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Die häufigsten Unfallursachen

Die Zahl der Verunglückten im Hamburger Straßenverkehr ist in den vergangenen Jahren zum Glück zurückgegangen. Sie sank im Zeitraum von 2002 bis 2009 um insgesamt 18,9 %. Ein nahezu unverändertes Bild ergibt sich jedoch seit einigen Jahren bei den Unfallursachen, insbesondere bei den schweren Unfällen, bei denen Menschen verunglücken. Die Statistik der Polizei für 2009 nennt für diese so genannten Personenschadensunfälle folgende Hauptunfallursachen:

  • Überhöhte Geschwindigkeit und zu geringer Abstand ( 31,4%) 
  • Missachtung von Vorfahrt/Vorrang und Rotlicht: (14,7%)
  • Weitere Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Einfahren in den flie­ßenden Verkehr: (25,2%)

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Eine große Gefahr geht auch weiterhin von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr aus. Bei rund 45% aller 879 Unfälle unter Alkoholeinfluss im Jahr 2009 wurden Personen verletzt, in fünf Fällen war Alkohol die Hauptursache für Unfälle mit Getöteten. Genauso hoch ist das Risiko bei Fahrten nach dem Konsum von Drogen. Hier gab es 2009 insgesamt 94 Unfälle mit 64 Verunglückten.

Die Bekämpfung der genannten Hauptunfallursachen steht im Mittelpunkt der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit, zu der ganz wesentlich die Überwachung des fließenden Verkehrs gehört. Im Zuge ihrer Geschwindigkeitsüberwachung konzentriert sich die Polizei auf Stellen, an den Unfallhäufungen erkannt wurden und auf den Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer im Umfeld im Umfeld von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Senioreneinrichtungen usw. Daneben wird mit geringeren Ressourcen auch dort überwacht, wo erfahrungsgemäß deutlich zu schnell gefahren wird.  

Angesichts der hohen Zahl von Verkehrsverstößen unterstützte die Hamburger Innenbehörde die Überlegungen des Bundesverkehrsministers für eine Erhöhung der Bußgelder bei Verkehrsverstößen, die zu den Hauptunfallursachen zählen.

 

(Bundesverkehrsministerium Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR))

Auch im Rahmen der Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit der Innenbehörde bzw. der Polizei nimmt die Bekämpfung der Hauptunfallursachen breiten Raum ein, so auch bei den Aktionen „Rücksicht auf Kinder“, Drugstop und bei Veranstaltungen, Messen usw.

Hamburg unterstützt die Kampagne des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Verkehrssicherheitrates „Runter vom Gas“.

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