St. Nikolai wird vor dem Verfall bewahrt
Das Bezirksamt Hamburg-Mitte bewahrt das Kriegsmahnmal St. Nikolai vor dem Verfall
Aktuelle Situation
Am 12.01.2011 löste sich ein Ziegelstein an der Ostfassade des Kirchturmes und fiel vor den Eingang des Panoramaliftes.
Umgehend wurde der gesamte Eingangsbereich weiträumig abgesperrt und die Fassade bis auf eine Höhe von ca. 12 m (hier wurde nach Augenschein die schadhafte Stelle vermutet) durch eine Steinmetzfirma untersucht. Direkt unterhalb des Orgelbodens wurde nach Abschluss der Arbeiten ein Edelstahlnetz als zusätzliche Sicherungsmaßnahme angebracht. Ca. 4 Wochen später wurden der abgesperrte Bereich und der Zugang zum Panoramalift wieder freigegeben.
Instandhaltungs- und Sicherungsmaßnahmen der Süd- und Westfassade des Turmes sind seitdem in Vorbereitung. In Abstimmung mit der Kulturbehörde -Denkmalschutzamt - wurden Photogrammetrische Messbildaufnahmen in Auftrag gegeben, da geeignetes Kartenmaterial vom Turm nicht vorhanden ist. Die Messbildaufnahmen liefern ein maßstabsgerechtes Bild der Fassade und bilden die Grundlage für folgende Gutachtertätigkeiten, die von einem Gerüst aus vorgenommen werden. So können zentimetergenau Schäden an Steinen und Fugen ermittelt, analysiert und dargestellt werden. Außerdem sind sie fachlich sinnvolle Voraussetzungen für spätere Sicherungs- und Sanierungmaßnahmen.
AUCH INTERESSANT
Nach Abschluss der Messbildaufnahmen kann mit der Gerüststellung an der Süd- und Nordfassade begonnen werden. Die Gerüststellung wird je nach Wetterlage eine Dauer von 10 bis 12 Wochen andauern.
Parallel zu den obengenannten Maßnahmen sind Anträge auf Fördermittel beim Bundesministerium für Kultur und Medien, sowie bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Vorbereitung.
700.000 € für die Sanierung von St. Nikolai bewilligt (25.11.2011)
Überraschung zum Abschluss der Haushaltsberatungen am 24.11.2011: Aus dem 40-Mio-Sanierungsfonds werden als erstes Projekt 700.000 € für die fällige Sanierung des maroden Mahnmals St. Nikolai zur Verfügung gestellt. Hiermit können Gutachter- und Architektenleistungen vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes vergeben werden, um den Umfang der Schäden und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen ermitteln zu lassen und weitere Maßnahmen einzuleiten.
Mit dieser Mittelbereitstellung des Senats ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Sanierung des Mahnmals gemacht worden. Die Kosten werden z.Zt. noch ohne belastbare Daten auf 6 - 10 Mio Euro geschätzt.
Gerüstaufbau geht weiter (17.10.2011)
Seit Montag, 10.10.2011, laufen die Arbeiten zum Gerüstaufbau weiter. Auf der Süd-, West- und in Teilen der Nordseite des Turmes wächst nun das Gerüst weiter in die Höhe. Es sind die Seiten, die noch nicht in den 90er Jahren saniert wurden. Die Einrüstung bis auf ca. 90 m Höhe wird voraussichtlich ca. 10 - 12 Wochen dauern.
Warum dauert das so lange? Ein Gerüst mit dieser Höhe muss von einem Statiker berechnet und von einem zusätzlichen Prüfstatiker abgenommen werden. Je höher das Gerüst aufgebaut wird, umso eher machen sich Wind und Wetter bemerkbar. Sturm, Regen oder heftige Böen erschweren den Aufbau oder führen zu Unterbrechungen. Im Dezember 2011 sollen die Gerüstarbeiten abgeschlossen sein.
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
St. Nikolai - Gerüstaufbau
Polizei Hubschrauber rettet Befliegung St. Nikolai (28.09.2011)
Mit 2 Spezialkameras wurden aus offener Tür des Hubschraubers von 3 Mitarbeitern der beauftragten Vermessungsfirma die erforderlichen Aufnahmen des Turmes ab einer Höhe von 90 m gemacht. Sie dienen als Grundlage für die Schadensfeststellung und Ermittlung des Sanierungsumfanges.
Herzlichen Dank vom Auftraggeber Fachamt Management des öffentlichen Raumes an die Hubschrauberstaffel der Polizei für die professionelle und blitzschnelle Hilfe!



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