Eidelstedt, Schnelsen und Stellingen
von Birte Kaiser
Mehr zur Geschichte des Bezirks Eimsbüttel
Zahlreiche Neubaugebiete
Auch Eidelstedt hat seinen dörflichen Charakter nicht über die Nachkriegszeit hinaus bewahrt. Überall wurde abgerissen und neu gebaut. Das hatte zur Folge, dass zahlreiche Wohngebiete die beiden Stadtteile beherrschen. Neben vielen Einzel- und Reihenhäusern aus den fünfziger Jahren prägen auch Mietshaussiedlungen die Viertel. So auch in Stellingen: Eingeklemmt zwischen der S-Bahn und den Fernbahngleisen mussten in den sechziger Jahren die Kleingärten der Hochhaussiedlung "Linse" weichen.
Burgwedel liegt in Schnelsen
In Stellingen gibt es kaum Einkaufsmöglichkeiten, kulturelle Einrichtungen fehlen, und für Kinder- und Jugendarbeit fehlt das Geld. In jüngerer Zeit sind weitere Neubaugebiete entstanden, so zum Beispiel in Burgwedel, einem Quartier innerhalb von Schnelsen, das sich besonderer Beliebtheit bei Familien mit Kindern erfreut. Zum Einkaufen geht der Schnelsener in die Frohmestraße. In Eidelstedt hat man es da noch besser. Mit dem Eidelstedt Center hat das Viertel ein großes Zentrum mit zahlreichen Geschäften. Durch die Verkehrsachsen ist Stellingen viergeteilt. Zum Einkauf gehts in den Langenfelder Damm, je nach Wohnlage muss man dafür allerdings die sechsspurige Kieler Straße überqueren.
Der berühmte Zoo
Dafür bietet der Nordosten von Stellingen Hamburgs Vorzeige-Oase schlechthin: Hagenbecks Tierpark mit ca. 27 Hektar einer der größten privaten Tierparks der Welt. Etwa 2500 Tiere aus allen Kontinenten kann man hier bewundern. Zumindest im Süden von Stellingen fühlt man sich eigentlich als "Eimsbütteler". Die Rotklinkerbauten, die hier den Stadtteil prägen, sind nicht unbeliebt, die U2-Haltestelle Lutterothstraße oder zumindest die S-Bahn-Station Langenfelde sind meist gut erreichbar.
Gute Verkehrsanbindung
Auch die Kneipen und Restaurants in Eimsbüttel sind gut zu erreichen. Die Verkehrsanbindung von Schnelsen und Stellingen in die City übernimmt der Metrobus 5, aber eine halbe Stunde oder mehr sollte man schon einplanen, gerade zu den Stoßzeiten kommt der Bus oft nicht gut voran. Anschluss nach Altona und dann Richtung City bietet die S-Bahn, die mit den Haltestellen Eidelstedt und Elbgaustraße auch den nordwestlichen Stadtteil abdeckt. Die AKN in Eidelstedt bietet Pendlern Umsteigemöglichkeiten Richtung Norden nach Kaltenkirchen, Bad Bramstedt oder Neumünster.
Viel Gewerbe und große Unternehmen
Bei Schnelsen denkt jeder sofort an IKEA, aber es gibt auch andere große Unternehmen, die hier ihren Sitz haben. Auch das ModeCentrum Hamburg und die Messehalle HamburgSchnelsen sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Auch Werner Otto legte hier 1946 mit einer Schuhfabrik den Grundstein für den Weltkonzern Otto Versand.
In Eidelstedt sorgt das ICE-Werk für Arbeitsplätze. Für die zahlreichen Bahnbediensteten wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts extra Wohnraum geschaffen. Heute stehen die zweigeschossigen Mehrfamilienhäuser an der Mählstraße unter Milieuschutz.
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Familienfreundlich und erschwinglich
Diese zwei nördlicheren Stadtteile von Hamburg sind besonders familienfreundlich und gut an die zentraleren Viertel angebunden. In Eidelstedt und Schnelsen zahlte man 2003 durchschnittlich zwischen sieben bis acht Euro pro Quadratmeter Miete. Stellingen ist hingegen ein etwas teureres Pflaster, hier liegt der Quadratmeterpreis im Schnitt etwa einen Euro höher.
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