Tag der offenen Moschee Die islamische Gemeinde lädt ein

Jedes Jahr am 3. Oktober veranstalten die islamischen Religionsgemeinschaften in Deutschland den bundesweiten Tag der offenen Moschee (TOM). Es gibt Führungen, Vorträge, Ausstellungen und Begegnungsmöglichkeiten. In Hamburg luden 2016 über 40 Moscheen zu einem Besuch ein.

Tag der offenen Moschee Hamburg

Über den Tag der offenen Moschee 2017 berichten wir rechtzeitig an dieser Stelle. 

2016 stand im Zeichen des Umweltschutzes

Der Tag der offenen Moschee findet seit 1997 bundesweit statt. In ganz Deutschland öffnen dann etwa 1.000 Moscheen verschiedener Verbände ihre Tore für über 100.000 Besucher. Das Datum, der 3. Oktober ist bewusst gewählt. Mit dem Tag der offenen Moschee wollen die Muslime ihre Zugehörigkeit zur Einheit Deutschlands zeigen.

Das diesjährige Motto lautet „Umweltschutz – Moscheen setzen sich ein“. Diskutiert werden aktuelle Probleme und Herausforderungen, wie der Klimawandel, Luftverschmutzung, Hungerkatastrophen und die Ausbeutung der Ressourcen. Im Fokus der Veranstaltung steht das Engagement sowie aktuelle Projekte der islamischen Gemeinden vor Ort. 

Blaue Moschee an der Alster, Al-Nour Moschee und andere

Von 10 bis 18 Uhr öffnet die Blaue Moschee an der Alster auch dieses Jahr ihre Türen für Besucher. Begleitet wird die Veranstaltung in der wohl schönsten Moschee Hamburgs von verschiedenen Führungen, Diskussionen, und Informationsveranstaltungen zum Thema Islam und dem muslimischen Glauben. Im Anschluss sind alle Interessierten dazu eingeladen, sich bei Kaffee und orientalischen Häppchen über die gesammelten Eindrücke auszutauschen.

Auch die Al-Nour Moschee freut sich ab 11 Uhr auf zahlreiche Besucher. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Evangelischen Kapernraumkirche befinden sich aktuell noch im Umbau zu einem muslimischen Gotteshaus. Das Besondere dabei ist, dass bewusst christliche Elemente in den Räumen der Moschee erhalten bleiben. Dies soll ein Zeichen des Mit- und Nebeneinanders beider Religionen in einem Gotteshaus darstellen. Auch in der Al-Nour Moschee liegt an diesem Tag der Fokus auf einem offenen interkulturellen Dialog und Austausch.

Welche weiteren Moscheen sich in Hamburg und Harburg am Tag der offenen Moschee beteiligen, entnehmen Sie der bundesweiten Moscheenliste

Die Moschee als Begegnungsort

In Hamburg nehmen circa 11.925 Muslime an den wöchentlichen Freitagsgebeten in einer der insgesamt 42 Hamburger Moscheen teil. Die Moschee ist dabei nicht nur Ort des gemeinschaftlichen islamischen Gebets, sondern ein sozialer Treffpunkt. Hier werden politische, rechtliche und soziale Werte im Sinne des Islams diskutiert und ausgetauscht. Darüber hinaus bietet das muslimische Gebetshaus Raum für Veranstaltungen, Feiern und gesellschaftliche Anlässe der islamischen Gemeinde.