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U4 - Der Bau des Tunnels

Der Bau des Tunnels dauert je Tunnelröhre dauert neun Monate. An der tiefsten Stelle befindet sich der Tunnel 40 Meter unter der Erde.

 

Schildvortrieb – Die Natur stand Pate

Ihre Ausmaße sind beachtlich: 74 Meter ist sie lang, sie wiegt 650 Tonnen und hat einen Durchmesser von 6,57 Metern. Die stattliche „Dame“ gräbt sich vom Überseequartier unter der Innenstadt hindurch bis zum Jungfernstieg: 2,8 Kilometer sind das je Strecke, zwei Tunnelröhren wird sie bauen, und das nacheinander. Zehn Meter schafft sie durchschnittlich am Tag, für jeden Tunnel braucht sie gute neun Monate. Den tiefsten Punkt erreicht sie am Alten Steinweg, da arbeitet sie mehr als 40 Meter unter der Erde.


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Hochbahn
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U4: Schildvortrieb 1 in Werkhalle
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Hochbahn
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Bohrer Vera
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Hochbahn
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Schildvortrieb Vera
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Hochbahn
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Schildvortrieb 4
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(Quelle: Hochbahn) Postkarte versenden Zoom


Vorne graben, hinten sichern und bauen

 

Bilder: Tunnelbohrer

 
Tunnelbohrer Montage 04 / Hochbahn
Sehen Sie imposante Bilder des 650 Tonnen schweren Bohrers VERA. »
Für die Methode des Schildvortriebs stand die Natur Pate, denn der Tunnelbohrer arbeitet ähnlich wie der so genannte Schiffsbohrwurm. Der Wurm ist eigentlich eine Muschel und bohrt sich mit der Schale vorwärts durch die Erde. Den gebohrten Tunnel verstärkt er dann mit eigenen kalkhaltigen Ausscheidungen. Die Schildvortriebsmaschine funktioniert nach demselben Prinzip: Vorne gräbt sie den Tunnel mit ihrem Schneidrad bestückt mit Schälmessern und Meißeln, hinten baut sie die Röhre mit Ringen aus Stahlbetonbauteilen, den Tübbingen. Um sich vorwärts zu bewegen, drückt sie sich am gerade montierten Betonring ab, schiebt sich nach vorn und gräbt den Tunnel dabei weiter, bis hinten der nächste Ring Platz findet.

Das Schneidrad zermahlt, zertrümmert und zerkleinert das Erdreich an der sogenannten Ortsbrust. Dieser Begriff stammt aus der Bergmannssprache und bezeichnet den „Tatort“, an dem der Stollen vorwärts gegraben wird. Der abgebaute Boden wird mit einer Bentonit-Suspension zu einem pumpfähigen Gemisch vermengt und durch eine mitgeführte Rohrleitung durch die fertig gestellte Tunnelröhre zurückbefördert. In der HafenCity werden Erdreich und Bentonit wieder getrennt, das Bentonit wird aufgearbeitet und wiederverwendet und durch ein weiteres Rohr erneut zur Maschine geleitet. Damit die Ver- und Entsorgungsleitungen immer vorhanden sind, müssen die Rohre und elektrischen Leitungen zur HafenCity während des Tübbingeinbaus verlängert werden.

Die Ortsbrust ist ständigem Druck ausgesetzt: Von oben lasten Boden und Grundwasser auf ihr, und in der Waagerechten drückt der Schildvortrieb. Damit die Erdmassen unter solchem Druck nicht nachgeben und einbrechen, wird die Ortsbrust mit einer Stützflüssigkeit – wie beim Schlitzwandverfahren – stabilisiert. Dazu verwendet man hier wiederum die Bentonit-Suspension.

Auf der Brücke

In der „Kommandozentrale“ im vorderen Teil der Maschine sorgen die Techniker für einen reibungslosen Ablauf und stimmen die verschiedenen Arbeitsschritte aufeinander ab. Sie bedienen sich dabei vieler Messmethoden.

Ändert sich das Gestein oder liegt ein dicker Brocken vor dem Bohrer, so müssen sie vielleicht die Schälmesser wechseln. Hat der Gesteinsbrocken mehr als 50 Zentimeter Durchmesser, müssen sie sogar selbst in den Kopf der Maschine einsteigen und den „Querulanten“ durch das Schildrad hindurch im Handbetrieb so weit zerkleinern, dass die Rollmeißel und Schälmesser wieder greifen und die Reste verarbeiten können.


Ring für Ring entsteht die Röhre

Die Betontübbinge werden für das U4-Bauprojekt so genau berechnet und hergestellt, dass der Tunnelring insgesamt nur maximal 10 Millimeter vom festgelegten Maß abweichen darf, damit der Tunnel passgenau seine Strecke einhält. Eine kleine Lorenbahn bringt die 1,50 Meter breiten und 3,8 Tonnen schweren Stahlbetonbauteile zur Maschine. Hier hebt sie ein Kran auf ein Förderband, das die Tübbinge zum Erektor transportiert. Dieser riesige Arm stemmt die Stahlbetonteile in einer genau festgelegten Reihenfolge an die Wand.

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