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Beratungsstelle Stiftung "Anerkennung und Hilfe"

Die Beratungsstelle der Stiftung "Anerkennung und Hilfe" bietet Unterstützung für Kinder und Jugendliche, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie persönliches Leid erfahren haben.

Beratungsstelle der Stiftung Anerkennung und Hilfe Hamburg

Leistungsberechtigte 

vergrößern Plakat zur Stiftung Anerkennung und Hilfe Hamburg (Bild: FHH) Bei der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ können Menschen ihre Ansprüche auf Unterstützungs- und Anerkennungsleistungen anmelden, die als Kinder und Jugendliche 

  • zwischen 1949 und 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. 
  • zwischen 1949 und 1990 in der DDR 

in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie persönliches Leid erfahren haben. 

Leistungen

Betroffene, die noch heute unter Folgewirkungen leiden, können eine einmalige pauschale Geldleistung von 9.000 Euro erhalten. 

Darüber hinaus wird eine einmalige Rentenersatzleistung von bis zu 5.000 Euro gezahlt, sofern sie dem Grunde nach sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, ohne dass dafür Sozialversicherungsbeiträge abgeführt wurden.

Kontakt

Personen, die als Kinder oder Jugendliche in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie untergebracht waren und die heute in Hamburg wohnen, können sich bis zum 31. Dezember 2019 bei der Anlauf- und Beratungsstelle im Versorgungsamt Hamburg melden:

Beratungsstelle der Stiftung "Anerkennung und Hilfe"
Adolph-Schönfelder-Straße 5, 22083 Hamburg
Telefon: 115 (Mo-Fr 7-19 Uhr)
E-Mail: stiftung-anerkennung-hilfe@basfi.hamburg.de
Offener Sprechtag: Montags 8-16 Uhr

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen für Betroffene, Angehörige und rechtliche Vertreter sowie zu den Aufgaben der Stiftung gibt es auf der bundesweiten Webseite www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de.

Hintergrund

Bis in die 1970er Jahren wurden Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie zum Beispiel gegen ihren Willen fixiert und physisch bestraft. Viele erhielten keine adäquate Schulbildung und mussten Arbeit verrichten, für die keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden.

Solche Geschehnisse hat der „Runde Tisch Heimerziehung“ zwischen 2009 und 2011 ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Zur Anerkennung des Leids und Unrechts haben der Bund, die Länder und die Kirchen zu Jahresbeginn 2017 die Stiftung Anerkennung und Hilfe gegründet. Insgesamt werden 288 Millionen Euro für wissenschaftliche Aufarbeitung und persönliche Unterstützungsleistungen aufgebracht.

Die Anlauf- und Beratungsstelle in Hamburg hat ihre Arbeit am 1. April 2017 aufgenommen. 

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