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Altes Land: Urlaubsidylle im Umland Hamburgs

Nur einen Katzensprung von der Hafenmetropole entfernt, ticken die Uhren noch etwas langsamer. Am Südufer der Elbe, zwischen Buxtehude und Stade, versteckt sich das Alte Land. Drei Meilen vor Hamburg liegt etwas in der Luft ...

 

Altes Land Hamburg
(Bild: flickr.com/Martin Stahl)

Obst hat die Geschichte der Region bestimmt, Obst verwöhnt die Besuchernasen im Frühling. Ab Mitte April zeigen die Plantagen ihre Blütenpracht. Dann verwandelt sich das größte geschlossene Obstanbaugebiet Nordeuropas zur Märchenlandschaft. Drei Viertel der 14.300 Hektar Anbaufläche bestehen aus Apfelbäumen, Kirschbäume füllen den Rest. Fallen Sie nicht vom Fahrrad wenn es plötzlich laut knallt - das war nur einer der berüchtigten "Kirschböller", ein explosiver Vogelscheuchenersatz, der allerdings momentan von konvetionellen Netzen verdrängt wird.

Feste und Führungen
Wunderbar erhaltene Fachwerkhäuser, gemütliche Kornmühlen, weite Kulturlandschaften: Das Alte Land strotzt vor versteckten Kleinoden. Ob ausgefallene Gästeführungen, traditionelle Feste, skaten am Elbdeich, Badespaß im Sommer oder ein gesunder Einkaufsbummel bei einem der vielen Obsthöfe - unzählige Events locken. Auf der "Apfel-Kul-Tour" erfahren Sie Wissenwertes zur Siedlungsgeschichte und können landestypischen Diekpedder genießen. Angehende Fruchtakademiker erlangen in Jork das "Apfeldiplom". Beim Altländer Blütenfest erleben Sie den Höhepunkt der Obstfestivitäten.

Altes Land Bauernhaus Hamburg

(Susanne Kortshagen)

Geschichtliches
Der Name "Altes Land" geht auf die niederländischen Gründer zurück. "Olland" tauften die plattdeutsch-sprechenden Siedler die Region. Als Urvater der Region gilt der Priester Hendrik aus Jacobswoude. Sein Wirken geht auf das frühe 12. Jahrhundert zurück. Er brachte holländische Wasserbaukunst und Werte der Bürgerfreiheit mit. Ende des 15. Jahrhunderts ist die Eindeichung des Ufergebiets abgeschlossen, sämtliches Land urbar gemacht. Bereits im Mittelalter erlangt das Alte Land seine Selbstverwaltung. In Folge der 1937 durchgewinkten Groß-Hamburg-Gesetze wurden die Gemeinden Cranz, Neuenfelde und Francop zu neuen Stadtteilen Hamburgs.

 
 
 
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