Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Vogelgrippe Informationen zur Geflügelpest

Informationen zur Geflügelpest

Aktuelle Hinweise

Am 17.01.2017 wurde bei einem verendeten Bussard im Bezirk Harburg das hochpathogene Influenzavirus vom Typ H5N8 nachgewiesen. Damit müssen nach der bundesweit geltenden Geflügelpest-Verordnung ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet rund um den Fundort eingerichtet werden. Innerhalb dieser Gebiete gelten besondere Schutzmaßnahmen für Geflügelhaltungen, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Für Hunde- und Katzenhalter bedeutet dies, dass ihre Tiere innerhalb der Sperr- und Beobachtungsgebiete nicht frei umherlaufen dürfen. 

Der früheste Termin, zu dem diese Maßnahme aufgehoben werden kann, ist der 17. Februar 2017. Eine tatsächliche Aufhebung ist jedoch vom weiteren Seuchengeschehen abhängig und erfolgt erst, wenn bis dahin keine weiteren Fälle aufgetreten sind. Unter Umständen gilt die Maßnahme daher über das Datum hinaus. Dies wird auf dieser Seite bekannt gegeben. 

Liegt Ihre Straße innerhalb der Restriktionszone? Schauen Sie auf dieser Karte nach. Dort können Sie mit der Suchfunktion (Lupen-Symbol links oben) auch nach einzelnen Straßennamen suchen. Innerhalb der roten und blauen Zonen dürfen Hunde und Katzen nicht frei herumlaufen. 

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Infotelefon für Geflügelhalter und Bürgerinnen und Bürger

Um Fragen von Tierhaltern und Bürgerinnen und Bürgern zur Geflügelpest und den entsprechenden vorbeugenden Schutzmaßnahmen zu beantworten, haben die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und die Verbraucherschutzämter der Bezirke ein Bürgertelefon eingerichtet, das unter Telefon 040 42837-2222 in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 15 Uhr zu erreichen ist.

Meldung toter Wildvögel

Wer tote Wasservögel (zum Beispiel Schwäne, Enten, Gänse und Möwen), tote Greifvögel (zum Beispiel Habichte und Bussarde) sowie tote aasfressenden Vögel (zum Beispiel Krähen) findet, sollte diese melden unter Telefon 040 42837-2200. Diese Vögel werden abgeholt und auf Aviäre Influenza untersucht. Für andere Vögel sollte eine Meldung erfolgen, wenn mehrere (mehr als drei) in nächster Nähe zueinander gefunden werden. Alle Vogel-Kadaver sollten nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Hunde sollten an der Leine geführt werden (auch dort, wo es nicht ausdrücklich vorgeschrieben ist), damit sie mit den Kadavern nicht in Kontakt kommen.

Verschärfte vorbeugende Schutzmassnahmen für Geflügelhalter 

Seit dem 11. November 2016 gilt unbefristet eine Aufstallungspflicht für gehaltenes Geflügel in Hamburg. Darüber hinaus ist die Durchführung von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und in Gefangenschaft gehaltener Vögel anderer Arten verboten.

Von Geflügelhaltern sind weiterhin – egal ob privat oder gewerblich – zusätzlich zur Aufstallungspflicht unbedingt die geltenden Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Zum vorbeugenden Schutz der Hausgeflügelbestände vor der Geflügelpest  ist eine bundesweit geltende Eilverordnung mit Wirkung zum 21. November 2016 erlassen worden. Erweiterte, vorbeugende Biosicherheitsmaßnahmen, die bislang nur für Halter von mehr als 1000 Tieren galten, werden nun für jeden Geflügelhalter bundesweit zur Pflicht – auch wenn er nur einzelne Tiere besitzt. Ausnahmen für Privat- oder Hobbyhalter gibt es nicht.

Ein umfassendes Merkblatt mit diesen erweiterten Verhaltensregeln für Kleinbetriebe beziehungsweise Geflügelhobbyhaltungen und die entsprechende Verordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finden stehen unten zum Download bereit.

Alle Geflügelhalter sind aufgerufen, die  vorbeugenden Schutzmaßnahmen umzusetzen – auch wenn diese im Einzelfall eine Umstellung bedeuten. Sie dienen dem Schutz der eigenen Tierbestände – und dem Schutz vor einer Ausbreitung der Geflügelpest. Nur bei strikter Beachtung der eingeleiteten Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko eines großflächigen Seuchenausbruches beim Nutzgeflügel in Deutschland begrenzen.

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