Tierheim Süderstraße Tierschutz, Rettungsdienst und jede Menge Gassigeher


Tierheim Süderstraße

Gut zu wissen

  • Verunglückte oder herrenlose Tiere können Sie auf jedem Polizeirevier oder im Tierheim Süderstraße abgeben. Das Tierheim ist die amtliche Annahmestelle für Fundtiere in Hamburg. Die Anlaufstelle im Tierheim ist rund um die Uhr besetzt. 
  • Wenn Sie ein Tier – Haus- oder Wildtier – in Not finden und sich nicht sicher sind, was zu tun ist, können Sie unter der Notrufnummer  040 222277 den Tierrettungsdienst verständigen. Die Tierrettungsfahrer kommen dann mit dem "Struppiwagen" und kümmern sich um tierärztliche Behandlung und weitere Versorgung. 
  • Wenn Sie Zeuge von Tiermisshandlung oder nicht-artgerechter Tierhaltung werden, können Sie dies unter der Notrufnummer 040 222277 melden. 

Tiere schützen im Verein

Mit über 5000 Mitgliedern und rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der Hamburger Tierschutzverein e.V. ein lebendiger Verein mit einem aktiven Vereinsleben. Und wer kennt nicht das Tierheim Süderstraße? Für viele  – groß wie klein  –  ist das Tierheim Süderstraße ein Sehnsuchtsort mit vielen Tieren, die unbedingt auf der Stelle nach Hause mitgenommen werden möchten. Anderen kennen das Tierheim als Annahmestelle für Fundtiere, herrenlose Tiere und Tiere in Not. Und dann sind da noch die Glücklichen, die im Hunde-, Katzen- oder Kleintierhaus ein heiß geliebtes, verlustig gegangenes Haustier wiederfinden, unter der Woche oder am Wochenende ehrenamtlich mit einem Hund Gassigehen oder den Katzen im Katzenhaus saubere vier Wände bieten.

Geschichte des Hamburger Tierschutzvereins

Als der Hamburger Tierschutzverein am 10. Dezember 1841 auf Initiative der zwanzigjährigen  Eppendorferin Amanda Odemann von 113 Hanseatinnen und Hanseaten gegründet wurde, war es gang und gäbe, Hunde als Ziehhunde vor Lastkarren zu spannen. Ein besonderes Augenmerk hatte der neu gegründete Tierschutzverein dann auch auf herrenlose oder auf der Straße verunglückte Hunde und ihre fachmännische Behandlung und Pflege. Aber auch die Situation von Pferden, Schlachtvieh und Vögeln lag den Vereinsmitgliedern am Herzen. So mancher hanseatische Speiseplan hatte im 19. Jahrhundert  Krähen, Raben oder Sperlinge auf der Karte. Ende des 19. Jahrhunderts, als in der Süderstraße der Grundstein für den „Tierhort“ gelegt wurde, fiel Helgoland den Tierschützerinnen und Tierschützern  besonders negativ auf. Hier  verspeiste man, ganz wie in Südeuropa, auch gerne mal einen Singvogel. Auch das Tierelend im Hamburger Hafen wurde angeprangert und genügend Futter für die Tiere auf der Schiffsreise gefordert.

Das Tierheim Süderstraße

Nach Tierasylen in der Marktstraße und der Neustädterstraße wurde das Tierheim in der Süderstraße Ende 1897 unter der Teilnahme von Senat und Bürgerschaft seiner Bestimmung übergeben. Nachdem der Tierhort und die Geschäftsstelle im Juli 1943 im Feuersturm vollständig zerstört wurde, wird ein Jahr später ein bescheidener Bau für ein Tierasyl aus den Trümmern wieder aufgebaut. Die Geschäftsstelle des Hamburger Tierschutzvereins zieht in die Gerhofstraße. 1947 wird das Haupthaus in der Süderstraße wieder aufgebaut und erweitert. 1962 beginnt der Neubau für eines der zur damaligen Zeit modernsten Tierheime in Europa.

Nach eher unrühmlichen 90er und 00er-Jahre gelang 2007 der personelle Neuanfang.  

Bitte am Empfang melden

Heute ist das Tierheim Süderstraße amtliche Anlaufstelle für Fundtiere in Hamburg und Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes. Seine Aufgabe sieht es in der Aufnahme, Pflege und Vermittlung von Fundtieren.

Besucher, künftige Tierhalter und Halter von vermissten Tieren melden sich bitte zu den Öffnungszeiten am Empfang:

Montag 10:00 bis 16:00 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch 10:00 bis 16:00 Uhr
Donnerstag 10:00 bis 18:00 Uhr
Freitag 10:00 bis 16:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 09:00 bis 12:00 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten werden ausschließlich Fundtiere aufgenommen.

Wenn Sie sich für die Vermittlung eines Tieres interessieren, sollten Sie etwas Zeit, Geld und einen Personalausweis mitbringen. Für die Vermittlung eines Hund wird zum Beispiel eine Schutzgebühr von 280 Euro, für eine Katze 110 und für ein Meerschweinchen 40 Euro verlangt. Möchten Sie einem Hund ein neues Zuhause bieten, sollten Sie bereit sein, in einem Fragebogen eine Selbstauskunft zu geben und ein Informationsgespräch mit Mitarbeitern des Tierheims zu führen.

Dem Tierheim angeschlossen ist eine Hundeschule. Getreu dem Motto "weg vom Befehl und hin zur Verständigung" werden Hunde hier nach neuen Erkenntnissen trainiert - ohne Strafen und Schimpfen. Die Hundeschule ist von der Stadt Hamburg als geeignete Hundeschule gemäß des Hamburger Hundegesetzes anerkannt. 

Sollten Sie viel Freude an Tieren haben, aber keins eigen nennen wollen, haben Sie die Möglichkeit im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit Umgang mit Tieren zu haben. Dazu gehören Gassigehen mit Hunden, Reinigungsarbeiten in den Tierhäusern oder Hilfe bei der Wildtieraufzucht. Jugendliche Tierschützerinnen und Tierschützer können sich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren. Für die etwas Größeren gibt es regelmäßige Aktiventreffen

Wer sich über das Geschehen im Hamburger Tierschutz oder im Tierheim Süderstraße auf dem Laufenden halten möchte, kann auf der Homepage des Tierheims die Ausgaben des Tiermagazins „ ich & du“ kostenlos herunterladen. 

Und natürlich stellen wir Ihnen auf hamburg.de regelmäßig Tiere vor, die ein neues Zuhause benötigen!


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