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Tschick
- Datum
- Mo, 10.06.2013 - Mo, 17.06.2013
- Kategorie
- Theater
von Wolfgang Herrndorf
Bühnenfassung von Robert Koall
in einer Fassung des Thalia Theaters
Den einen großen, unvergesslichen Sommer, der, in dem man erwachsen wurde, der im späteren Leben zum Mythos wird, erleben die beiden Jugendlichen Maik und Tschick fast zufällig.
Die beiden Außenseiter, der russische Migrant und das Mittelstandssöhnchen mit der kaputten Familie, beschließen spontan und aus Langeweile, den Großvater in der Walachei zu besuchen und rasen in einem geklauten Lada ohne geografische Kenntnisse, ohne Führerschein durch die ostdeutsche Provinz. 'Tschick' erzählt vom Schmerz des Erwachsenwerdens, von komischen, skurrilen Begegnungen mit Menschen, die wie sie ihren Platz in der Welt suchen. Sie treffen Isa, das schmutzige Mädchen, das scheinbar auf einer Müllkippe lebt und das so gut singen kann, dass Maik sich in sie verliebt, die Sprachtherapeutin, die wie der Teufel Auto fährt, um Tschick ins Krankenhaus zu bringen und eine kinderreiche Familie, die ihnen kurz Unterschlupf gewährt. Die Reise endet schließlich jäh durch einen Unfall. Das Versprechen der Freunde, sich in fünfzig Jahren wieder zu treffen, wird sich vielleicht nicht erfüllen: Dieser eine unbeschwerte, unwiederholbare Sommer wird in der Normalität des Alltags verloren gehen. Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, erzählt eine Geschichte über die erste Liebe, Freundschaft und Menschlichkeit.
'Jung-Regisseur Christopher Rüping und sein Team haben sich dem Bestseller 'Tschick' von Wolfgang Herrndorf angenommen. Und die Ideen purzeln so umeinander, dass daraus ein riesiger Spaß wird!' Mopo
'Die Inszenierung bedient sich einfacher, aber wirkungsvoller Mittel, um immer wieder überraschende Akzente zu setzen. Mit Kunstblut und Eiswürfeln, Weltraumanzügen und Klaviermusik beleben die drei überzeugenden Darsteller ein quirliges und charmantes Stück - das damit dem Buch absolut gerecht wird.' TAZ
'Pascal Houdus verpasst dem schlaksigen Maik die genau richtige Grundierung aus Unsicherheit und Draufgängertum. Nils Kahnwald wiederum schlüpft äußerst überzeugend in die Rolle des Tschick, des Jungen mit - hopla! - Migrationshintergrund, ohne je diese Rolle zu übertreiben oder gar zu persiflieren []. Und eine wahre Freude ist es auch Franziska Hartmann zuzuschauen, die die Rolle der Isa, des Mädchens von der Müllkippe, ebenso forsch wie verletzlich ausge-
staltet.' Welt
'Es sind aber nicht nur die Einzelleistungen, die diesen herzerfrischenden undidaktischen Abend zu einem großen Vergnügen machen. Mehr noch begeistert und ergreift das Zusammenspiel der drei, wenn sie geschickt zwischen lärmend grotesken und stillen, berührenden Momenten hin und her switchen. Also, ihr Deutschlehrer und -lehrerinnen: Schnappt euch eure Schüler und ab in die Gaußstraße. Sie werden es nicht bereuen - und ihr erst recht nicht.' Welt
'Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Knapp anderthalb Stunden amüsante, streckenweise wirklich gute Unterhaltung [] 'Tschick' könnte auch in Hamburg zum Dauerbrenner werden.' Hamburger Abendblatt
Regie: Christopher Rüping
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüme: Lene Schwind
Musik: Christoph Hart
Dramaturgie: Sandra Küpper
Es spielen Franziska Hartmann, Pascal Houdus, Nils Kahnwald
Premiere am 2. September 2012 im Thalia in der Gaußstraße