Steinwerder – Große Werften beeindrucken im geschichtsträchtigen Stadtteil am Hafen
Steinwerder liegt am südlichen Elbufer zwischen den Stadtteilen Waltershof und Kleiner Grasbrook. Im Norden, auf der anderen Seite der Elbe, schließen sich St. Pauli und die Neustadt an. Steinwerder bildet den östlichen Teil des Hamburger Hafens und umfasst etwa 10,4 Quadratkilometer, die größtenteils aus Gewerbeflächen, Containerterminals und Werftanlagen bestehen und von zahlreichen Kanälen durchschnitten sind. Viele Menschen kommen täglich zum Arbeiten nach Steinwerder, ständige Einwohner gibt es dagegen nur wenige. Die Entwicklung zum bedeutenden Industriestandort begann, als sich in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts die ersten Werften im Stadtteil ansiedelten. 1877 kam es dann zur Gründung von Blohm+Voss, die bald zu Hamburgs wichtigster Werft aufsteigen sollte. Erst 1894 wurde Steinwerder eingemeindet.
Der Stadtteil ist durch den Alten Elbtunnel und durch die Köhlbrandbrücke an das nördliche Elbufer angebunden. Während der Tunnel dabei von Autofahrern, Fußgängern und Radfahrern gemeinsam genutzt wird, ist die Köhlbrandbrücke vor allem für den Güterverkehr bedeutsam. Etwa 30.000 Fahrzeuge passieren seit 1974 täglich die Elbe. Die Köhlbrandbrücke ist die zweitlängste Straßenbrücke Deutschlands und das weithin sichtbare Wahrzeichen Steinwerders.
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