Veranstaltungsreihe
Tag des offenen Denkmals
Mehr als 100 Denkmäler konnten am 8. und 9. September 2012 anlässlich des Tags des offenen Denkmals an verschiedenen Orten in Hamburg erkundet werden.
Der diesjährige Tag des offenen Denkmals findet am 7. und 8. September 2013 unter dem Motto "Unbequeme Denkmäler?" statt und wird mit einer Auftaktveranstaltung am 6. September eröffnet.
Ab August 2013 finden Sie hier das bundesweite Programm zum Tag des offenen Denkmals.
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Hamburgs baukulturelle Vielfalt
Viele sonst verschlossene Türen öffnen sich an diesem Tag. Die Besucher können Denkmäler bestaunen und viel über Baugeschichte oder Sanierungsmaßnahmen erfahren. 2012 waren weit über 8.000 historische Bauten, Parks und archäologische Stätten geöffnet mehr als 4,5 Millionen Besucher nutzten diese Gelegenheit. Die Bandbreite der Angebote zeigte wieder einmal Hamburgs baukulturelle Vielfalt in der gesamten Stadt.
Rückblick 2012
Im Mittelpunkt des Tag des offenen Denkmals 2012 stand das Bau- und Gestaltungsmaterial Holz und hatte das Thema "Stiftungen und Bürgerwille". Dabei konnten die Besucher historische Dachstühle von Schlössern und Kirchen begutachten und kunstvolle hölzerne Innenausbauten oder mächtige Balkendecken bestaunen. Für fachkundige Unterstützung waren Fachleute aus Handwerk und Denkmalpflege zur Stelle und erläuterteten Konstruktionsweisen, Instandsetzungen und beantworteten die Fragen der Besucher.
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(Bild: Bildrechte: Hamburger Unterwelten)
Eiskeller unter Lessers Passage, Altona-Altstadt
Die um 1870 erbauten Eiskeller unter den Häusern der Lessers Passage 4 dienten wahrscheinlich der Restauration des damals direkt angrenzenden Altonaer Stadttheaters als Lager- und Kühlraum tief unter der Erde. Während des 2. Weltkrieges zum Luftschutzraum umgebaut und in der Nachkriegszeit fast vergessen, wurde das architektonische Kleinod vor einigen Jahren wiederentdeckt und kann nur am Denkmaltag besichtigt werden. In den aufwändig renovierten Ziegelgewölben gibt es neben einer Weinverkostung als zusätzlichen Genuss eine Kunstausstellung mit Materialbildern, Objekten, Installationen und Fotocollagen.
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(Bild: Andres Lehmann, www.andreslehmann.de)
Mahnmal St. Nikolai, Hamburg-Altstadt
Die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai entstand 1195 als erste Seemannskapelle der Stadt und wuchs mit der Bedeutung des Hafens zu einer der größten Hallenkirchen Europas. Im großen Brand von 1842 zerstört, wurde sie 1847 von C. G. Scott neogotisch wieder aufgebaut und besaß den damals höchsten Turm der Welt mit 147 Metern. 1943 brannte sie aus. Ihre Ruine beherbergt heute ein Dokumentationszentrum, das an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert. Ein Panoramalift führt in 76 m Höhe. In der Apsis befindet sich das Bild "Ecce Homo" von Oskar Kokoschka.
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(Bild: Friedhof Ohlsdorf)
Riedemann-Mausoleum auf dem Friedhof Ohlsdorf
Das erbaute Riedemann-Mausoleum ist eines der eindrucksvollsten Gebäude auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Der Gründer des heutigen ESSO-Konzerns, Wilhelm Anton Riedemann, ließ die prächtige Grabstätte 1905/06 vom Rathausbaumeister Martin Haller im neoromanischen Stil für seine Tochter Sophie errichten. Der Bau mit kreuzförmigem Grundriss erhöht auf einem Hügel über einer Krypta und besitzt innen noch kostbare Wandbemalungen. Riedemann selbst wurde nie hier beigesetzt, das Mausoleum wurde in den 1950er Jahren geräumt. Es ist nur am Tag des offenen Denkmals für die Öffentlichkeit zugänglich.







