Hamburg - St.Petersburg: Partnerstädte vereinbaren umfassende Zusammenarbeit
Staatsrat Lüdemann und Alexander Prokhorenko unterzeichnen Memorandum
Der konkrete Maßnahmenplan, der zum Memorandum gehört, enthält beispielsweise mehrere Projekte auf dem Sektor der klinischen Forschung zwischen dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Pavlov State Medical University in St. Petersburg. Er sieht außerdem ein Austauschprogramm für Ärzte in den Fachgebieten Onkologie, Kardiologie, Neurochirurgie und Rehabilitation vor.
Vereinbart wurden ferner eine Intensivierung des Schüler- und Jugendaustauschs sowie ein Angebot von Russischsprachkursen für die Studenten der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Universität St. Petersburg. Insgesamt umfasst der Maßnahmeplan mehr als 90 Einzelprojekte.
Staatsrat Carsten Lüdemann: „Mit dem heute unterzeichneten Memorandum sind die Weichen dafür gestellt, dass die schon bislang fruchtbare Zusammenarbeit unserer beiden Städte auch künftig erfolgreich gedeihen kann. Die Städtepartnerschaft mit St. Petersburg lebt in besonderer Weise von den intensiven und herzlichen Kontakten zwischen den Bürgern unserer beiden Städte. Ich freue mich daher, dass wir eine Vielzahl von Projekten auf den Weg bringen konnten, bei denen sich gerade die jungen Menschen kennenlernen und miteinander austauschen können.“
Weitere Informationen
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» Hamburg - St. Petersburg:
Projekte, Ansprechpartner, Chronologie der Städtepartnerschaft
Im Anschluss an die Unterzeichnung des Memorandums stellte Delegationsleiter Alexander Prokhorenko der Öffentlichkeit einen neuen Reiseführer Hamburg – St. Petersburg vor, der vom St. Petersburger Außenwirtschaftsbüro in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Senat herausgegeben wird. Der Reiseführer ist zweisprachig verfasst und gibt viele Anregungen und Tipps, wie sich die jeweils andere Partnerstadt auf eigene Faust am besten erkunden lässt.
Die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg kann mittlerweile auf eine über 50-jährige Geschichte zurückblicken. Entstanden 1957 unter schwierigen Bedingungen in der Zeit des „Kalten Krieges“, entwickelten sich die Beziehungen der Metropolen an Elbe und Newa schnell zu einer intensiven und lebendigen Partnerschaft, die längst nicht mehr nur von den politisch Verantwortlichen, sondern von der Bevölkerung beider Städte getragen wird.
Neben den Häfen und der Rolle als zweitgrößte Stadt des Landes verbindet beide Städte vor allem die enge Anbindung an den Ostseeraum. Delegationsleiter Alexander Prokhorenko wird daher am Board Meeting des Ostseenetzwerks BSSSC (Baltic Sea States Subregional Co-operation) teilnehmen, das am Dienstag ebenfalls in Hamburg stattfindet. Die Hansestadt hat den Vorsitz des Netzwerks Anfang 2009 übernommen.

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