Juni 2009: bab.la
Ohne Fremdsprachen-Kenntnisse kommt heutzutage niemand mehr aus. Ob es um englische Werbe-Slogans im Fernsehen, den Urlaub in Spanien oder das Surfen im Internet geht, überall trifft man auf „fremde Sprachen“. Selbst Kindergartenkinder lernen heute bereits ihre erste Fremdsprache. Das Sprachportal bab.la hat sich zum Ziel gesetzt, erste Anlaufstelle zum Thema Sprachen im Internet zu sein. bab.la bietet vom Wörterbuch bis zum Vokabeltrainer viele Produkte rund um das Thema „Sprachen lernen“.
Die Besonderheit von bab.la ist die Interaktivität: Nutzer können die Inhalte aktiv mitgestalten. Sei es ein neuer Übersetzungsvorschlag oder eine selbst erstellte Vokabellektion, alle neuen Inhalte werden mit anderen Nutzern geteilt. Bei der Qualitätssicherung helfen Bewertungen und Kommentare anderer Nutzer sowie die hauseigene Redaktion. Die Weltrangliste verrät, welche Nutzer am fleißigsten mithelfen.
International von Anfang an
Das Sprachportal ist mittlerweile in 13 verschiedenen Sprachen verfügbar. Gestartet ist bab.la im Juli 2007 mit Deutsch und Englisch, alle zwei Monate kommt eine neue Sprache hinzu. Das macht die Nutzerschaft von bab.la durch und durch international. Über 1,5 Millionen Nutzer aus über 200 Ländern besuchen bab.la monatlich; jeden Monat verzeichnet bab.la zweistellige Zuwachsraten. Das überzeugt: In 2007 war bab.la bei Deutsche Startups als Start-Up des Jahres nominiert, 2008 wählte die Wirtschaftswoche bab.la zu den vielversprechendsten deutschen Start-Ups, im Mai 2009 schließlich wurde bab.la von der Internet World Business als Business Idee 2009 vorgeschlagen.
DIE DREI FRAGEN
1. Wie bist Du/seid Ihr auf die Idee gekommen?
Ich bin zweisprachig aufgewachsen, meine Mutter ist Schwedin, mein Vater Deutscher. Diese Internationalität hat sich durch mein ganzes Leben gezogen. In der Schule war ich ein Jahr an einer Highschool in den USA; während des Studiums habe ich zwei Auslandssemester in Kanada und Schweden verbracht und außerdem zwei Auslandspraktika absolviert. Dabei habe ich immer wieder gemerkt, wie wichtig die Themen „Sprachen lernen“ und „Kulturen verstehen“ sind. Die Idee zu bab.la hatte ich schon 2001 zum Ende meines Studiums. 2007 war die Zeit dann endlich reif für unser Sprachportal, in dem wir drei Ansätze kombiniert haben: Erstens viele Produkte rund um das Thema „Sprache“, zweitens so viele Sprachen wie möglich, drittens alles Wiki-basiert, so dass der Nutzer auch mitarbeiten kann.
2. Was haben Deine/Eure Eltern/besten Freunde gesagt, als Du/Ihr Ihnen von dem Vorhaben erzählt hast/habt?
Oft wird ja der Spruch "Wenn Deine Mutter die Idee versteht und es nutzen kann, dann bist Du auf dem richtigen Weg" zitiert. Ich hatte meiner Mutter von der Idee des Sprachportals erzählt und ihr den einfachsten Usecase, das Nachschlagen von Übersetzungen im Wörterbuch, als Beispiel genannt. Sie meinte dazu: "Das ist gut, die Leute müssen immer Übersetzungen nachschlagen. Und Sprachen werden immer wichtiger." Und damit sind wir dann auch gestartet: Ein Deutsch-Englisch Wörterbuch zum Nachschlagen von Übersetzungen. Mittlerweile haben wir 20 Wörterbücher in 13 Sprachen und viele weitere Sprachlernprodukte. Ich bin aber nicht sicher, ob meine Mutter das japanisch-englische Wörterbuch wirklich nutzen kann… ;-)
3. Was würdest Du/würdet Ihr heute anders machen?
Vieles und nichts. Im Nachhinein ist man ja immer schlauer. Wir haben viele Sachen ausprobiert, Produkterweiterungen, Marketing-Ansätze usw. Vieles hat nicht funktioniert, einiges ist super gelaufen. Das gehört aber zum Start-up dazu und ich möchte die Erfahrungen nicht missen. Wichtig ist, dass man die Sachen genau nachverfolgt und die Reißleine zieht, wenn etwas nicht funktioniert. Das ist manchmal schmerzlich, aber als Start-up darf man nicht den Fokus verlieren. Da wir drei Gründer sind, gelingt uns das im Team ganz gut. Denn es gibt ja immer drei Blickwinkel und die sind zum Glück oft nicht identisch.
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12 Empfehlungen
Rainer Hoppe
|
06.06.2009, 16:09 Uhr
Ein relativ oberflächlicher Bericht.
Es wird leider gar nicht beantwortet, ob bab.la nun profitabel ist und wie bab.la welche Umsätze generiert.
Bitte das nächste Mal mehr den Fokus auf das Wort Unternehmen und nicht Freizeitprojekt richten. Danke.
Mister Wong
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Yigg
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