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Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Bestandsaufnahme

20.12.2006

(bsu) Die Bestandsaufnahme für die Hamburger Gewässer wurde fristgerecht zum 22. Dezember 2004 abgeschlossen.

Sie beinhaltet

  • die Festlegung und Beschreibung der berichtspflichtigen Gewässer,
  • die vorläufige Kategorisierung und Typisierung der Gewässer,
  • die Überprüfung der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf die Gewässer und
  • eine wirtschaftliche Analyse.

Gewässer Bredenbek Gewässer Bredenbek
Die Richtlinie gibt vor, dass die Bestandsaufnahme für Oberflächengewässer mit einem oberirdischen Einzugsgebiet größer als 10 km² zu erfolgen hat. Aus dieser Vorgabe resultiert das reduzierte Gewässernetz, über das an die EU berichtet werden muss. Die Gesamtlänge dieses berichtspflichtigen Gewässernetzes beläuft sich in Hamburg auf 358 km. Weiter legt die Richtlinie fest, dass die kleinste zu bearbeitende Einheit der Wasserkörper ist. Dies gilt sowohl für das Oberflächenwasser als auch für das Grundwasser.

In Hamburg sind 37 Oberflächenwasserkörper bestimmt. Dazu zählen auch die beiden Seen Alte Süderelbe und Hohendeicher See und die beiden Wasserkörper im Hamburgischen Küstengewässer.

Übersicht über die  Bearbeitungsgebiete mit dem reduzierten Gewässernetz in Hamburg Übersicht über die Bearbeitungsgebiete mit dem reduzierten Gewässernetz in Hamburg
Entsprechend der Einzugsgebiete der Oberflächengewässer sind in Hamburg neun Bearbeitungsgebiete festgelegt. Für diese Bearbeitungsgebiete hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt "Landesinterne Berichte zur Bestandsaufnahme und Erstbewertung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie" erstellt. Diese sind mit den Hamburger Fachbehörden und den Bezirksämtern abgestimmt und seit August 2003 veröffentlicht. 32 Hamburger Verbände aus den Bereichen Naturschutz, Wirtschaft und Freizeit wurden direkt angeschrieben und alle Bürgerinnen und Bürgern hatten über das Internet die Möglichkeit, zu den Berichten Stellung zu nehmen oder Anregungen zu geben. Die Berichte sind unter Berücksichtigung der eingegangener Stellungnahmen überarbeitet und ergänzt. Sie stellen das aktuelle Wissen über die hamburgischen Gewässer zum Zeitpunkt der Bestandsaufnahme nach den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie dar. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse zu allen Hamburger Bearbeitungsgebieten, die ergänzend auch erste Aussagen zur wirtschaftlichen Analyse enthält, liegt in einem gesonderten Bericht vor.

Nach Abschluss der Bestandsaufnahme gewonnene Erkenntnisse, Ergänzungen sowie Änderungen sind in der Fortschreibung des zusammenfassenden Landesberichtes vom 01.07.2005 dokumentiert, nicht in den Berichten der Bearbeitungsgebiete.

Alle Berichte liegen als PDF-Dateien zum Download vor:

Landesinterner Bericht Alster, 4.2 MB, Stand 20.09.04

Landesinterner Bericht Bille, 5.1 MB, Stand 20.09.04

Landesinterner Bericht Düpenau, 0.8 MB, Stand 20.09.04

Landesinterner Bericht Elbe/Hafen, 10.7 MB, Stand 31.01.05

Landesinterner Bericht Este, 1.3 MB, Stand 20.09.04

L. Bericht Hamburgisches Küstengewässer, 0.9 MB, Stand 20.09.04

Landesint. Bericht Moorburger Landscheide, 2.7 MB, Stand 20.09.04

Landesinterner Bericht Seevekanal, 0.9 MB, Stand 20.09.04

Landesinterner Bericht Wedeler Au, 1.2 MB, Stand 20.09.04

Zusammenfassender Bericht, 1.0 MB, Stand 31.01.05

Fortschreibung des zusammenfassenden Landesberichtes, 0.9 MB, Stand 01.07.05

Für alle Oberflächengewässer in Hamburg gilt, dass sie - z.T. bereits seit Jahrhunderten - dem Einfluss der hier siedelnden Menschen unterliegen.

Abendstimmung an der Alster Abendstimmung an der Alster
Kein Gewässer, dessen Einzugsgebiet überwiegend im Stadtgebiet liegt, weist sein natürliches hydraulisches Regime auf. Insbesondere die Flächenversiegelung und die dadurch notwendigen Entwässerungssysteme haben dazu geführt, dass der Wasserhaushalt in der Stadt grundlegend und weitgehend unumkehrbar verändert wurde. Niederschlagswasser wird nach Regenfällen sehr schnell in die Gewässer eingeleitet. Während niederschlagsarmer Perioden trocknen einige Gewässer aus, da natürliche Zwischenspeicher fehlen. Nur wenige Gewässer in Hamburg werden in ihrer Wasserführung nicht von diesen Rahmenbedingungen bestimmt. Die Oberflächenwasserkörper der Stadtgewässer in Hamburg sind daher überwiegend als vorläufig erheblich verändert eingestuft worden.

In den landesinternen Berichten finden sich detaillierte Angaben zu den Abschätzungen der Zielerreichung für die biologischen, hydromorphologischen und physikalisch-chemischen Qualitätskomponenten der Oberflächenwasserkörper.

Krapphofschleuse am Schleusengraben Krapphofschleuse am Schleusengraben

Der in den landesinternen Berichten gewählte Ansatz, die Abgrenzung der oberflächennahen Grundwasserkörper anhand der Einzugsgebietsgrenzen der Oberflächengewässer vorzunehmen, wurde im Rahmen der länderübergreifenden Abstimmung verlassen. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat Anteile an sieben länderübergreifenden oberflächennahen und an einem länderübergreifenden tiefen Grundwasserkörper. Für drei oberflächennahe Grundwasserkörper ist die Zielerreichung "guter chemischer Zustand" auf Grund von diffusen Stoffeinträgen derzeit "unklar/unwahrscheinlich". Für den tiefen Grundwasserkörper N8 wird die Zielerreichung "guter mengenmäßiger Zustand" auf Grund von Versalzungsrisiken als "unklar/unwahrscheinlich" eingestuft.

Grundwasser-Schema Grundwasserkörper im Hamburger Raum
In den landesinternen Berichten finden sich detaillierte Angaben zu den Bewertungen in Bezug auf die wahrscheinliche Zielerreichung für den mengenmäßigen und chemischen Zustand der Grundwasserkörper.

Bis zum 22.März 2005 musste ein zusammenfassender Bericht zur Bestandsaufnahme für die gesamte Flussgebietseinheit an die EU-Kommission in Brüssel übermittelt werden, 2013 und 2019 muss die fortgeschriebene Bestandsaufnahme an die EU-Kommission berichtet werden. Nähere Informationen hierzu und über die erforderliche Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Bundesländern und EU-Mitgliedsstaaten finden sich unter Berichte.