Altona-Altstadt, Altona-Nord und Ottensen
von Birte Kaiser
Die alte Bausubstanz in Ottensen hat es seinen Bewohnern besonders angetan. Hier stehen zahlreiche sanierte Altbauten inmitten einer lebendigen multikulturellen Szene. Das zieht junge Paare und erlebnishungrige Singles an, die dadurch ihrerseits das Viertel prägen. Schon seit mehreren Jahren schießen die Kneipen, Bars und Restaurants wie Pilze aus dem Boden. Und in der "Fabrik" stehen fast jeden Tag Konzerte auf dem Programm.
Viele teure Wohnungen
Vom Industriestandort zum Szeneviertel: Jeder will von der neuen Beliebtheit des Stadtteils profitieren, leider auch die Vermieter. Wer überhaupt eine Wohnung findet, kann sich schon glücklich schätzen, Schnäppchen sind hier bei mindestens 10 Euro pro Quadratmeter kaum noch zu machen. Eine Wohn-Alternative sind da Altona-Nord und -Altstadt. In dem von großen Wohnblocks und Mietshäusern geprägten Stadtteilen gibt es noch einige schöne und erschwingliche Ecken.
Viel Kultur und Subkultur
Einstige Industriestandorte
Den einstigen Industriestandort Ottensen kann man noch erahnen, wenn man durch die Zeisehallen schlendert. Die ehemaligen Fabrikgebäude wurden liebevoll restauriert und bieten nun einem Kino, Büros, Kneipen sowie Geschäften Platz. Das Einkaufszentrum in Ottensen ist das Mercado, aber auch in der Ottenser Hauptstraße oder in der Bahrenfelder Straße lässt es sich prima shoppen. Altona-Altstadt hat zudem die Neue Große Bergstraße als Einkaufsstraße. Einst als erste Fußgängerzone Hamburgs gepriesen, galt sie später jahrelang als eher unattraktive Meile und wird derzeit erneut umgestaltet.
Reizvolle Bauwerke und geschäftiges Treiben
Das Prunkstück Altonas ist das klassizistische schneeweiße Altonaer Rathaus (Altstadt), in dessen unmittelbarer Nähe die Prachtallee Palmaille in die Elbchaussee mündet. Die vielen herrschaftlichen Gebäude, die die baumbestandene Palmaille säumen, sind unbedingt sehenswert. Unweit von hier finden sich der Donnerspark und der Altonaer Balkon mit ihren großartigen Ausblicken über Hafen und Elbe.
Fisch und Bier
Ein weiteres historisches Gebäude in der Nähe ist die Fischauktionshalle. Hier findet jeden Sonntag der Hamburger Fischmarkt statt. Händler bieten in aller Herrgottsfrühe Waren feil, und zwar nicht nur Fische. Viele nehmen hier ihr Katerfrühstück ein, andere stehen extra früh auf, um diese einmalige Attraktion mitzuerleben. Gemeinhin in St. Pauli vermutet, gehört das Areal des Fischmarkts dennoch zu Altona-Altstadt. Rund um den Fischgroßmarkt in der Großen Elbstraße finden sich auch immer noch zahlreiche Fisch verarbeitende Betriebe, in der Holstenbrauerei in der Harkortstraße (Altona-Nord) wird seit 1879 Bier gebraut. Ein noch größerer Arbeitgeber im Stadtteil ist jedoch das Briefzentrum der Deutschen Post AG, wo um die sechs Millionen Briefe täglich abgefertigt werden.
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Altona-Nord hat die S-Bahnhöfen Altona und Diebsteich und Altona-Altstadt die Stationen Königstraße und Holstenstraße, aber eine angemessene U-Bahn-Anbindung fehlt Altona bis heute. Nur wer im Nordosten wohnt, kann die U2 an der Emilienstraße nutzen. Immerhin verkehren zahlreiche Busse, denn in Ottensen ist weder der Bahnhof Altona noch die Station Bahrenfeld für jeden gut erreichbar. Die meisten Ottenser sind daher mit dem Fahrrad unterwegs, denn das ist in diesen verwinkelten Straßenzügen ohnehin das schnellste Fortbewegungsmittel. Wer ein Auto hat, wird es bereuen. Die Parkplatznot ist groß und die Straßen sind eng.
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