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Bahrenfeld, Groß Flottbek, Nienstedten (mit Klein Flottbek) und Othmarschen

von Birte Kaiser

In diesen Stadtteilen im Westen wohnen viele der wohlhabenderen Hamburger, oftmals sogar mit Elbblick. In manchen Ecken, etwa in Bahrenfeld gibt es aber auch attraktiven Wohnraum für Durchschnittsverdiener.

 

bahrenfeld
(Bild: hamburg.de)

 

Bahrenfeld im Stadtplan:

Karte  / google maps
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Bahrenfeld fällt im Vergleich zu Othmarschen, Nienstedten und Flottbek etwas aus der Reihe. Bahrenfeld ist ein schöner Stadtteil, obwohl durch sozialen Wohnungsbau und Gewerbe geprägt. Er spricht auch Menschen mit etwas kleinerem Geldbeutel an und hat eine gute Verkehrsanbindung nach Altona sowie weiter in die Innenstadt (S1 sowie Metrobusse 2 und 3). Aufgewertet wurde Bahrenfeld durch den Umbau alter Industriestandorte zu modernen Wohn- und Arbeitsparks, zum Beispiel der Phoenixhof oder das Gaswerk. Es entstanden viele neue Läden, Bürogebäude und Loftwohnungen. Das brachte neue Arbeitsplätze mit sich und Menschen, die zuzogen oder zumindest in den Mittagspausen die Restaurants der Umgegend bevölkern.

Wohnen in ehemaligen Fabriken
In Othmarschen sind einige Handwerksbetriebe, Einzelhändler und Ärzte ansässig. Das Allgemeine Krankenhaus Altona (AKA) mit 2000 Mitarbeitern ist ein wichtiger Arbeitgeber. In Nienstedten sorgt die Führungsakademie der Bundeswehr (FüAk) für Arbeitsplätze. Bis 1995 wurde im Stadtteil auch noch Bier gebraut. Heute entstehen auf dem Gelände der ehemaligen Elbschloss-Brauerei Villen, Wohnungen und eine Seniorenresidenz. Als Wahrzeichen erhalten geblieben ist aber das Elbschlösschen, ein Haus im klassizistischen Stil mit flacher Kuppel und ionischer Tempelfront. In Othmarschen zeugt der Röperhof, heute ein Restaurant, noch vom alten dörflichen Gepräge des Ortes.

Color Line Arena Hamburg

(pixelio.de/EOSREBELL)


Grünflächen und Arenen
Bahrenfeld ist besonders grün, 40% der Fläche bestehen aus Parks und Friedhöfen. Der Volkspark umfasst die größte Fläche und im angrenzenden Stadion, früher Volksparkstadion, heute HSH Nordbank Arena, gibt es Rockkonzerte hochkarätiger Musiker zu sehen, wenn nicht gerade der HSV zum Bundesligaspiel aufläuft. In unmittelbarer Nachbarschaft ist die Color Line Arena entstanden, hier kommen Musik-Fans und Sportfreunde gleichermaßen auf ihre Kosten. Die ebenfalls am Volkspark gelegene Bahrenfelder Trabrennbahn wurde durch die Arena als Stätte für Musikereignisse abgelöst, aber natürlich finden hier (donnerstags und sonntags) immer noch Pferderennen statt.

Klein Flottbek - Mekka für Pferdefreunde
Der Reitturnierplatz in Klein Flottbek (zu Nienstedten gehörig) ist seit fast 75 Jahren die Heimat eines berühmten Spring- und Dressurderbys. Edle Sportarten stehen in den Villenvororten überhaupt hoch im Kurs. In Othmarschen steht Vereinsmitgliedern ein kleiner Golfplatz zur Verfügung, aber auch Tennis und Hockey werden hier gespielt. Viele können es sich leisten. Wie die Einkommensstatistik zeigt, liegen hier die Einkünfte durchschnittlich doppelt so hoch wie im Bezirk Altona. Dementsprechend teure Restaurants sind hier angesiedelt, besonders entlang der Elbe wird man da fündig.

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Edles Wohnen in Elbnähe
Exklusiver als in Altona kann man in der Waitzstraße seine Einkäufe erledigen, wer aber doch mal raus will, nimmt die S-Bahn. Die S 1 oder die Busse verbinden die Stadtteile in Richtung Altona und die Innenstadt (ca. eine halbe Stunde). Eigentlich fährt man hier aber nur ungern mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nimmt lieber das Auto und reiht sich in die Staus auf der Elbchaussee ein, die eigentlich ständig überlastet ist. Dennoch gilt sie als die Vorzeigestraße Hamburgs überhaupt. Wer hier wohnt, natürlich auf der Elbseite (der "nassen Seite") versteht sich, hat es geschafft.

Schöne Parks und viel Kultur
Wer als Besucher den Blick auf die Elbe genießen will, kann dies sehr schön entlang des Elbuferwegs tun. In Nienstedten vom Hirschpark in Richtung Övelgönne mit seinem Museumshafen und den immer viele Touristen anziehenden Lotsenhäusern. Ein Abstecher in den Jenisch-Park nach Othmarschen lohnt sich immer, von hier ist der Blick auf die Elbe besonders schön. Das Jenisch-Haus und das Ernst-Barlach-Haus (Stiftung Hermann F. Reemtsma) bieten Kulturinteressierten zudem verschiedene Ausstellungen und auch der unweit gelegene Neue Botanische Garten lohnt einen Besuch.
Wer am Elbstrand ein Bier trinken will, steuert die Strandperle an, den kleinen Kiosk mit Kultcharakter. In diese Villenviertel zieht es nicht nur Anwohner, sehr viele kommen nur zum Gucken, zum Spazierengehen.

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