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Livemitschnitt einer szenischen Aufführung im Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft „Ein Schritt vorwärts“ – 60 Jahre Grundgesetz

„Ein Schritt vorwärts“ – 60 Jahre Grundgesetz

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet. Hierzu führte fünf Tage zuvor am 18. Mai 1949 die Hamburgische Bürgerschaft eine sehr bemerkenswerte und lebhafte Debatte, bevor dann die Abgeordneten am Schluss mit „Ja“ oder „Nein“ über das Grundgesetz abstimmten.

Auszüge aus dieser Debatte wurden anlässlich des 60. „Geburtstags“ des Grundgesetzes von Schauspielerinnen und Schauspielern im Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft nachgespielt. Dabei wurde die Debatte mit wenigen Ausnahmen bei den Zwischenrufen authentisch wiedergegeben.

vergrößern Plenarsaal - szenische Darbietung zum Jahrestag der Grundgesetzverabschiedung (Bild: LzpB) Bei dieser szenischen Darbietung konnte das Publikum mitspielen. Wenn z. B. die von den Schauspielern gespielten Abgeordneten klatschten, durfte auch das Publikum, das auf den Abgeordnetenstühlen im Plenarsaal saß, mit klatschen. Wenn die Schauspieler als Abgeordnete bei der Verkündung des Abstimmungsergebnisses über das Grundgesetz aufstanden, war auch das Publikum gebeten, ebenfalls aufzustehen. Auch durfte das Publikum dazwischenrufen, so wie es Abgeordnete bei Debatten auch tun.

vergrößern Plenarsaal - szenische Darbietung zum Jahrestag der Grundgesetzverabschiedung (Bild: LzpB) Viele Zuschauerinnen und Zuschauer hatten auf den Abgeordnetensitzen im Plenarsaal Platz genommen. Auf ihren Plätzen lag jeweils ein Kärtchen, auf dem der Name eines oder einer Abgeordneten stand, die damals dort gesessen hatte. Diese Abgeordneten hatten am 18. Mai 1949 zum Grundgesetz abgestimmt. Das Publikum wurde gebeten, am Schluss der szeni-schen Darbietung, wenn über das Grundgesetz abstimmt wird, die Rolle des/der Abgeordneten zu übernehmen, der/die damals auf dem Abgeordnetensitz gesessen hatte, zu übernehmen und entsprechender der/des damaligen Abgeordneten bei Aufruf seines/ihres Namens so wie es auf dem Kärtchen stand, mit „Ja“ oder „Nein“ zu antworten.

 

Die Abgeordneten wurden gespielt von:

  • Dieter Schmitt, als Bürgerschaftspräsident Adolph Schönfelder (SPD),
  • Peter von Schultz als  1. Vizepräsident der Bürgerschaft Franz Beyrich (CDU),
  • Thomas Karallus als Bürgermeister Max Brauer (SPD),
  • Friedrich Bremer als Abgeordneter und Hamburg Vertreter im Parlamentarischen Rat Dr. Paul de Chapeaurouge (CDU),
  • Friedrich Bremer auch als Abgeordneter Dr. Walther Fischer (CDU),
  • Thomas Fitschen als Abgeordneter Friedrich Dettmann (KPD),
  • Dieter Schmitt als Abgeordneter Karl Meitmann (SPD),
  • Wilfried Lehmann als Abgeordneter Eduard Wilkening (FDP) und Abgeordnete Fritz Becker (fraktionslos, gehörte der Deutschen Partei an).
  • In dieser Debatte gab es auch viele Zwischenrufe von Abgeordneten. Im Plenarprotokoll sind zwar keine weiblichen Zwischenruferinnen vermerkt. In dieser Aufführung rufen aber einige weibliche Abgeordnete dazwischen, gespielt von Beate Kiupel und Herma Koehn.
  • Das Abstimmungsprozedere über das Grundgesetz übernahm damals der Schriftführer der Bürgerschaft Hugo Feser (SPD). In der szenischen Darbietung wurde die Abstimmung von der damaligen Schriftführerin Hilge Nordmeier (SPD) übernommen, gespielt von Beate Kiupel und Herma Koehn.
  • Moderation und szenische Realisierung: Dr. Rita Bake

Es gibt auch eine Live-Tonaufnahme der szenischen Darbietung im Rathaus. Dies Tondatei können Sie sich herunterladen: Audioaufnahme der szenischen Darbietung als Download (mp3-Format, 16 MB)

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