Tag des offenen Denkmals
Datum: So, 09.09.2012
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Hamburgs baukulturelle Vielfalt
Viele sonst verschlossene Türen öffnen sich an diesem Tag, und die Besucher können staunen und viel über Baugeschichte oder Sanierungsmaßnahmen erfahren. Völlig zu Recht ist der Tag des offenen Denkmals inzwischen kein Geheimtipp mehr. Jahr für Jahr machen mehr Denkmäler mit – 2011 waren es über 100. Die Bandbreite der Angebote zeigt Hamburgs baukulturelle Vielfalt in der gesamten Stadt. Es wird wieder Shuttles mit historischen Bussen und Schiffen, um die Entdeckerfreude zu unterstützen, geben. Viele Veranstaltungen sind kostenlos.
Programm 2011
Der Eiskeller unter Lessers Passage, der Düker in der Lombardsbrücke oder das Riedemann-Mausoleum auf dem Friedhof Ohlsdorf waren exklusiv am Denkmaltag geöffnet. Neben vielen Besichtigungsmöglichkeiten fanden auch Konzerte, Filmvorführungen und Illuminationen statt. Zur Auftaktveranstaltung am Freitag, den 9. September 2011, gabt es in der Patriotischen Gesellschaft Fachvorträge zum Schwerpunktthema.
Ausgewählte Tipps der hamburg.de-Redaktion:
Die um 1870 erbauten Eiskeller unter den Häusern der Lessers Passage 4 dienten wahrscheinlich der Restauration des damals direkt angrenzenden Altonaer Stadttheaters als Lager- und Kühlraum tief unter der Erde. Während des 2. Weltkrieges zum Luftschutzraum umgebaut und in der Nachkriegszeit fast vergessen, wurde das architektonische Kleinod vor einigen Jahren wiederentdeckt und kann nur am Denkmaltag besichtigt werden. In den aufwändig renovierten Ziegelgewölben gibt es neben einer Weinverkostung als zusätzlichen Genuss eine Kunstausstellung mit Materialbildern, Objekten, Installationen und Fotocollagen.
Düker an der Lombardsbrücke, Hamburg-Altstadt
Nach dem Großen Brand von 1842 plante der englische Ingenieur William Lindley ein Sielsystem nach dem Vorbild Londons. Dieses Entsorgungsnetz konzentrierte sich zunächst nur auf den Innenstadtbereich und beseitigte häusliches Abwasser und anfallendes Regenwasser, das dann ungereinigt in die Elbe abgeleitet wurde. Die ersten Schächte waren gemauert und bis zu vier Meter breit. Durch regelmäßige Sielerneuerungen hat sich bis heute die Zahl der historischen Sielabschnitte stark reduziert. Umso erfreulicher ist es daher, dass im Jahre 1995 der Düker an der Lombardsbrücke restauriert werden konnte. Der Düker ist nur zum Tag des offenen Denkmals für die Öffentlichkeit zugänglich.
Riedemann-Mausoleum auf dem Friedhof Ohlsdorf
Das erbaute Riedemann-Mausoleum ist eines der eindrucksvollsten Gebäude auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Der Gründer des heutigen ESSO-Konzerns, Wilhelm Anton Riedemann, ließ die prächtige Grabstätte 1905/06 vom Rathausbaumeister Martin Haller im neoromanischen Stil für seine Tochter Sophie errichten. Der Bau mit kreuzförmigem Grundriss erhöht auf einem Hügel über einer Krypta und besitzt innen noch kostbare Wandbemalungen. Riedemann selbst wurde nie hier beigesetzt, das Mausoleum wurde in den 1950er Jahren geräumt. Es ist nur am Tag des offenen Denkmals für die Öffentlichkeit zugänglich.
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