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Bundesweiter Aktionstag klärte über die Risiken beim Glücksspiel auf

Glücksspiel bedeutet für die, die nicht davon lassen können, keineswegs nur Unterhaltung. In Deutschland gelten 0,2 bis 0,6 Prozent der 18- bis 65jährigen als glücksspielsüchtig, davon leben nach Schätzungen allein rund 10.000 Menschen in Hamburg. Es ist daher notwendig, dieses Thema von Tabus zu befreien, über die Risiken rund um das „Zocken und Daddeln“ aufzuklären und auf vorhandene Hilfen aufmerksam zu machen.

Luftballonaktion im Rahmen des Aktionstages Glücksspiel Luftballonaktion

(FHH-BGV)

  
Straßenhüttchenspiel im Rahmen des Aktionstages Glücksspiel Improvisationskünstler

(FHH-BGV)

Aus diesem Anlass fand am 29. September 2011 ein bundesweiter Aktionstag statt.

Auch in Hamburg gab es hierzu Aktionen, wie zum Beispiel die Informations- und Unterstützungsangebote durch die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen, welche gemeinsam mit dem Hamburger Arbeitskreis Glücksspielsucht (HAGS) und einer Vielzahl von Suchtberatungsstellen durchgeführt wurden.

Mit der Sucht treten häufig auch finanzielle Probleme auf. Reicht das eigene Einkommen nicht mehr aus, um das Glücksspiel zu finanzieren, machen viele betroffene Menschen Schulden. Bei fast einem Fünftel liegt der Schuldenstand über 25.000 €, bei 8 Prozent sogar über 50.000 €.

Zudem berichtet über die Hälfte der Glücksspielerinnen und Glücksspieler, die Hilfe in einer Beratungsstelle suchen, von psychischen und seelischen Belastungen.

Luftballonaktion im Rahmen des Aktionstages Glücksspiel
Luftballonaktion

(FHH-BGV)

Im Rahmen des Aktionstages klärte die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen zentral am Hachmannplatz (gegenüber vom Schauspielhaus) über die Folgen von Glücksspielsucht und über Hilfsangebote in Hamburg auf. Während eine Luftballonaktion und Improvisationstheaterspieler die Veranstaltung am Hauptbahnhof begleiteten, informierte die STZ Beratungsstelle Harburg parallel am Harburger Rathausplatz zu Risiken und Folgen von Glücksspielsucht und stellte Behandlungsmöglichkeiten vor. Von 18.30 bis 20.00 Uhr gab Aktive Suchthilfe e.V. Hamburg in der Repsoldstraße 4 (Nähe ZOB/Besenbinderhof) Angehörigen von Glücksspielenden und Menschen, die an Glücksspielen teilnehmen, im Rahmen eines offenen Austauschs Auskunft.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.automatisch-verloren.de.