Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Unfall, Haftpflicht... Bürgerschaftliches Engagement – mit Sicherheit eine gute Sache!

Bürgerschaftliches Engagement darf nicht mit unkalkulierbarem Risiko verbunden sein. Menschen, die sich für das Gemeinwohl  einsetzen, müssen gegen Schadensfälle abgesichert sein.  

Versicherungsschutz Ehrenamtliche Hamburg

Unfallversicherung

vergrößern Collage ehrenamtlicher Tätigkeiten (Bild: FHH) Viele Tätigkeiten im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Hier erfahren Sie, unter welchen Voraussetzungen der Versicherungsschutz gilt und wie Organisationen klären können, ob ihre Tätigkeit im öffentlichen Interesse liegt und dem Gemeinwohl dient. Mehr...

Haftpflichtversicherung

Selbstlose Hilfe kann auch mit Risi­ken verbunden sein. Damit durch eine ehrenamtliche Tätigkeit keine Nachteile entstehen, hat die Stadt Hamburg einen Sammelhaftpflichtvertrag für ehrenamtlich Tätige abgeschlossen. Mehr... 

Weniger Haftungsrisiken für ehrenamtliche Vorstände

Am 3. Oktober 2009 ist das Gesetz zur Begrenzung der Haftung von ehrenamtlich tätigen Vereinsvorständen in Kraft getreten,  das die zivilrechtlichen Haftungsrisiken für ehrenamtliche Vorstände von Stiftungen oder Vereinen eingrenzt. 

Der neu eingefügte Paragraf 31a des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) regelt die Haftungserleichterungen für Vorstände, die unentgeltlich tätig sind oder für ihre Tätigkeit nur ein geringfügiges Honorar von maximal 500 Euro pro Jahr erhalten. Diese Wertgrenze orientiert sich an dem im Oktober 2007 eingeführten Freibetrag (Paragraf 3 Nr. 26a Einkommensteuergesetz) für nebenberufliche Tätigkeiten zugunsten gemeinnütziger oder mildtätiger Einrichtungen, der auch für Zahlungen an Vereinsvorstände gilt.

Mit der neuen Vorschrift wird eine zivilrechtliche Haftungsbegrenzung geschaffen. Zuvor waren Vorstandmitglieder grundsätzlich auch bei Schäden, die infolge einfacher Fahrlässigkeit eintraten, dem vollen Haftungsrisiko ausgesetzt.

Durch eine in Paragraf 86 Satz 1 BGB eingefügte Verweisung gilt diese Haftungserleichterung auch für die Vorstände von Stiftungen.