Alsterschwäne Im Winterquartier

Für Hamburg haben sie eine besondere Bedeutung, die Alsterschwäne. Seit mehreren hundert Jahren leben sie auf der Alster und dies nicht rein zufällig. Die Alsterschwäne haben dieses Jahr bereits am 7. November ihr Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich bezogen. 

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Alsterschwäne

Alsterschwäne beziehen Winterquartier

Besondere Aufmerksamkeit fällt alljährlich im November auf die Arbeit des Schwanenvaters. Denn dann findet der über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Umzug der Alsterschwäne in ihr Winterquartier statt. 2017 fiel der Umzug auf den 7. November. Allerdings konnten nur rund 60 Tiere in ihr Winterquartier gebracht werden. Der Sturm "Xavier", der im Oktober in Hamburg wütete, habe bei den Tieren Fluchtreflexe ausgelöst, weswegen es jetzt erheblich schwerer sei, die Schwäne einzufangen. Die Schwäne hätten sich deswegen in die ruhigeren Alsterkanäle zurückgezogen so Olaf Nieß in einem Bericht vom Hamburger Abendblatt. Nun wird sich das spannende Spektakel in der Kleinen Alster einige Male wiederholen bis alle Schwäne in ihr Winterquartier gezogen sind. 
Normalerweise werden die rund 120 Tiere allesamt in die kleine Alster getrieben, eingefangen und von dort dann in kleinen blauen Booten zum Winterquartier am Mühlenkamp in Eppendorf verschifft. Im Eppendorfer Mühlenteich wurde extra für die Alsterschwäne ein kleines Überwinterungsquartier geschaffen. Damit die Wasseroberfläche bei Eis und Kälte nicht zufriert, wurden besonders energiesparende Unterwasserpumpen eingebaut. Die Tiere suchen sich auf der großzügigen Anlage ihre Nahrung selbst aber werden je nach Witterungsverhältnissen auch gefüttert. So ist das Überleben der lebenden Wahrzeichen Hamburgs auch im Winter gesichert. Damit unsere Alsterschwäne uns lange erhalten bleiben.

Hamburger Alsterschwäne haben lange Tradition

Hamburg ohne die weißen Schwäne, kaum vorstellbar. Diese enge Verbundenheit der Hansestadt mit den Schwänen hat eine lange Tradition. Und selbst eine alte Legende besagt dass, so lange stolze Schwäne auf der Alster ihre Runden ziehen, Hamburg eine freie und wirtschaftlich erfolgreiche Hansestadt ist. In Aufzeichnungen aus dem 16. Jahrhundert finden sich bereits Abrechnungen über den Kauf von Futtermitteln für die Schwäne aus öffentlichen Mitteln. Im Jahre 1164 wurden die Schwäne dann vom Hamburger Rat unter einen besonderen Schutz gestellt. Es war seither verboten sie zu beleidigen, zu verletzen oder gar zu töten. Ebenso ist es eine Tradition Hamburgs, den Vertretern besonders verbundener Städte oder Staaten bei offiziellen Besuchen Schwäne als Gastgeschenke zu überreichen. Die Tiere werden dann sozusagen als Botschafter Hamburgs tätig.

Das Schwanenwesen

Ist einer der Alsterschwäne mal krank oder verletzt, kümmert sich das eigens eingerichtete städtische Amt des Revierjagdmeisters um die Tiere. Der sogenannte Schwanenvater ist der einzige Mitarbeiter der Zentralstelle Schwanenwesen. Dieses Amt ist einzigartig in Deutschland und besteht bereits seit dem 11. Jahrhundert. Hamburgs jetziger Schwanenvater heißt Olaf Nieß. Er feierte vor kurzem sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Schon sein Vater Harald Nieß war seit 1950 Schwanenvater in Hamburg. Und hat die Betreuung der Schwäne in die Hände seines Sohnes übergeben. Neben der Notfallrettung verunglückter Tier gehört zu seinen Aufgaben die Aufzucht und Pflege verwaister Jungtiere oder die Überwachung des Lebensraums.


Im Winterquartier
Für Hamburg haben sie eine besondere Bedeutung, die Alsterschwäne. Seit mehreren hundert Jahren leben sie auf der Alster und dies nicht rein zufällig. Die Alsterschwäne haben dieses Jahr bereits am 7. November ihr Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich bezogen. 
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20171107 16:47:52