www.hamburg.de/image/8852848/1x1/150/150/70773c75256d7285bcae1fe8d70681c4/NT/pato-muente---jubel-bild.jpg
20171025 11:44:29