Zentrum für Alleinerziehende und ihre Kinder Hohe Liedt
Unterstützung für junge Mütter/Väter
Die jungen Mütter, die in Hohe Liedt leben, sind mit vielfältigen Problemen konfrontiert, die sich aus unterschiedlichen Rollenerwartungen, Werten und individuellen Bedürfnislagen ergeben. Selbst noch mit der eigenen Identitätsbildung und Persönlichkeitsentwicklung befasst, stehen sie vor der Aufgabe, Verantwortung für ein weiteres Leben zu übernehmen. Nicht selten kommen sie aus belasteten Familien und Beziehungen. Ihre soziale Situation ist gekennzeichnet durch Erfahrungen mit Gewalt und sexuellem Missbrauch, psychische und physische Probleme, allgemein schlechte Wohnsituation, Suchtprobleme.
Auch für junge Mütter/Väter mit mehr als zwei Kindern
Durch eine interne Umstrukturierung wurden weitere Räume im Zentrum für Alleinerziehende und ihre Kinder frei. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen sind direkt auf dem Gelände zwei Wohnungen entstanden, die jeweils vier Zimmer für junge, alleinerziehende Frauen oder auch Männer mit mehr als zwei Kindern bieten. Beide Wohnungen – 88 und 78 Quadratmeter - sind großzügig geschnitten und verfügen jeweils über eine geräumige und lichtdurchflutete Wohnküche.
Zielgruppe sind in erster Linie Mütter, die mit der Situation aufgrund der Geburt des dritten Kindes oder mit Zwillingsgeburten überfordert sind. Oftmals leiden sie unter depressiven Zuständen, Zukunftsängsten, Lethargie, was sich auch auf die Entwicklung der bereits vorhandenen Kinder nachteilig auswirkt. Die Betreuung im Zentrum für Alleinerziehende erlaubt es, Mutter und Kinder zusammen zu lassen, sie gewährleistet eine tragfähige Unterstützung für die Mutter und eine Kontrolle des Kindeswohls.
Für die verlässliche Kinderbetreuung stehen geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung. Dieses Angebot bezieht die jungen Mütter/Väter mit ein und unterstützt deren Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen - zum Beispiel Schulbesuch oder Ausbildung.
Stationäre Hilfen in Hohe Liedt mit der Möglichkeit zur ambulanten Nachbetreuung
(Bormann)
Nach Beendigung der Hilfe können Kolleginnen und Kollegen der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) des KJHV Nord im Bezirk Nord und Wandsbek eine ambulante Betreuung übernehmen. Die Überleitungsprozesse können aufgrund der Anbindung der beiden Bereiche an eine Abteilung, langfristig vorbereitet werden. Die SPFH wendet sich an Familien mit Kindern, die sich in schwierigen Lebenslagen oder Krisen befinden. Das Angebot soll helfen, die Herausnahme von Kindern aus der Familie zu verhindern. Wo dies im Einzelfall doch nötig wird, gilt es, mit der Teilfamilie weiter zu arbeiten und die familiären Bezüge zu stabilisieren. Die SPFH leistet Hilfe zur Selbsthilfe und zielt auf Integration, Mobilisierung der Ressourcen sowie eine gelingende Versorgung. In Hohe Liedt gilt es darüber hinaus, Übergänge in betriebliche Ausbildung und in eigenen Wohnraum zu begleiten.
Alltagskompetenz und Tagesablauf
(Bormann)
Diese Rahmenbedingungen sollen die Mütter/Väter befähigen, erforderliche Alltagskompetenzen für sich und ihr Kind zu erwerben sowie Selbstwertgefühl und verantwortliche Selbstständigkeit zu entwickeln. Sie werden in die Planung der geregelten Tagesabläufe einbezogen und sollen häusliche Aufgaben übernehmen.
Zugang zur Hilfe
Voraussetzung für die Hilfe ist eine Verfügung der Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD) nach § 19 SGB VIII.
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