Landschaftsschutzgebiete
Landschaftsschutzgebiete dienen dem großflächigen Schutz von Kulturlandschaften mit ihren regionaltypischen Besonderheiten, Landschaftsbildern und Funktionen für den Naturhaushalt (Boden, Wasser, Klima, Pflanzen- und Tierwelt). Derzeit sind etwa 22 Prozent der Hamburgischen Landesfläche als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen.
(siehe hierzu auch die Karte Natur- und Landschaftsschutzgebiete)
Unter Landschaftsschutz stehende Feldmark im Hamburger Norden (Duvenstedt)
In Hamburg waren dies vor allem die Achsenzwischenräume/Freiflächen nördlich der Elbe (z.B. Elbhang, Feldmarken), große Bereiche der Walddörfer (Wandsbeker Geest, Tal der Alster) und die Harburger Berge (Haake). Die Marschenräume (Süderelbmarschen, Wilhelmsburger Elbinsel, Vier- und Marschlanden) blieben dabei bis auf wenige Ausnahmen unberücksichtigt.
Ob durch den Bau von Wohnungen und Industrieanlagen, durch Straßenbau oder Flussbegradigungen, die Industriegesellschaft wirkt in vielfältiger Form auf die Landschaft ein. Vielerorts verschwinden gliedernde und belebende Landschaftselemente wie Hecken, Feldgehölze und Kleingewässer. Naturräume werden zerstört, Möglichkeiten zur Naherholung verschwinden. Trotz der Bemühungen des Naturschutzes ist in den letzten Jahrzehnten der Arten- und Biotoprückgang unaufhaltsam fortgeschritten.
Die bestehenden Landschaftsschutzgebiete entsprechen derzeit mit einer Gesamtfläche von ca. 16.579 ha einem Anteil von etwa 22 % an der Landesfläche. Früher wurden Landschaftsschutzgebiete vorrangig zur Erhaltung des Landschaftsbildes bzw. zur Sicherung der Erholungsfunktion einer Landschaft ausgewiesen.
Geschützter Elbhang bei Blankenese
Im Alstertal
Die großräumigen Kulturlandschaften Hamburgs wie Marschen, Geesten und Gewässerläufe sollen nachhaltig bewirtschaftet und in ihrer Funktion erhalten und gestärkt werden. Andererseits sind viele bestehende Schutzgebietsflächen faktisch mit unverträglichen Nutzungen belegt oder bebaut und dadurch in ihrem ursprünglichem Charakter zerstört. Auch entsprechen die Schutzbestimmungen auf Grund veränderter Nutzungsansprüche oft nicht mehr den heutigen an Natur und Landschaft zu stellenden Schutzanforderungen. Bis 2010 soll die ausgewiesene Fläche ca. 25.300 ha (ca. 35% der Landesfläche) betragen. Die Neukonzeption für die Natur- und Landschaftsschutzgebiete in der Freien und Hansestadt Hamburg ist im Arten- und Biotopschutzprogramm der Behörde für Umwelt und Gesundheit dargestellt.

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