Senatskanzlei

St. Petersburg-Reise Scholz: Viele freundschaftliche Beziehungen zwischen unseren beiden Städten

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ist vom 5. bis 6. April anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft nach St. Petersburg gereist. Thematische Schwerpunkte des Besuchs waren Stadtentwicklung, Hafenwirtschaft und Digitalisierung.

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Scholz: Viele freundschaftliche Beziehungen zwischen unseren beiden Städten

Bürgermeister Olaf Scholz in St. Petersburg - Tag 1

Am ersten Tag der Reise nahm Scholz in St. Petersburg an Feierlichkeiten und verschiedenen Programmpunkten der Deutschen Woche teil: 

Auf dem XVII. Internationalen Forum „Ecology Of Big City“, einer Messe für die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und -technologien, eröffnete der Bürgermeister im Rahmen der Deutschen Woche die Ausstellung „Grüne, gerechte, wachsende Stadt am Wasser – Perspektiven der Stadtentwicklung für Hamburg“. 

Das Jahr 2017 wurde in Russland der Umwelt gewidmet, so stehen die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz in Russland im Fokus.

Bürgermeister Olaf Scholz: „Hamburg und St. Petersburg haben mehr gemeinsam, als die Lage an einem Fluss, den Hafen und schöne Weltkulturerbe-Stätten. Es sind die Herausforderungen einer wachsenden, modernen Metropole, die uns gleichermaßen beschäftigen. Es geht um die Gewinnung von Flächen und das Schaffen von neuem Wohnraum, um Mobilität, Nachhaltigkeit und die Energiewende, um ein gutes Bildungsangebot.“

Das Thema Stadtentwicklung stand auch im Fokus des nächsten Termins in der Eremitage. Hier präsentierte Bürgermeister Scholz Hamburgs neues Wahrzeichen, die Elbphilharmonie, im Miniaturformat. Das interaktive Modell stellt Hamburgs neues Konzerthaus den Bürgerinnen und Bürgern von St. Petersburg vor.

Bürgermeister Olaf Scholz: „Die Elbphilharmonie ist eine Einladung an die Welt nach Hamburg zu kommen. Heute ist die Elbphilharmonie selber zu Gast in der prächtigen Eremitage. Und das ist eine ganz ungewöhnliche Ehre für uns.  So führt die Elbphilharmonie vieles zusammen, die Klassik und die Moderne, die Kreativität der Künstler, Musikliebhaber aus aller Welt und hoffentlich bald ganz viele Bürgerinnen und Bürger aus  St. Petersburg, die zu uns an die Elbe kommen.“

Abends eröffnete Scholz gemeinsam mit Bürgerschaftspräsidentin Veit die Deutsche Woche. Anlässlich des Jubiläums der Städtepartnerschaft ist Hamburg das Partnerland der Deutschen Woche, die dieses Jahr vom 5. bis zum 12. April in St. Petersburg unter dem Motto „Tore zur Welt“ stattfindet.

Bürgermeister Olaf Scholz: „Die Deutsche Woche zeigt, wie viele freundschaftliche Beziehungen es bei allen Unterschieden zwischen unseren beiden Städten gibt. Es erwartet uns ein spannendes Programm, das Fragen der Digitalisierung und Nachhaltigkeit nachgeht, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenführt und herausragende Künstler präsentiert. Heute Abend sehen wir zum Beispiel das Bundesjugendballett unter der Leitung des Hamburger Ballettdirektors und Ehrenbürgers John Neumeier.“

Bürgermeister Olaf Scholz in St. Petersburg - Tag 2

St. Petersburg ist für Hamburg der wichtigste Hafen im Seecontainerverkehr mit Russland. Etwa 95 Prozent der von Hamburg direkt nach Russland verschifften Güter werden über den Hafen von St. Petersburg abgewickelt. Bei einem Workshop über die „Digitalisierung in Hafenwirtschaft und Logistik“ informierten sich in St. Petersburg norddeutsche und russische Unternehmensvertreter über das Projekt „smartPORT“. Sie diskutierten über globale Entwicklungen bei der Terminalautomatisierung mit Fokus auf deutsch-russische Kooperations­projekte. Darüber hinaus unterzeichnete die Hafen Hamburg Marketing ein Kooperationsabkommen mit der Admiral Makarov Universität, um die langjährige Zusammenarbeit weiter zu stärken.

Bürgermeister Scholz sagte: „Hamburg hat früh angefangen, innovative Konzepte zu entwickeln und im Alltag zu testen. Seit 2013 hat die Hamburg Port Authority mehr als 30 „smartPort-Projekte“ gestartet und viele von ihnen in den täglichen Betrieb übernommen. Moderne Häfen sind heutzutage Innovationstreiber für die ganze Stadt und brauchen einen guten Draht zu Forschungseinrichtungen, innovativen Unternehmen und hochqualifizierten Bildungs­ein­richt­ungen. Daher ist es sicher kein Zufall, dass sich Hamburg als führende deutsche Logistik-Metropole entwickelt hat und die erste deutsche Stadt ist, die eine Strategie zur Einführung intelligenter Transportsysteme entwickelt hat.“

Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Journalismus-Studierenden aus St. Petersburg und den Medien-Studierenden der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW Hamburg) thematisierte Scholz unter anderem die Meinungs- und Pressefreiheit, die zunehmende Digitalisierung des Arbeitslebens und die Bedeutung des Journalismus für die demokratische Gesellschaft. 

Am Nachmittag traf der Erste Bürgermeister den Gouverneur von St. Petersburg, Gorgij Poltawtschenko. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Aktivitäten rund um die Feierlichkeiten anlässlich des 60-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums. Weitere Themen waren der Jugend- und Kulturaustausch sowie die Einladung an Gouverneur Poltawtschenko, Hamburg im September zu besuchen.