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Verkehr und Infrastruktur

 

Hamburger Hafen Hamburger Hafen (Bild: www.mediaserver.hamburg.de, M. Zapf)

Verkehrsinfrastruktur

Hamburg lebt auf Kosten seiner Substanz. Seit vielen Jahren wird zu wenig in Straßen und Brücken investiert. Daher hat die Verstetigung der Mittel für Grundinstandsetzungen und Instandhaltung Vorrang vor neuen Projekten.

Es wird keine City‐Maut eingeführt und auch keine Umweltzone.

Verkehrsentwicklungsplan

Hamburg ist eine dynamische Stadt und damit unterliegen die Bedürfnisse und Verkehrsströme einem ständigen Wandel. Verkehrspolitik muss diesen erkennen und vorausschauend planen. Daher wird der Senat einen neuen Verkehrsentwicklungsplan erarbeiten lassen.

Verbesserung der überregionalen Verkehrsanbindung Hamburgs

Der Senat wird sich für eine Verbesserung der überregionalen Verkehrsanbindung Hamburg einsetzen und dabei eng mit den anderen norddeutschen Ländern zusammenarbeiten. Dabei werden folgende Ziel verfolgt:

  • Schiene: Verbesserungen im Schienenknoten Hamburg, davon ausgehend Y-Trasse und Maßnahmen Richtung deutsch-polnische, deutsch-tschechische und deutsch-österreichische Grenze sowie angemessene Anbindung der geplanten festen Querung des Fehmarnbelt.
  • Straße: Weiträumige Anbindung und Umfahrungen Hamburgs (insbesondere Ausbau der A 21 mit Anschluss an die A 24, mögliche Fortführung zur A 25 und weiter an die A 39 sowie der A 20)
  • Wasserstraße: Optimierung der Infrastruktur entlang Mittel‐ und Oberelbe sowie Elbe-Seiten-Kanal.

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße

Die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße als Alternative zum Ausbau in der vorhandenen Trasse bietet die Chance, mit verhältnismäßig geringer Belastung des Haushalts und durch die Bündelung von Verkehrswegen den Stadtteil Wilhelmsburg ruhiger und lebenswerter zu gestalten. Dies muss finanzierbar und in eine Stadtentwicklung eingebettet sein, die im Dialog mit den Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburgern erarbeitet wird. Dies gilt auch mit Blick auf die neue Wilhelmsburger Mitte sowie die Internationale Bauausstellung (IBA) und die Internationale Gartenschau (IGS).

Ausbau der A 7 mit Ergänzungsdeckeln

Die Maßnahme ist in drei Abschnitten geplant und hat eine hohe Priorität wegen des Verkehrsbedarfs, aber auch wegen der Flächenentwicklung in den Randbereichen für den Wohnungsbau und der Optimierung des Lärmschutzes.

Realisierung der A 26 und Fortführung als Hafenquerspange

Hamburg wird sich beim Bund für den Bau der A 26 von der Landesgrenze bis an die A 7 und die ihre Fortführung als A 26 / Hafenquerspange von der A 7 bis zur A 1 einsetzen.

Hamburgs als Modellregion für Elektromobilität

Der Senat wird sich dafür einsetzen, dass Hamburg in der Fortschreibung des Bundesprogramms Elektromobilität verbleibt.

Verlängerung der U 4 bis zu den Elbbrücken

Hamburg wird weiter in den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) investieren. Eine dringliche Entscheidung ist die Verlängerung der U‐Bahnlinie U4. Die hohe Nutzungsintensität der HafenCity erfordert eine leistungsstarke und verkehrlich optimale ÖPNV‐Anbindung. Die Verlängerung der Linie bis zu den Elbbrücken soll zügig in Angriff genommen werden, damit die Erschließungs- und Bauarbeiten mit der Realisierung der östlichen HafenCity aufeinander abgestimmt werden können.

S 4 nach Ahrensburg

Wir setzen uns für den Bau der S 4 ein, die die Anbindung der Stadtteile im Bezirk Wandsbek verbessert und den Hauptbahnhof entlastet.

Optimierung des Bussystems zu einem der modernsten in Europa

Statt mit der Stadtbahn ein neues, zusätzliches System anzuschaffen, werden wir das vorhandene Bussystem ausbauen und modernisieren, um den zusätzlichen Bedarfen im ÖPNV Rechnung zu tragen. Wir werden die Kapazitäten des Bussystems steigern, zusätzliche und größere Busse anschaffen, weitere Busspuren einrichten, Vorrangschaltungen von Ampeln einrichten und Haltestellenbuchten umbauen. Alle diese Maßnahmen sollen Schnelligkeit und Komfort des Busverkehrs steigern.

Schließlich wollen wir die Entwicklung und den Einsatz neuer Antriebstechnologien unterstützen mit dem Ziel, ab 2020 ausschließlich emissionsfreie Busse anzuschaffen. Wir wollen uns an der Entwicklung von Bussystemen mit einer elektrischen Spurführung beteiligen, die in Komfort, Kapazität und Leistungsfähigkeit an eine Stadtbahn mindestens heranreichen.

Barrierefreiheit bei U-Bahn-Haltestellen bis 2020

Bis 2020 wollen wir alle Schnellbahnhaltestellen in Hamburg so umbauen, dass sie barrierefrei zugänglich und nutzbar sind. Im S‐Bahnnetz könnten bereits bis 2016 96 Prozent aller S-Bahn-Stationen stufenfrei erreichbar sein. Dazu werden wir das FHH/DB-Programm zur Steigerung der Haltestellenattraktivität fortschreiben. Im U-Bahnnetz sind noch rund 50 Stationen auf Hamburger Stadtgebiet barrierefrei auszubauen. Um das Ziel „Barrierefreiheit 2020“ zu erreichen, müssten durchschnittlich fünf Stationen pro Jahr umgerüstet werden.

Schaffung zusätzlicher Park & Ride-Plätze

Wir werden zusätzliche Park & Ride-Plätze schaffen.

Förderung des Radverkehrs

Die Radverkehrsstrategie für Hamburg werden wir weiterentwickeln. Auch hier werden wir den ersten Schwerpunkt bei der Instandsetzung und Optimierung des Radwegenetzes legen.

Die Hauptzielgruppe sind Alltagsfahrradfahrerinnen und -fahrer, die das Fahrrad als Verkehrsmittel auf dem Weg in die Schule und Hochschule, zum Arbeitsplatz und für tägliche Besorgungen nutzen. Deshalb werden wir die Fahrradinfrastruktur insbesondere in regionalen Schwerpunktnetzen ausbauen wie zum Beispiel in der inneren Stadt, rund um die Universität sowie in den innerstädtischen Bereichen von Bergedorf und Harburg. Die Bezirke werden wir dabei unterstützen entsprechende Fahrradkonzepte vorzulegen und umzusetzen. Daneben werden wir uns um den Ausbau des Velorouten‐Netzes und der Radwegeverbindungen kümmern, die besonders von Touristen genutzt werden. Das erfolgreiche Fahrradverleihsystem StadtRad werden wir schrittweise ausbauen.

Luftverkehrskonzept

Unsere Luftverkehrspolitik zielt auf eine an der Nachfrage orientierte, wirtschaftlich erfolgreiche und technologisch innovative Entwicklung des Luftverkehrs und der Flughafeninfrastrukturen. Wir unterstützen die Flughafen Hamburg GmbH bei der nachfragegerechten Weiterentwicklung der Infrastrukturen und der sich abzeichnenden Bedarfe.

Ebenso unterstützen wir im Flughafenumfeld die weitere Entwicklung der Luftfahrtindustrie.

Mit den Nachbarländern werden wir ein Norddeutsches Luftverkehrskonzept entwickeln.