•  
  •  
  •  
  •  
Bezirk Hamburg-Mitte Bezirk Hamburg-Mitte Bezirk Hamburg-Mitte

St. Nikolai wird vor dem Verfall bewahrt

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte bewahrt das Kriegsmahnmal St. Nikolai vor dem Verfall

St. Nikolai ist ein Mahnmal gegen den Krieg von besonderer nationaler und kultureller Bedeutung. In den letzten Monaten hat der Verfall der Kirchenruine allerdings immer sichtbarere Auswirkungen angenommen. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte, Fachamt Management des öffentlichen Raumes, unternimmt alles, um das Denkmal zu erhalten.

 

St. Nikolai im Stadtbild von Hamburg
St. Nikolai im Stadtbild von Hamburg (Bild: Arnd Hemken)

Aktuelle Situation

Am 12.01.2011 löste sich ein Ziegelstein an der Ostfassade des Kirchturmes und fiel vor den Eingang des Panoramaliftes.

Umgehend wurde der gesamte Eingangsbereich weiträumig abgesperrt und die Fassade bis auf eine Höhe von ca. 12 m (hier wurde nach Augenschein die schadhafte Stelle vermutet) durch eine Steinmetzfirma untersucht. Direkt unterhalb des Orgelbodens wurde nach Abschluss der Arbeiten ein Edelstahlnetz als zusätzliche Sicherungsmaßnahme angebracht. Ca. 4 Wochen später wurden der abgesperrte Bereich und der Zugang zum Panoramalift wieder freigegeben.

In der 1. Augustwoche dieses Jahres fiel ein ca. 10 kg schwerer Stein von der Südfassade des Turmes auf den Radweg an der Willy-Brandt-Straße herab. Aus Sicherheitsgründen wurde daraufhin der angrenzende Fahrstreifen der Willy-Brandt-Straße von der Polizei gesperrt; Fußgänger und Radfahrer werden über den Wölberstieg umgeleitet.

Instandhaltungs- und Sicherungsmaßnahmen der Süd- und Westfassade des Turmes sind seitdem in Vorbereitung. In Abstimmung mit der Kulturbehörde  -Denkmalschutzamt - wurden Photogrammetrische Messbildaufnahmen in Auftrag gegeben, da geeignetes Kartenmaterial vom Turm nicht vorhanden ist. Die Messbildaufnahmen liefern  ein maßstabsgerechtes Bild der Fassade und  bilden die Grundlage für folgende Gutachtertätigkeiten, die von einem  Gerüst aus vorgenommen werden.  So können zentimetergenau Schäden an Steinen und Fugen ermittelt, analysiert und dargestellt werden. Außerdem sind sie  fachlich sinnvolle Voraussetzungen für spätere Sicherungs- und Sanierungmaßnahmen.

Die Messbildaufnahmen beginnen am 26.09.2011. Die Aufnahmen vom Turm bis zu einer Höhe von 90 m werden mit Hilfe von Hebebühnen durchgeführt. Daran anschließend wird der Turmhelm von einem Helicopter aus aufgenommen, sodass dann der gesamte Turm mit 147 m Höhe erfasst werden kann.
Nach Abschluss der Messbildaufnahmen kann mit der Gerüststellung an der Süd- und Nordfassade begonnen werden. Die Gerüststellung wird je nach Wetterlage eine Dauer von 10 bis 12 Wochen andauern.

Parallel zu den obengenannten Maßnahmen sind Anträge auf Fördermittel beim Bundesministerium für Kultur und Medien, sowie bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Vorbereitung.

 
 
700.000 € für die Sanierung von St. Nikolai bewilligt (25.11.2011)

Überraschung zum Abschluss der Haushaltsberatungen am 24.11.2011: Aus dem 40-Mio-Sanierungsfonds werden als erstes Projekt 700.000 € für die fällige Sanierung des maroden Mahnmals St. Nikolai zur Verfügung gestellt. Hiermit können Gutachter- und Architektenleistungen vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes vergeben werden, um den Umfang der Schäden und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen ermitteln zu lassen und weitere Maßnahmen einzuleiten.

Mit dieser Mittelbereitstellung des Senats ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Sanierung des Mahnmals gemacht worden. Die Kosten werden z.Zt. noch ohne belastbare Daten auf 6 - 10 Mio Euro geschätzt.

 
 

Gerüstaufbau geht weiter (17.10.2011)

Seit Montag, 10.10.2011, laufen die Arbeiten zum Gerüstaufbau weiter. Auf der Süd-, West- und in Teilen der Nordseite des Turmes wächst nun das Gerüst weiter in die Höhe. Es sind die Seiten, die noch nicht in den 90er Jahren saniert wurden. Die Einrüstung bis auf ca. 90 m Höhe wird voraussichtlich ca. 10 - 12 Wochen dauern.

Warum dauert das so lange? Ein Gerüst mit dieser Höhe muss von einem Statiker berechnet  und von einem zusätzlichen Prüfstatiker abgenommen werden. Je höher das Gerüst aufgebaut wird, umso eher machen sich Wind und Wetter bemerkbar. Sturm, Regen oder heftige Böen erschweren den Aufbau oder führen zu Unterbrechungen. Im Dezember 2011 sollen die Gerüstarbeiten abgeschlossen sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript um die Galerie nutzen zu können!

Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://2.image.hamburg.de/image/3173442/st_nikolai_geruest_01.jpg?width=482&height=359
Q
http://2.image.hamburg.de/image/3173442/st_nikolai_geruest_01.jpg?width=1500&height=1125
St. Nikolai - Gerüstaufbau
1500
1125
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://1.image.hamburg.de/image/3173450/st_nikolai_geruest_02.jpg?width=482&height=359
Q
http://1.image.hamburg.de/image/3173450/st_nikolai_geruest_02.jpg?width=1500&height=1125
St. Nikolai - Gerüstaufbau
1500
1125
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://5.image.hamburg.de/image/3173454/st_nikolai_geruest_03.jpg?width=482&height=359
Q
http://5.image.hamburg.de/image/3173454/st_nikolai_geruest_03.jpg?width=1500&height=1125
St. Nikolai - Gerüstaufbau
1500
1125
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://4.image.hamburg.de/image/3173464/st_nikolai_geruest_04.jpg?width=482&height=359
Q
http://4.image.hamburg.de/image/3173464/st_nikolai_geruest_04.jpg?width=1500&height=1125
St. Nikolai - Gerüstaufbau
1500
1125
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://9.image.hamburg.de/image/3186558/st_nikolai_geruest_05.jpg?width=482&height=359
Q
http://9.image.hamburg.de/image/3186558/st_nikolai_geruest_05.jpg?width=640&height=480
St. Nikolai - Gerüstaufbau
640
480
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://0.image.hamburg.de/image/3186560/st_nikolai_geruest_06.jpg?width=482&height=359
Q
http://0.image.hamburg.de/image/3186560/st_nikolai_geruest_06.jpg?width=640&height=480
St. Nikolai - Gerüstaufbau
640
480
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://2.image.hamburg.de/image/3186562/st_nikolai_geruest_07.jpg?width=482&height=359
Q
http://2.image.hamburg.de/image/3186562/st_nikolai_geruest_07.jpg?width=640&height=480
St. Nikolai - Gerüstaufbau
640
480
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://4.image.hamburg.de/image/3186564/st_nikolai_geruest_08.jpg?width=482&height=359
Q
http://4.image.hamburg.de/image/3186564/st_nikolai_geruest_08.jpg?width=640&height=480
St. Nikolai - Gerüstaufbau
640
480
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://6.image.hamburg.de/image/3186566/st_nikolai_geruest_09.jpg?width=482&height=359
Q
http://6.image.hamburg.de/image/3186566/st_nikolai_geruest_09.jpg?width=640&height=480
St. Nikolai - Gerüstaufbau
640
480
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://8.image.hamburg.de/image/3186568/st_nikolai_geruest_10.jpg?width=482&height=359
Q
http://8.image.hamburg.de/image/3186568/st_nikolai_geruest_10.jpg?width=640&height=480
St. Nikolai - Gerüstaufbau
640
480
Gerd Baum

St. Nikolai - Gerüstaufbau

http://1.image.hamburg.de/image/3186570/st_nikolai_geruest_11.jpg?width=482&height=359
Q
http://1.image.hamburg.de/image/3186570/st_nikolai_geruest_11.jpg?width=640&height=480
St. Nikolai - Gerüstaufbau
640
480
(Quelle: Gerd Baum) Postkarte versenden Zoom

 

Polizei Hubschrauber rettet Befliegung St. Nikolai (28.09.2011)

In letzter Sekunde konnte durch den beherzten Einsatz der Hubschrauberstaffel der Polizei die geplanten Messbilder vom Turm der Kirchenruine wie geplant am durchgeführt werden. Spätnachmittags am Tag zuvor wurde von der Luftüberwachung Hamburg die Befliegung durch eine private Charterfirma abgelehnt, da die hohen Anforderungen nicht erfüllt wurden. Die Anfrage bei der Hubschrauberstaffel auf Hilfe bei der Lösung dieses Problems wurde innerhalb von einer Stunden positiv beschieden, so daß am 28.09. um 8 Uhr der erste Start erfolgte. Aufgrund der Lichtverhältnisse erfolgte eine zweite Befliegung um 14.30 Uhr. 

Mit 2 Spezialkameras wurden aus offener Tür des Hubschraubers von 3 Mitarbeitern der beauftragten Vermessungsfirma die erforderlichen Aufnahmen des Turmes ab einer Höhe von 90 m gemacht. Sie dienen als Grundlage für die Schadensfeststellung und Ermittlung des Sanierungsumfanges.      

Herzlichen Dank vom Auftraggeber Fachamt Management des öffentlichen Raumes an die Hubschrauberstaffel der Polizei für die professionelle und blitzschnelle Hilfe!