Behörde für Umwelt und Energie

Gutachten Berechnung Kfz-bedingter Schadstoffemissionen und -immissionen für Hamburg

Um einen umfassenden Überblick zur Luftqualität in Hamburg zu bekommen, hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt 2009 beim Ingenieurbüro Lohmeyer GmbH & Co. KG ein umfangreiches Gutachten zur Berechnung Kfz-bedingter Schadstoffemissionen und -immissionen in Auftrag gegeben.

Berechnung Kfz-bedingter Schadstoffemissionen und -immissionen für Hamburg

Das Gutachten liefert u.a. eine Abschätzung der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Reduktion der Luftschadstoffbelastungen und zeigt Verursacheranteile auf. Darüber hinaus dient es als fachliche Grundlage für die 1. Fortschreibung des Luftreinhalteplanes.

Die Schadstoffbelastung wurde berechnet für die Szenarien:

  • Istzustand mit Bezugsjahr 2009
  • Nullfall mit Bezugsjahr 2011, Prognose ohne Maßnahmen
  • Umweltzone (Einfahrt nur mit grüner Plakette) im Bezugsjahr 2011
  • PKW-Verkehrsreduzierung im Bereich der Umweltzone um 20% im Bezugsjahr 2011 

Folgende Untersuchungen wurden vorgenommen:

  • Ermittlung der Kfz-Emissionen in Hamburg für die Schadstoffe PM10, PM2,5, Stickoxide, Benzo[a]pyren, Benzol, Ruß und Kohlendioxid auf dem gesamten Hauptverkehrsstraßennetz
  • Berechnung der verkehrsbedingten Schadstoffimmissionen (Stickstoffdioxid, PM10, PM2,5, Ruß) für das Hauptverkehrsstraßennetz für den „Istzustand 2009“ bei teilweise oder ganz geschlossener Randbebauung
  • Berechnung der verkehrsbedingten Schadstoffimmissionen (Stickstoffdioxid, PM10, PM2,5, Ruß) für das Hauptverkehrsstraßennetz  für das Prognosejahr 2011 und das Szenario Umweltzone 2011 (Einführung eines Fahrverbotes für Fahrzeuge mit der Schadstoffgruppe 1, 2 und 3, nur 'grün')
  • Ermittlung der Emissionen und Immissionen (Stickstoffdioxid, PM10, PM2,5) getrennt nach PKW und Nutzfahrzeugen
  • Berechnung der Stickoxidemissionen getrennt nach Otto- und Dieselfahrzeugen
  • Qualitative Abschätzung zu der Immissionsbelastung durch Ultrafeine Partikel (PM0,1)
  • Betroffenheitsanalyse der Anwohner und empfindlicher Bevölkerungsgruppen bei Stickstoffdioxid, PM2,5, PM10 und Ruß
  • Auswirkungen von Verkehrsreduzierungen auf die Luftqualität

Zusammenfassung der Ergebnisse

Die Ergebnisse des Gutachtens bestätigen die Messwerte des Hamburger Luftmessnetzes. Die Hamburger Luft weist im Moment vor allem eine zu hohe Stickstoffdioxidbelastung (NO2) auf. Somit werden die zum Schutz der menschlichen Gesundheit von der EU festgelegten Schadstoff-Grenzwerte in weiten Teilen des Hauptverkehrsstraßennetzes überschritten. Darüber hinaus besteht auch für den Schadstoff Feinstaub (PM10) die Gefahr der Überschreitung des zulässigen Grenzwertes. 

Detaillierte Informationen zu allen Ergebnissen können Sie im Gutachten nachlesen, das Sie über unten stehenden Link herunterladen können. 

Downloads