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Behörde für Schule und Berufsbildung Behörde für Schule und Berufsbildung

Gemeinsam für alle Kinder und Jugendlichen

von Renate Nietzschmann, Schulleiterin der Stadtteilschule Bergedorf

Renate Nietschmann Renate Nietschmann

(©Hamburg macht Schule)

Ich wünsche mir, dass die Regionalen Bildungskonferenzen (RBK) tatsächlich im Februar ihre Arbeit aufnehmen und auch in Bergedorf alle Institutionen, die mit Erziehung und Bildung im weitesten Sinne zu tun haben, zusammenkommen, um darüber zu beraten, welche Schritte notwendig sind, um in der Region in gemeinsamer Verantwortung ein optimales Erziehungs- und Bildungsangebot für alle Kinder und Jugendlichen – und nach Möglichkeit auch für Erwachsene – zu entwickeln: Ein Angebot, das es jedem Kind ermöglicht, in einem geschützten Raum zu leben und zu lernen und nach seinen Fähigkeiten gefördert und gefordert zu werden.

Um ein solches Angebot bereit zu stellen, müssten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Institutionen ihr jeweils spezifisches Wissen und Können in die RBK einbringen und es hier zum Wohle der Kinder und Jugendlichen zusammenführen. Das wird gewiss nicht leicht, weil die unterschiedlichen Einrichtungen sich in der Vergangenheit durchaus auch in Konkurrenz zueinander entwickelt haben. Deswegen gilt es, sich in diesem Prozess parteilich auf die Seite der Kinder und Jugendlichen zu stellen und unabhängig von der eigenen Institution immer wieder einzufordern, die beschlossenen Maßnahmen im Verhältnis zu den Zielen kritisch zu überprüfen.

Wenn es uns innerhalb der RBK gelingt, uns auf Qualitätsstandards für Erziehungs- und Bildungsprozesse zu einigen und über den eigenen Tellerrand zu blicken, dann könnten wir tatsächlich eine qualitative Verbesserung der Bildungslandschaft erreichen. Schulen, Häuser der Jugend, zum Teil auch Kin-dertagesstätten sind große öffentliche Einrichtungen, in denen öffentliches Leben für Kinder und Jugendliche bereits stattfindet, aber noch in weit größerem Maße stattfinden könnte. Sie müssen der zentrale Anlaufpunkt im Stadtteil für Kinder und Jugendliche sein bzw. werden. Insofern ist es auch geradezu zwingend, die Hamburger Bezirke indiesen Prozess einzubinden. Ob wir als RBK handlungsfähig werden oder uns bald wieder auflösen, weil niemand nur zusätzliche Termine wahrnehmen möchte, wird aus meiner Sicht ganzwesentlich davon abhängen, wer die Leitung übernimmt, mit welchen Befugnissen die RBK ausgestattet ist und obwir mit realistischen Schritten in diese Arbeit einsteigen.