Unwetter in Hamburg Unwetterwarnung für Hamburg

Am Donnerstag, den 21. Juli 2016 muss in Hamburg und Norddeutschland mit starken Unwettern gerechnet werden.

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Unwetterwarnung für Hamburg

Unwetterwarnung für Norddeutschland und Hamburg

Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Tonndorf hat für Donnerstag, den 21. Juli 2016 eine Unwetterwarnung für Norddeutschland und Hamburg ausgesprochen. 

Betroffen sind die folgenden Landkreise: Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Cuxhaven, Stade, Osterholz, Rothenburg, Bremen, Hamburg, Harburg sowie Verden, Nienburg, Hannover und der Heidekreis. Ebenso sind Tornados in den westliche Teilen der Landkreise Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg und Celle möglich. Die allgemeine Prognose kann sich bezüglich der betroffenen Gebiete und Stärke jedoch noch ändern.

Entwicklung des Unwetters

Bereits am Donnerstag früh sind erste Gewitter an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste und im nordwestlichen Niedersachsen zu erwarten. Im Tagesverlauf entwickeln sind über Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen sowie den westlichen Landesteilen von Mecklenburg-Vorpommern teils kräftige Gewitter. Einige Orte bekommen keine Niederschläge, andere bis zu 20 Liter pro Quadratmeter binnen 30 Minuten. Die regionalen Unterschiede werden sehr groß sein. 

In den Folgetagen ändert sich an der Wetterlage kaum etwas. Bis einschließlich Samstag muss mit weiteren Gewittern und tropisch warmer und feuchter Luft gerechnet werden.

Lage im Nah- und Fernverkehr

Mögliche Fahrplanabweichungen im Nah- und Fernverkehr aufgrund von Sturmschäden entnehmen Sie bitte den aktuellen Meldungen der jeweiligen Verkehrsbetreiber:


Hilfreiche Links


Rückblick: "Niklas"

Orkantief "Niklas" sorgte in Hamburg am 29. März von 14 bis 21 Uhr für eine  schwierige Wetterlage. Laut Institut für Wetter- und Klimakommunikation fegten über Hamburg orkanartige Böen mit bis zu 115 Stundenkilometern (Windstärke 11) hinweg. In Schauer- und Gewitternähe wurden vereinzelt auch Orkanböen der Windstärke 12 gemessen. Die Feuerwehren rückten zu über 750 Einsätzen aus.

Rückblick: "Daniel", "Elon" und "Felix"

Zum Jahresbeginn 2015 fegten drei Sturmtiefs in schneller Folge über Hamburg hinweg: "Daniel", "Elon" und "Felix" brachten starke Sturmböen, Verkehrschaos und Sturmfluten mit sich. Ein großes Problem stellten die herabstürzenden Äste und umgekippten Bäume dar: Neben zahlreichen Verspätungen und Ausfällen im Nah- und Fernverkehr wurden am Morgen des 9. Januar 2015 zwei Kinder einer Bahrenfelder Schule durch einen herabstürzenden Ast schwer verletzt. Am Samstag, den 10. Januar 2015, entgleiste außerdem ein Zug der Linie U1, weil er circa 300 Meter vor der Haltestelle Fuhlsbüttel auf einen umgestürzten Baum aufgefahren ist. Es gab keine Verletzten. Nach mehreren Sturmfluten am zweiten Januarwochenende brachte "Felix" schließlich am Sonntag den höchsten Wasserstand mit sich: Drei Meter über dem mittleren Hochwasser führten zum Ausfall des Fischmarktes. Zur Info: Von einer Sturmflut spricht man ab 1,50 Metern, ab etwa 1,40 Metern bekommt man auf dem Fischmarkt aber langsam nasse Füße.

Rückblick: Das Orkantief "Xaver"

Vom 5. bis 6. Dezember 2013 bekam Norddeutschland Besuch von weit her: Aus Grönland kam das Sturmtief mit dem bayrischen Namen Xaver – und mit ihm kamen Sturm, Regen und Flut. Innerhalb von 36 Stunden sorgte Xaver für drei Sturmfluten mit einem Höchstpegelstand von 6,09 Metern und Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Stundenkilometern. Umgeknickte Bäume behinderten den Schienenverkehr, auch beim Flugverkehr kam es zu Ausfällen und Verspätungen. Dennoch waren die Schäden aufgrund guter Vorbereitungen seitens olizei, Feuerwehr, Zentralem Katastrophen Dienst (ZKD), Räumdiensten und der Hochbahn geringer als zunächst befürchtet.


Rückblick: Das Orkantief "Christian"

Am Montag, den 28. Oktober 2013 hatte das Orkantief "Christian" in Hamburg und Umgebung für Chaos gesorgt: Umgekippte Bäume behinderten den Zug-, Bahn- und Busverkehr. Der S-Bahn-Verkehr wurde zeitweise komplett eingestellt, kilometerlange Autoschlangen bildeten sich auf Hamburgs Straßen. 1.000 Feuerwehrleute mussten bis Mitternacht mehr als 1.900 mal ausrücken. Am Flughafen Hamburg zwangen Windgeschwindigkeiten von bis zu 162 Kilometern pro Stunde etwa 1.300 Passagiere zum stundenlangen Warten. Die Versicherungsschäden belaufen sich auf einen einstelligen Millionenbetrag. Die Elbe stieg allerdings weniger als erwartet an und erreichte gerade die Fischauktionshalle.

Ankunft & Abflug am Hamburger Flughafen