Unwetter in Hamburg Orkantief "Niklas"

Der Deutsche Wetterdienst hatte rechtzeitig für Hamburg eine Wetterwarnung herausgegeben: Orkantief "Niklas" fegte am Dienstag zwischen 14 und 21 Uhr mit Geschwindigkeiten von bis zu 115 Stundenkilometern über Hamburg hinweg. Die Feuerwehren rückten zu über 750 Einsätzen aus.

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Orkantief in Hamburg

Orkanböen in Hamburg

In Hamburg herrschte am Dienstag eine schwierige Wetterlage. Laut Institut für Wetter- und Klimakommunikation fegten über Hamburg orkanartige Böen mit bis zu 115 Stundenkilometern (Windstärke 11) hinweg. In Schauer- und Gewitternähe wurden vereinzelt auch Orkanböen der Windstärke 12 gemessen.

Video: Sturm in Hamburg - die Feuerwehr berichtet

Lage im Nah- und Fernverkehr

Aufgrund umstürzender Bäume gab es Ausfällen und Verspätungen im Nah- und Fernverkehr. Auch nach dem Sturm kann es durch Aufräumarbeiten zu Störungen im Betrieb kommen. Alle aktuellen Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:


Hamburger Dom fällt aus

Aufgrund der Wetterlage blieb der Dom am 21. März 2015 geschlossen.

Situation am Hamburger Flughafen

Ob ein Flugzeug in Hamburg landet, entscheidet der einzelne Pilot. Er erhält nicht nur laufend aktuelle Informationen über Windstärke, Beschaffenheit der Landebahn usw. sondern kennt auch den Alternativlandeplatz, falls sich die Bedingungen verschlechtern. Aufgrund des Orkans wurden bereits erste Flüge ab und nach Hamburg gestrichen. Bei Fragen zu Verspätungen, Ausfällen, Umbuchungen etc. helfen die Hotlines der entsprechenden Fluggesellschaften.

Hier können Sie sich über eventuell verspätete oder abgesagte Flüge am Hamburger Flughafen informieren: Abflug Flughafen Hamburg und Ankunft Hamburg Flughafen.

Sicherheits- und Verkehrshinweise

Zum Vergleich: "Christian" und "Xaver" führten 2013 mit Windstärken von bis zu 190 bzw. 148 Stundenkilometern zu vielen umgekippten Bäumen und chaotischen Umständen auf Hamburgs Straßen. Die Windgeschwindigkeit allein ist allerdings noch nicht kritisch: Zu akuten Überschwemmungen kann es dann kommen, wenn Flut und hohe Windgeschwindigkeiten zusammentreffen. Außerdem kann die Kombination aus Wind und starken Niederschlägen zu Behinderungen auf Hamburgs Straßen führen. Vorsicht ist auch in den Wäldern geboten. Sicherheits- und Verhaltenstipps während und nach des Unwetters finden Sie unter: Sicherheitstipps des Landesfeuerwehrverbandes.

Laut Institut für Wetter- und Klimakommunikation ist bei derartigen Sturmereignissen mit umstürzenden Bäumen zu rechnen, die zu Behinderungen auf Straßen und Schienen führen können. So ist in in Folge des Sturms mit Zugverspätungen und -ausfällen (u.a. Syltshuttle) sowie Beeinträchtigungen im Flugverkehr (auch zu den Inseln der Nordsee) zu rechnen. Sperrungen von Straßen und Brücken in Norddeutschland (z.B. Fehmarnsundbrücke, Raderhochbrücke) sind ebenso zu erwarten, wie die Einstellung von Schiffsverbindungen zu den Inseln der Nordsee und auf der Ostsee. Weiterhin besteht Gefahr für Seeschiffe im Einzugsbereich des Orkans auf Nord- und Ostsee.

Hilfreiche Links

Aktueller Pegelstand Elbe Hamburg- St. Pauli

Wasserstand in cm

Die Messwerte sind ungeprüft und werden von den zuständigen Wasser- und Schifffahrtsämtern zur Verfügung gestellt. Quelle: www.pegelonline.wsv.de

Rückblick: "Daniel", "Elon" und "Felix"

Zum Jahresbeginn 2015 fegten drei Sturmtiefs in schneller Folge über Hamburg hinweg: "Daniel", "Elon" und "Felix" brachten starke Sturmböen, Verkehrschaos und Sturmfluten mit sich. Ein großes Problem stellten die herabstürzenden Äste und umgekippten Bäume dar: Neben zahlreichen Verspätungen und Ausfällen im Nah- und Fernverkehr wurden am Morgen des 9. Januar 2015 zwei Kinder einer Bahrenfelder Schule durch einen herabstürzenden Ast schwer verletzt. Am Samstag, den 10. Januar 2015, entgleiste außerdem ein Zug der Linie U1, weil er circa 300 Meter vor der Haltestelle Fuhlsbüttel auf einen umgestürzten Baum aufgefahren ist. Es gab keine Verletzten. Nach mehreren Sturmfluten am zweiten Januarwochenende brachte "Felix" schließlich am Sonntag den höchsten Wasserstand mit sich: Drei Meter über dem mittleren Hochwasser führten zum Ausfall des Fischmarktes. Zur Info: Von einer Sturmflut spricht man ab 1,50 Metern, ab etwa 1,40 Metern bekommt man auf dem Fischmarkt aber langsam nasse Füße.

Rückblick: Das Orkantief "Xaver"

Vom 5. bis 6. Dezember 2013 bekam Norddeutschland Besuch von weit her: Aus Grönland kam das Sturmtief mit dem bayrischen Namen Xaver – und mit ihm kamen Sturm, Regen und Flut. Innerhalb von 36 Stunden sorgte Xaver für drei Sturmfluten mit einem Höchstpegelstand von 6,09 Metern und Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Stundenkilometern. Umgeknickte Bäume behinderten den Schienenverkehr, auch beim Flugverkehr kam es zu Ausfällen und Verspätungen. Dennoch waren die Schäden aufgrund guter Vorbereitungen seitens olizei, Feuerwehr, Zentralem Katastrophen Dienst (ZKD), Räumdiensten und der Hochbahn geringer als zunächst befürchtet.

Rückblick: Das Orkantief "Christian"

Am Montag, den 28. Oktober 2013 hatte das Orkantief "Christian" in Hamburg und Umgebung für Chaos gesorgt: Umgekippte Bäume behinderten den Zug-, Bahn- und Busverkehr. Der S-Bahn-Verkehr wurde zeitweise komplett eingestellt, kilometerlange Autoschlangen bildeten sich auf Hamburgs Straßen. 1.000 Feuerwehrleute mussten bis Mitternacht mehr als 1.900 mal ausrücken. Am Flughafen Hamburg zwangen Windgeschwindigkeiten von bis zu 162 Kilometern pro Stunde etwa 1.300 Passagiere zum stundenlangen Warten. Die Versicherungsschäden belaufen sich auf einen einstelligen Millionenbetrag. Die Elbe stieg allerdings weniger als erwartet an und erreichte gerade die Fischauktionshalle.

Ankunft & Abflug am Hamburger Flughafen

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Orkantief "Niklas"
Der Deutsche Wetterdienst hatte rechtzeitig für Hamburg eine Wetterwarnung herausgegeben: Orkantief "Niklas" fegte am Dienstag zwischen 14 und 21 Uhr mit Geschwindigkeiten von bis zu 115 Stundenkilometern über Hamburg hinweg. Die Feuerwehren rückten zu über 750 Einsätzen aus.
http://www.hamburg.de/verkehr-aktuell/unwetter/
20151117 14:26:53