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Kraftwerk Moorburg - Erläuterungen zur Vereinbarung

Das Genehmigungsverfahren für das Kraftwerk Moorburg läuft. Der vorzeitige Baubeginn für die Gründungsmaßnahmen wurde Vattenfall Europe im November 2007 genehmigt. Parallel dazu ist es der Freien und Hansestadt Hamburg nach einer langen Verhandlungsphase gelungen, mit dem Unternehmen eine weitreichende Vereinbarung zu schließen.  In dieser Vereinbarung hat sich Vattenfall zu erheblichen freiwilligen Leistungen verpflichtet. Insbesondere die vereinbarten Maßnahmen zur Fernwärmeversorgung sowie zur Einsparung und Abscheidung von CO2 gehen weit über das hinaus, was auf Grund des geltenden Rechts im Rahmen der Genehmigungsverfahren gefordert werden könnte. In der Vereinbarung werden ferner für den Bereich der Kühlwassereinleitung Mindeststandards incl. der dafür erforderlichen Maßnahmen festgelegt. Sollten sich aus den noch laufenden abschließenden Prüfungen zur wasserrechtlichen Erlaubnis darüber hinausgehende, strengere Anforderungen ergeben, so sind diese letztlich für die Erteilung der Genehmigung maßgebend. Die in der wasserrechtlichen Erlaubnis zu treffenden Auflagen stellen auch sicher, dass von keiner erheblichen Beeinträchtigung der FFH Gebiete am Elblauf auszugehen ist.

Die Vereinbarung wird nur dann wirksam, wenn das Kraftwerk genehmigt wird. Die Firma Vattenfall hat der Veröffentlichung zugestimmt.

In der Vereinbarung verpflichtet sich Vattenfall zu folgenden Maßnahmen:

  • Um die unerwünschte Erwärmung der Elbe deutlich zu reduzieren, errichtet Vattenfall zusätzlich zu den bisherigen Planungen eine gesondert zulassungsbedürftige Ablaufkühlung, die gewährleistet, dass die Erwärmung der Elbe durch das Kraftwerk verringert wird. Hierfür investiert Vattenfall einen zusätzlichen Betrag von 70 Mio. Euro.

  • Das Fernwärmenetz wird in Richtung Veddel, Wilhelmsburg und Harburg ausgebaut. Dadurch wird die Fernwärmeleistung von 450 Megawatt auf 650 Megawatt erhöht. Die Investitionen für die benötigte Haupttransportleitung betragen 50 Mio. Euro.

  • Die dadurch mögliche Steigerung der Wärmeauskopplung wird die Effizienz des Kraftwerks deutlich erhöhen; damit wird ein Wirkungsgrad von rd. 60 % erreicht. Zugleich wird die Einleitungstemperatur des Wassers in die Elbe weiter verringert.

  • Die von Vattenfall im Antrag für das Kraftwerk prognostizierte deutschlandweite Einsparung von jährlich 2,3 Mio. Tonnen CO-2  wird durch ein Gutachten des TÜV-Rheinland bestätigt. Diese Reduktion soll nach der Inbetriebnahme und weiter nach einem vollen Betriebsjahr erneut geprüft und testiert werden.

  • Vattenfall hat sich ferner verpflichtet, eine innovative Anlage zur CO2-Abscheidung so schnell wie technisch und rechtlich möglich zu realisieren. Der genaue Zeitpunkt wird durch eine Kommission zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und Vattenfall Europe festgesetzt. Für das zur Errichtung der Anlage erforderliche Grundstück hat Vattenfall bereits eine Option erworben.

Vereinbarung zwischen der Vattenfall Europe und der Freien und Hansestadt Hamburg

Gutachterliche Stellungsnahme des TÜV Rheinland zur Abschätzung der CO2-Reduzierung durch das neue Steinkohle-Kraftwerk Hamburg-Moorburg

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