Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Planungen & Verfahren Verlegung des Fernbahnhofs Altona

Im Juli 2014 hat die Deutsche Bahn die Verlegung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona beschlossen. Das Konzept sieht vor, den Kopfbahnhof der Regional- und Fernbahn am jetzigen Standort aufzugeben und durch einen leistungsfähigen neuen Bahnhof im Bereich der heutigen S-Bahnstation Diebsteich zu ersetzen. Geplant ist ein Durchgangsbahnhof mit sechs Regional- und Fernbahngleisen sowie zwei S-Bahngleisen. Der unterirdische S-Bahnhof Hamburg-Altona mit 70.000 Reisenden bleibt am heutigen Standort erhalten. Der neue Fernbahnhof soll Ende 2023 in Betrieb genommen werden.

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Verlegung des Fernbahnhofs Altona

Im November 2015 hat die Deutsche Bahn für die Verlegung und den Bahnhofsneubau beim Eisenbahnbundesamt (EBA) eine sogenannte Planfeststellung beantragt – ein notwendiges Verwaltungsverfahren, in dem über die Zulässigkeit von großen Infrastrukturvorhaben entschieden wird.

In den Planungen der Deutschen Bahn ist als Empfangsgebäude für den neuen Bahnhof ein dreigeschossiges Zweckgebäude vorgesehen, in dem die bahnbetrieblich notwendigen Funktionen wie Reisezentrum, Bahnhofsmission und Bundespolizei untergebracht sind. Die Stadt möchte die Verlagerung des Bahnhofs zum Anlass nehmen, einen größeren und attraktiveren Gebäudekomplex zu entwickeln, der nicht nur Bahnzwecken dient, sondern auch städtebaulich einen Akzent setzt und von dem Impulse für eine positive Stadtentwicklung ausgehen. Das bedeutet, dass ein privater Investor ein Gebäude mit vielfältigen Nutzungen realisieren soll, das im überwiegenden Teil Läden, Gastronomie, ein Hotel und Büros beinhaltet. Die Bahn begrüßt die Initiative der Stadt, das Umfeld des neuen Bahnhofs aufzuwerten und wird die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. Hierfür haben Stadt und Bahn eine enge Abstimmung ihrer Planungen vereinbart.

Wohnungen sind an dem Standort aufgrund der Lärmbelastung durch den Schienenverkehr nicht möglich. Ein schön gestalteter öffentlich zugänglicher Vorplatz rundet das Projekt ab. Das neue Gebäude soll nicht nur die verkehrlichen Funktionen eines Bahnhofs erfüllen, sondern auch einen Anziehungspunkt für die umliegenden Quartiere schaffen.

Der Landesbetrieb Immobilienentwicklung und Grundvermögen (LIG) ist dabei, die erforderlichen Grundstücksflächen von der Deutschen Post zu erwerben, und bereitet eine konzeptionelle Grundstücksausschreibung vor, um einen privaten Investor für die Entwicklung des Gebäudes zu finden. Parallel zum Planfeststellungs- und zum Bebauungsplanverfahren werden vertragliche Vereinbarungen zwischen der Stadt Hamburg und der Deutschen Bahn erarbeitet, um die baulichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Bahnhofsentwicklung zu klären.

Der neue Fernbahnhof soll erst Ende 2023 eröffnet werden. So bleibt ausreichend Zeit, über die städtebaulichen Ziele für die Entwicklung des Umfeldes unter Beteiligung der interessierten und betroffenen Bürgerinnen zu diskutieren und diese in einen städtebaulichen Rahmenplan zu übertragen. Dieser Prozess soll im Jahr 2017 beginnen.

Impressionen vom Projektgebiet

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