U5 Hamburg Neue U-Bahnlinie für Hamburg

Mit der U5 plant die HOCHBAHN eine neue U-Bahn-Linie, die als Verkehrsader quer durch die Stadt sehr viele Menschen bewegen wird. Neu dabei: Frühzeitig werden auch die Bürger in die Planungen eingebunden.

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Baubeginn der U5 in Hamburg ist das Jahr 2021

Mehr Mobilität in einer wachsenden Stadt

Hamburg wächst und wird weiter wachsen. Immer mehr Menschen ziehen an die Elbe, es werden so viele Wohnungen gebaut wie seit Jahrzehnten nicht, Unternehmen schaffen neue Arbeitsplätze, noch nie kamen mehr Touristen. Um die alle schnell, bequem und sicher sowie umweltbewusst an ihr Ziel zu bringen, muss Hamburg sein Schnellbahn-Netz weiter ausbauen.

Von Bramfeld bis zum Siemersplatz

Eine neue Verkehrsader quer durch die Stadt soll die weiter draußen liegenden Stadtteile im Osten und Westen endlich an die Innenstadt anbinden. Der Plan: Die U-Bahnlinie U5 soll von Bramfeld über den Hauptbahnhof zum Siemersplatz fahren. Denkbar ist auch Weiterführung in Richtung Lurup und Osdorf im Rahmen der Schnellbahnanbindung des Hamburger Westens. Damit werden nicht nur dicht bewohnte Stadtteile wie Steilshoop oder der Osdorfer Born angeschlossen, sondern auch viele Arbeitsplätze, etwa in der City Nord, sowie große Freizeit- und Bildungseinrichtungen wie die Universität Hamburg und die Arenen schneller erreicht. Ein weiteres Ziel der neuen Linie: Weniger Busverkehr auf den Straßen der wachsenden Stadt. Denn zentrale Buslinien, insbesonsdere die Linien 1 ,2, 3, 5 und 6), deren Kapazitäten bereits heute nahezu ausgeschöpft sind, werden zukünftig abschnittsweise deutlich entlastet. Ob sie wohnen, arbeiten oder ihre Freizeit genießen – die Hamburger sollen von der neuen Linie profitieren. 

Vollautomatisch gesteuert

Einmal fertiggestellt soll die U5 nahezu komplett unterirdisch fahren - und das in einem sehr dichten Takt. Technisch möglich ist, dass alle 90 Sekunden eine Bahn kommt. Dafür soll diese vollautomatisch gesteuert werden - eine Technik, die in Hamburg bisher noch nicht zum Einsatz gekommen ist.

Die Stadt hat die Hochbahn mit den Planungen zum Neubau beauftragt. In einer Machbarkeitsstudie hat diese zunächst den Verlauf eines möglichen ersten Teilstücks der Strecke sowie mögliche Haltestellen ermittelt. Rund sieben Kilometer lang soll der Abschnitt U5 Ost zwischen Bramfeld und der City Nord sein, voraussichtlich sechs Haltestellen wird es hier geben.

Die Haltestellen der U5 Ost im Detail

Die östlichste Haltestelle des Abschnitts in Bramfeld soll unter dem Bramfelder Dorfplatz liegen. Für den Halt in Steilshoop gibt es derzeit noch zwei Optionen, die intensiv geprüft werden: nördlich des Einkaufszentrums im Schreyerring oder südlich davon in der Gründgensstraße. Offen ist die Lage noch in Barmbek-Nord. Zwölf Standorte haben die Planer der Hochbahn genauer untersucht und dabei auch die Anmerkungen und Ideen von Anwohnern mit aufgenommen. Fünf Varianten sind jetzt noch in der engeren Betrachtung, um die beste Lösung für den Stadtteil und Hamburg zu finden.

Nächster Halt: Rübenkamp. Hier wird jeder U-Bahn-Fahrgast die Möglichkeit haben, in die S-Bahn umzusteigen. Auch an der nächsten Haltestelle Sengelmanstraße sorgt die U5 für Anschluss. Fahrgäste sollen auf demselben Bahnsteig bequem in die U1 wechseln können. Die sechste Haltestelle der U5 Ost soll am New-York-Ring in der City Nord sein. 

Nach der City Nord verläuft die U5 östlich der Alster weiter in Richtung Innenstadt. Westlich der Alster führt die Linie weiter zum Siemersplatz. Gemeinsam prüfen BWVI, HVV, die Hochbahn und die S-Bahn Hamburg gerade, ob sie danach weiter zu den Arenen in Richtung Lurup/Osdorfer Born fahren soll, oder ob dieses Ziel durch eine neue S-Bahn-Strecke als Ausfädelung aus der Strecke der S3 im Bereich Diebsteich angeschlossen wird.

Bürger-Ideen sind willkommen

Die Stadt will die neue Verkehrsader gemeinsam mit den Hamburgern verwirklichen. Die Planungen zum Bau der neuen U-Bahn-Linie U5 erfolgen deshalb in enger Abstimmung mit Bürgerinnen und Bürgern. 
Die Hochbahn setzt diesen Auftrag bereits zu einem ganz frühen Stand der Planungen in die Tat um - ob im Gespräch mit Vereinen und Verbänden, bei Veranstaltungen für Anwohner in den Stadtteilen oder in der Vermittlung zwischen Hochbahn-Experten und Bürgern. Die Ideen und Anmerkungen helfen Ingenieuren und Architekten, ihre Planungen zu optimieren – und damit möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Zugleich können der Dialog und die Möglichkeit des Mitwirkens zu diesem frühen Zeitpunkt helfen, Sorgen abzubauen und Zustimmung für das Projekt zu erzeugen. Zum Vergleich: Gesetzlich vorgesehen ist eigentlich, die Bürger erst viel später im Rahmen der Baugenehmigung einzubinden.

Weitere Informationen zum Beteiligungsverfahren sowie Protokolle und Präsentationen der bisherigen Veranstaltungen unter: Hamburger Hochbahn

(Stand: März 2017)

Quelle: Hamburg Journal/NDR

Neue U-Bahnlinie für Hamburg
Mit der U5 plant die HOCHBAHN eine neue U-Bahn-Linie, die als Verkehrsader quer durch die Stadt sehr viele Menschen bewegen wird. Neu dabei: Frühzeitig werden auch die Bürger in die Planungen eingebunden.
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